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Lilo Wanders

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Lilo Wanders als Moderatorin auf der ColognePride 2009
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Lilo Wanders liest aus erotischer Literatur (2009)
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Lilo Wanders auf dem roten Teppich zum Studio Hamburg Nachwuchspreis 2012

Ernst-Johann „Ernie“ Reinhardt (* 22. September 1955 in Celle) ist ein deutscher Schauspieler und Travestiekünstler, der fast ausschließlich in seiner weiblichen Rolle unter dem Namen Lilo Wanders auftritt.

Leben[Bearbeiten]

Ernie Reinhardt wurde als Sohn des Kaufmanns Hermann Reinhardt (1924–1960) und dessen Frau Karin, geb. Schubert (1929–2017), in Celle geboren und wuchs in Dorfmark bei Bad Fallingbostel in der Lüneburger Heide auf, wo sein Großvater ein Lebensmittelgeschäft betrieb.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> In Walsrode besuchte er das Gymnasium Walsrode, bis er im Alter von 18 Jahren nach Hamburg zog, um Bibliothekswesen zu studieren. Währenddessen machte er ein Praktikum in Bremen. Das Studium brach er ab. In Bremen wurde Reinhardt Mitglied eines Schwulenchors und ging mit einer schwulen Theatergruppe auf Tournee. In den 1980er-Jahren lebte Reinhardt in Hamburg und trat hier mit schwulen Ensembles und in Soloprogrammen in der alternativen Theaterszene der Hansestadt auf, u. a. mit Corny Littmann. Am 8. August 1988 eröffnete Reinhardt gemeinsam mit Littmann auf der Reeperbahn in Hamburg das Schmidt Theater. Durch schrille Unterhaltung erregte er schnell Aufsehen und erreichte eine regionale Bekanntheit.

Kurze Zeit später entstand auf der Bühne des Schmidt-Theaters die Kunstfigur Lilo Wanders, angelegt als bissige, alternde Theaterdiva mit zahlreichen Allüren. Vorbild hierfür war die Schauspielerin Evelyn Künneke (1921–2001). Anfang der 1990er-Jahre war Lilo Wanders ein fester Bestandteil der Schmidt Mitternachtsshow im NDR Fernsehen (damals N3 genannt). Lilo Wanders war eine beim Deutschen Patent- und Markenamt auf Ernst-Johann Reinhardt 1997 eingetragene und auf seinen Antrag hin 2017 gelöschte Marke.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);</ref> Von 1994 bis 2004 moderierte Reinhardt in der Travestie-Rolle der Lilo Wanders die Fernsehsendung Wa(h)re Liebe beim Fernsehsender VOX, was der Figur bundesweite Bekanntheit einbrachte. Mit den Theaterstücken Die Mythomanin über Evelyn Künneke und Der graue Engel über Marlene Dietrich (verfasst von Moritz Rinke) trat Reinhardt bundesweit auf. Daneben führte er als Lilo Wanders gelegentlich durch Varietéprogramme, moderierte Gala-Abende, spielte Rollen in Kino- und Fernsehfilmen und war Gast in Fernseh-Shows, wie bei Blond am Freitag im ZDF.

Im September 2010 war Reinhardt in zwei Folgen der ARD-Telenovela Rote Rosen zu sehen. Seit April 2011 führt er als Lilo Wanders Einheimische und Touristen in der „Tour de Schmidt“ und seit 2012 als Mitglied der Olivia-Jones-Familie in der „Tour de Wanders“ über die Reeperbahn und zeigt seine Lieblingsecken in und um St. Pauli. 2016 trat er in der RTL-Show Schwiegertochter gesucht auf und half einer Teilnehmerin bei diversen Sexthemen.

Er ist Initiator, Mitgründer und Vorstand der 2021 gegründeten Come Out! Stiftung.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>

Am 22. Dezember 2022 veröffentlichte Wanders im Rahmen des Massengeschmack-TV-Adventskalenders das Sex- und Erotikmagazin Massengeschnackseln.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>

Ernie Reinhardt ist seit 1985 mit einer Frau verheiratet<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> und hat drei Kinder.<ref>Martin Zips: „Körpersaft und Rindsrouladen“, Süddeutsche Zeitung online, 19. Mai 2010, abgerufen am 15. Januar 2017.</ref> Seit 2013 ist er auch mit einem Mann liiert.<ref>Ulrike von Bülow: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Er wohnt in Hamburg und auf einem Bauernhof im Alten Land.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);</ref> Im September 2025 veröffentlichte er mit Waren Sie nicht mal Lilo Wanders? seine Autobiografie.<ref>https://www.stern.de/kultur/lilo-wanders--was-ernie-reinhardt-in-seinen-memoiren-ueber-sie-verraet-36058586.html</ref>

Auszeichnung[Bearbeiten]

Filmografie[Bearbeiten]

Filme[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

  • Lilo Wanders: Tja, meine Lieben, Econ 1997, ISBN 3-612-26361-7.
  • Lilo Wanders: Wa(h)re Liebe – A–Z, Heel 2001, ISBN 3-89880-021-0.
  • Lilo Wanders: Exotische Scharfmacher, Europa Verlag Hamburg 2002, ISBN 3-203-85055-9.
  • Lilo Wanders: Voll aufgeklärt: 100 Antworten auf 1000 Fragen, Moderne Verlagsges. MVG 2008, ISBN 3-636-06376-6.
  • Erika Berger, Lilo Wanders: Langenscheidt Sex-Deutsch / Deutsch-Sex, Langenscheidt 2009, ISBN 3-468-73222-8.
  • Lilo Wanders: Gern hätt' ich den Mann geküsst (Limited DJ Edition) Vinyl 12", EMI ELECTROLA, 1996, Cat-No.: 12P 519 661
  • Lilo Wanders: Singt zwei Duette auf der Platte „Enten hätt' ich züchten sollen...“ von und mit Stephan Sulke, 2011
  • Ernie Reinhardt: Waren Sie nicht mal Lilo Wanders? Licht und Schatten auf der Bühne meines Lebens, Penguin, München 2025.

Weblinks[Bearbeiten]

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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