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Lindera

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Lindera
Datei:Lindera umbellata 200604.jpg

Lindera umbellata

Systematik
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Magnoliids
Ordnung: Lorbeerartige (Laurales)
Familie: Lorbeergewächse (Lauraceae)
Gattung: Lindera
Wissenschaftlicher Name
Lindera
Thunb.

Lindera, auch Fieberstrauch, ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae). Die etwa 100 Arten kommen hauptsächlich in Asien vor.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Lindera benzoin (L.) Blume var. benzoin Northern spicebush.tiff
Illustration von Lindera benzoin

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Lindera-Arten sind verholzende Pflanzen. Ihre Laubblätter stehen wechsel- bis gegenständig und sind meist fiederadrig, seltener mit drei Hauptadern versehen.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blütenstände sind aus 3 bis 15 Blüten bestehende Pseudodolden, die wiederum in einer gelegentlich gedrängten Traube stehen. Sie stehen an Kurztrieben oder sind aufsitzend. Vor der Blütezeit ist der Blütenstand von Tragblättern begleitet, die kreuzständig stehen und oftmals beständig sind.

Die Blüten sind dreizählig oder unregelmäßig gebaut und getrenntgeschlechtig. Sie haben bis zu sechs gleichgestaltige Blütenhüllblätter, diese können jedoch auch vollständig fehlen oder während der Blütezeit abfallen. Die männlichen Blüten weisen 9 bis 15 fertile Staubblätter auf, am innersten Staubblattkreis finden sich an der Basis der Staubfäden Drüsen. Meist sind die Staubfäden länger als die Staubbeutel, die wiederum aus zwei Kammern bestehen und nach innen oder seitlich gerichtet sind. Der verkümmerte Fruchtknoten ist nur sehr fein oder gar nicht vorhanden. Der Blütenboden ist klein und flach. Die weiblichen Blüten weisen eine variable Zahl an Staminodien auf und haben einen nur schwach ausgeprägten Blütenboden.

Die Frucht ist mit einem kleinen Fruchtbecher versehen oder steht frei an einem verdickten Stiel. Die Blütenhüllblätter sind an den Früchten meist nicht beständig.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Datei:Lindera benzoin.jpg
Gewürzbusch (Lindera benzoin)
Datei:Lindera praecox 1.JPG
Frühzeitiger Fieberstrauch (Lindera praecox)
Datei:Lindera triloba fruit.JPG
Laubblätter und Früchte von Lindera triloba
Datei:Lindera obtusiloba - leaves.jpg
Sektion Palminerviae: Laubblätter des Stumpflappigen Fieberstrauchs (Lindera obtusiloba) in Herbstfärbung
Datei:Lindera neesiana Dried fruit Nepal.jpg
Sektion Polyadenia: Lindera neesiana: Getrocknete Früchte, als Gewürz verwendet

Die Gattung Lindera wurde 1783 durch Carl Peter Thunberg in Nova genera plantarum Band 3 Seite 64 aufgestellt. Der Gattungsname wurde konserviert. Der Gattungsname Lindera ehrt den schwedischen Arzt und Botaniker Johan Linder (1676–1723).

Die meisten Lindera-Arten kommen in Asien vor, drei Arten kommen in Nordamerika (Lindera benzoin, Lindera melissifolia und Lindera subcoriacea) und eine Art (Lindera queenslandica) kommt in Australien vor.

Die Gattung Lindera gehört zur Tribus Laureae innerhalb der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae). Eine infragenerische Einteilung der Gattung unterteilt sie in acht Sektionen, kombinierte molekularbiologische und morphologische Untersuchungen zeigten jedoch, dass die Gattung Lindera im klassisch anerkannten Umfang nicht monophyletisch ist.<ref name="Li08" />

Auswahl der Sektionen und Arten (nach<ref name="Li08" />):

Weitere Arten (ohne Zuordnung zu einer Sektion):

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Li08"> Jie Li, John G. Conran, David C. Christophe, Zhi-Ming Li, Lang Li, Hsi-Wen Li: Phylogenetic Relationships of the Litsea Complex and Core Laureae (Lauraceae) using ITS and ETS Sequences and Morphology, In: Annals of the Missouri Botanical Garden, Band 95, Nr. 4, 2008. S. 580–599, DOI:10.3417/2006125.9504. </ref> <ref name="FoC"> Hongbin Cui, Henk van der Werff: Lindera Thunberg., S. 142 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 7 - Menispermaceae through Capparaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2008, ISBN 978-1-930723-81-8. </ref> <ref name="Zander2008"> Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Arten und Sorten. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7. </ref> </references>

Historische Literatur[Bearbeiten]

  • Jens G. Rohwer: Lauraceae. In: Klaus Kubitzki, Jens G. Rohwer, Volker Bittrich (Hrsg.): The Families and Genera of Vascular Plants. Volume 2: Flowering Plants, Dicotyledons, Magnoliid, Hamamelid and Caryophyllid Families. Springer, Berlin/Heidelberg/New York 1993, ISBN 3-540-55509-9, S. 389.
  • Otto Warburg: Die Pflanzenwelt. Band 2, Seite 52. Leipzig, Bibliographisches Institut 1923.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Lindera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien