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Linter

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Linter
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Bevölkerungsdichte: 931 Einwohner/km²
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Postleitzahl: 65550
Vorwahl: 06431
Datei:Karte-Linter-in-Limburg.png
Karte
Linter als Ortsteil von Limburg

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Linter ist ein Stadtteil der Kreisstadt Limburg an der Lahn im mittelhessischen Landkreis Limburg-Weilburg.

Geographie[Bearbeiten]

Datei:Linter Straßenzug.jpg
Hauptstraße Mainzer Straße in Richtung Limburg gesehen

Linter liegt rund drei Kilometer südöstlich der Stadtmitte Limburgs an der B 417 (Hühnerstraße). Der alte Ortskern weist die typische, langgezogene Form eines Straßendorfs auf, obschon inzwischen vor allem im Nordwesten Neubaugebiete dazugekommen sind. Linter selbst liegt auf 180 Metern Höhe. Die Gemarkung ist weitgehend eben („Linterer Platte“ im Limburger Becken) und steigt nur nach Süden hin leicht auf bis zu 195 Meter an. Das kleine „Linterer Wäldchen“ am Nordrand des Ortes liegt auf Eschhofener Gemarkung. Die Linterer Gemarkung selbst besteht außerhalb der Bebauung fast ausschließlich aus landwirtschaftlich genutzter Fläche.

Die halbkreisförmig nach Norden gewölbte Gemarkung grenzt im Nordwesten an die der Kernstadt Limburg. Nach Osten folgen Lindenholzhausen und Eschhofen. Im Süden grenzt Linter an den Hünfeldener Ortsteil Mensfelden. Die westliche Gemarkungsgrenze bildet zugleich die Landesgrenze nach Rheinland-Pfalz, wo sich die Ortsgemeinde Holzheim anschließt.

Geschichte[Bearbeiten]

Datei:Linter-Hauptstrasse-1935.jpg
Hauptstraße um 1935
Datei:Linter alte Schule.jpg
Ehemaliges Schulgebäude, bis 1981 genutzt

Ortsgeschichte[Bearbeiten]

Älteste menschliche Spuren sind Hügelgräber im Linterer Wäldchen, die auf 1550 bis 1200 v. Chr. datiert werden.

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Linter erfolgte unter dem Namen Linthere im Jahr 1195 in einem Güterverzeichnis des Klosters Eberbach. Berichte über eine oder sogar zwei Raubritterburgen in Linter, die von den Limburger Bürgern zerstört worden sein sollen, lassen sich heute nicht mehr belegen.

Der Ortsname entstand in Anlehnung an den Bach Lint, der sich früher durch das Dorf schlängelte und heute versiegt ist. Der Bach, der auch der Stadt Limburg ihren Namen gab, ist nach der keltischen Bezeichnung für ein Gewässer benannt. Auf dem Linterer Wappen ist ein Frosch zu sehen, da der Bach sehr amphibienreich war. Der Spitzname für die Einwohner lautet deshalb „Frösche“.

Im Mittelalter gehörte Linter zur Grafschaft Diez (spätestens 1406 im Amt Flacht), ab 1564 zu Nassau-Dillenburg, war damit also für die benachbarte Stadt Limburg „Ausland“. Für 1433 ist erstmals ein Heimberger als Gemeindevorsteher genannt, später übernahmen die Bürgermeister diese Funktion, die zunächst nur nachgeordnete Gemeinderechner gewesen waren. Ab 1586 gab es ein Rathaus. 1643 war Linter wegen des Dreißigjährigen Krieges vollkommen entvölkert. Der 1596 verbürgte Flurname „im Altendorff“ deutet auf eine Wüstung in der Gemarkung hin, die bisher archäologisch nicht nachgewiesen werden konnte.

