Linnahall
Die Tallinna Linnahall (deutsch: „Tallinner Stadthalle“, früher W.-I.-Lenin-Palast für Kultur und Sport) ist eine Multifunktionshalle in der estnischen Hauptstadt Tallinn. Sie war bis zur Einweihung der Saku Suurhall im November 2001 die größte Mehrzweckhalle Estlands.
Geschichte[Bearbeiten]
Die Linnahall wurde zu den Olympischen Sommerspielen 1980 als W.-I.-Lenin-Palast für Kultur und Sport fertiggestellt. Die Spiele fanden in Moskau, die Segelwettbewerbe in Tallinn statt.<ref name=":0">Linnahall. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. Dezember 2016; abgerufen am 10. Februar 2018.</ref>
Das Gebäude wurde seit 1980 als Mehrzweckhalle für Kultur- und Sportveranstaltungen genutzt. Neben dem großen Saal (5000 Sitzplätze)<ref name=":0" /> umfasste sie eine Eissporthalle und verschiedene Cafés. Im 6000 m² großen Foyer des Konzertsaals fanden regelmäßig Ausstellungen statt.
Die Halle ist ein Entwurf der estnischen Architekten Raine Karp und Riina Altmäe.<ref name=":0" /> Beide standen vor der schwierigen Aufgabe, den Blick auf die Tallinner Altstadt von der Meeresseite aus zu erhalten sowie die zum Hafen führende Eisenbahnlinie nicht zu unterbrechen.
Seit seiner Gründung im Jahr 2002 bis zur Auflösung 2009 trug der Eishockeyclub Tallinn Stars seine Heimspiele in der Halle aus.
Im Juni und Juli 2019 diente der Außenbereich und Saal der Linnahall als Drehort für die Anfangsszenen des Films Tenet.
Aktueller Zustand[Bearbeiten]
Über den Erhalt des gigantischen Architekturdenkmals wird seit vielen Jahren in Estland lebhaft gestritten. Dabei bleibt auch 2026 unklar, ob das Gebäude in Gänze oder nur in Teilen saniert werden kann. Unter anderem die ehemalige Eissporthalle könnte abgerissen werden.<ref>Muinsuskaitse: linnahall on endiselt väga väärtuslik ja peab säilima. Abgerufen am 4. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Bau ist weitgehend dem Verfall preisgegeben. Dennoch ist die Linnahall sowohl bei Einheimischen als auch Touristen als Treffpunkt beliebt, da man von ihrem Dach aus einen Ausblick auf die Ostsee und die Stadt hat. Der Saal, Garderobenbereich und weitere Räume können über öffentliche Führungen des Estonian Centre for Architecture besichtigt werden (Stand 2026).
Weblinks[Bearbeiten]
- Offizielle Internetseite (estnisch)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references/>
Koordinaten: 59° 26′ 53″ N, 24° 45′ 10″ O
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