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Lilly Dillenz

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Datei:Edith Barakovich Lilly Dillenz Hollitzer 1927.jpg
Lilly Dillenz (1927)

Elisabeth Leonore Dillenz, geborene Elisabeth Leonore Hollitzer (6. September 1896 in Wien – 19. März 1964 in Hainburg an der Donau, genannt „Lilly“ und „Lily“) war eine österreichische Schauspielerin und Flugpionierin.

Leben[Bearbeiten]

Lilly Dillenz war die Tochter des österreichischen Malers, Karikaturisten, Sänger und Kabarettisten Carl Leopold Hollitzer (1874–1942) und dessen erster Ehefrau Olga Josefine Scholz (1873–nach 1917<ref>Olga Hollitzer reiste bis 1917 häufig zur Kur u. a. nach Bad Ischl und Karlsbad und ist dort in den Listen zu finden</ref>). Die Ehe ihrer Eltern dauerte sieben Jahre und wurde 1902 geschieden. Carl Otto Czeschka, der mit Lillys Vater befreundet war, zeichnete 1904 Porträtstudien von ihr als Achtjährige.<ref>Eine der Zeichnungen „Kind im Sessel“ wurde veröffentlicht anlässlich Czeschkas 78. Geburtstags im Hamburger Abendblatt am 22. Oktober 1956, Seite 10</ref>

Vor ihrer Schauspiel-Ausbildung bei Rainer Simons studierte sie ohne Abschluss an der Kunstgewerbeschule Wien bei Erwin Puchinger, Alfred Roller und dem Bildhauer Anton Hanak.<ref>Auskunft von Mileva Roller, Absolventin der Wiener Kunstgewerbeschule und spätere Ehefrau des Direktors der Schule: Korrespondenz mit Carl Otto Czeschka aus 1919: „Die Tochter von Hollitzer soll eine außerordentlich begabte Hanak-Schülerin sein“</ref>

Von 1920 bis 1925 war sie mit dem an der Wiener Staatsoper beschäftigten Fagottisten Hugo Burghauser<ref name="trauungsbuch">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Trauungsbuch Wien-St.Josef zu Margareten, Bd. 60, S. 81 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 20. Februar 2023 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/data.matricula-online.eu.</ref> und ab 1925<ref>zunächst als Zivilehe. Die kirchliche Trauung fand am 28.8.1932 statt</ref> mit dem Kunstmaler Richard Josef Dillenz (1892–1959<ref>Traueranzeige bei MyHeritage</ref>) verheiratet.

Gemeinsam mit Richard Dillenz gründete sie die Firma Filmproduktion Wien, die Filme wie Frühlingsstimmen (1951) mit Paul Hörbiger produzierte<ref>Dillenz-Film (Wien). In: filmportal.de. Deutsches Filminstitut, abgerufen am 2. Oktober 2020.

</ref><ref>Rudolf Dillenz. In: filmportal.de. Deutsches Filminstitut, abgerufen am 2. Oktober 2020.

</ref><ref>Bad Deutsch-Altenburg: Bild einer Gegend, abgerufen am 25. November 2016</ref>. Ebenfalls gemeinsam initiierten sie in der Bad Deutsch-Altenburger Familienvilla das Carl-Leopold-Hollitzer-Museum,<ref name="donjuan">Firmengruppe Hollitzer, abgerufen am 25. November 2016</ref><ref>Katalog „Carl Leopold Hollitzer. Ein Künstlerleben aus Österreich“. Mit einem Geleitwort von Lambert Heiböck. Wien 1959</ref>, das am 28. Juni 1958 eröffnet wurde. Jedoch Richard Dillenz starb nach schwerer Krankheit bereits am 25. Oktober 1959. Das Museum wurde wieder aufgelöst und seit 2000 befindet sich in der repräsentativen Hollitzer-Villa das örtliche Gemeindezentrum<ref>Hollitzer-Villa in Bad Deutsch-Altenburg wird Gemeindezentrum Pressestelle der Niederösterreichischen Landesregierung 8. März 2000</ref><ref>https://www.meinbezirk.at/bruck-an-der-leitha/imagepost/villa-hollitzer-bad-deutsch-altenburg_i74100</ref>.

Datei:Hollitzer-Villa 7411 in A-2405 Bad Deutsch-Altenburg.jpg
Die Hollitzer-Villa 2012

Gescheiterte Atlantik-Überquerung[Bearbeiten]

Für einen Transatlantik-Flug wurde die „Dillenz-Transozeanflug GmbH“ gegründet<ref>später umgewandelt in „Ozeanflug GmbH“</ref> und mit den Junkers-Werken wurden terminliche und finanzielle Vereinbarungen zu diesem ehrgeizigen Projekt geschlossen. Als Passagierin wollte sie als erste Frau per Flugzeug 1927 den Atlantik von Ost nach West überqueren.<ref>Biddeford Daily Journal Newspaper Archives, Nov 28, 1927. In: NewspaperArchive.com. 28. November 1927 (newspaperarchive.com [abgerufen am 30. März 2018]).</ref> Der am 4. Oktober 1927 gestartete Flug unter dem Kommando von Frederick Loose sollte vom europäischen Festland nach Amerika führen, jedoch gelang der Start der Junkers G 24 (D-1230) nach einem Zwischenstopp auf den Azoren wegen Propellerdefekten nicht mehr.<ref>Deutsche Piloten starten am Torre von Belém Portugalforum 2012, abgerufen am 25. November 2016</ref><ref>Junkers Plane Falls in Azores Take-Off; Crew of Five and Passenger Strive in Vain to Rise From Water -Bend Propeller Blade in Efforts. In: The New York Times. 25. November 1927, abgerufen am 30. März 2018.</ref> Die US-amerikanische Zeitung Daily Illini berichtete am 5. Oktober 1927, „Lilli Dillenz“ sei kurz vor der Abreise „an Bord geschmuggelt“ worden,<ref>Initial Lap in German Flight is completed. Junker Plane Lands In Amsteridam After Originally Planning To Reach Lisbon. In: Daily Illini. Illinois Digital Newspaper Collections, 5. Oktober 1927, abgerufen am 15. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> denn bereits der Mitflug einer Frau bei einer versuchten Überquerung des Atlantik war damals eine Sensation.<ref>Das Scheitern des Flugprojektes der Frau Dillenz. In: Neue Freie Presse, 17. Mai 1928, S. 15 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nfp</ref> Amerikanische Zeitungen berichteten davon mit ihrem Foto.<ref>Last minute photos 1927 (englisch)</ref> Die erste Frau, die den Atlantik tatsächlich nonstop überquerte, wurde dann wenige Monate später im Juni 1928 Amelia Earhart.

Ehrungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Marina M. Hathorn: Le secret de Lily Hollitzer. Le destin hors du commun d'une Viennoise au XXe siecle. L'Harmattan, 2023 (französisch), ISBN 978-2-14-035101-3

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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