Konfessionell wechselte Linter nach der 1529 durchgeführten Reformation mehrfach zwischen dem lutherischen und dem calvinistischen Bekenntnis. Kirchdorf und damit auch Schulstandort war spätestens ab 1433 das benachbarte Mensfelden. Noch heute gehören beide Orte der gleichen evangelischen Pfarrei an. 1725 wurde ein eigener Schulbetrieb im Backhaus (abgerissen, Standort zwischen den heutigen Häusern Mittelgasse 4 und Langgasse 3) aufgenommen. Noch vor 1750 folgte der Bau des ersten Schulhauses (heute Langgasse 14), in dem sich auch ein Betsaal und die Amtsstube des Bürgermeisters befanden. 1873 wurde die zweite Schule errichtet, die ebenfalls zeitweise als Bürgermeistersitz diente. 1981 war die heutige Grundschule fertiggestellt.

Datei:Linter katholische Kirche.jpg
Katholische Kirche
Datei:Linter evangelische Kirche.jpg
Evangelische Kirche

Erst 1817 wurde ein eigener Friedhof für Linter angelegt. Ab 1885 fanden Gottesdienste im Betsaal der Schule statt und 1952 wurde die Kirche eingeweiht, der im folgenden Jahr Gemeinderäume und ein Kindergarten folgten. Zuvor hatte es seit 1933 einen Kindergarten gegeben. Mit dem Zuzug der Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt Linter wieder einen bedeutenden katholischen Bevölkerungsanteil, für den 1960 eine eigene Kirche und 1993 ein Gemeindezentrum erbaut wurde. Darüber hinaus existierten ein älteres Gemeindehaus, das 1968 abgerissen wurde, und ein Spritzenhaus neben dem Backhaus, das in den 1960er Jahren abgebrochen wurde.

Der heutige Straßenverlauf von Limburg nach Linter wurde erst 1780 angelegt. Zuvor führte die Straße am Ort vorbei nach Diez. Im Jahr 1900 gab es den ersten Fernsprecher in Linter.

Am 24. April 1910 musste der Zeppelin Z II bei Linter notlanden. Am folgenden Tag riss sich das Luftschiff los und zerschellte schließlich an einem Felsen nahe Weilburg. Während des Zweiten Weltkrieges befand sich bei Linter ein kleineres militärisches Flugfeld mit einer Flakbatterie.

Datei:Linter Friedhofskapelle.jpg
Friedhofskapelle

1998 wurde die Grundschule ausgebaut, 1999 wurde ein zweiter Kindergarten gebaut. 2003 wurde die alte Turnhalle abgerissen, um einem moderneren Dorfgemeinschaftshaus zu weichen. Dieses Bürgerhaus steht nun seit 2004 im Mittelpunkt des Linterer Vereinslebens. Das benachbarte Hallenbad wurde im gleichen Jahr geschlossen und dient inzwischen als Kegelbahn.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Zum 1. Juli 1974 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Linter im Zuge der Gebietsreform in Hessen kraft Landesgesetz als Stadtteil in die Kreisstadt Limburg an der Lahn eingemeindet.<ref>Vorlage:HessAmtsBL</ref><ref>Der BibISBN-Eintrag [[Vorlage:BibISBN/Skriptfehler: Ein solches Modul „URIutil“ ist nicht vorhanden.]] ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen [[[:Vorlage:Neuer Abschnitt/URL]] <span title="Vorlage:bibISBN/Skriptfehler: Ein solches Modul „URIutil“ ist nicht vorhanden. (Seite nicht vorhanden)">neuen Eintrag] an.</ref> Für Linter, wie für alle Stadtteile von Limburg, wurde ein Ortsbezirk eingerichtet.<ref name="HS">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF; 1,18 MB) § 3Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Stadt Limburg, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick[Bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Linter angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Bevölkerung[Bearbeiten]

Einwohnerentwicklung

Linter ist der am schnellsten gewachsene Stadtteil Limburgs; die Einwohnerzahl wurde seit 1970 verdreifacht. Damit ist es nach der Kernstadt und Lindenholzhausen der drittgrößte Stadtteil. Linter beherbergt derzeit 56 Nationalitäten (Stand 2007) mit einem Ausländeranteil von rund elf Prozent.

In historischer Zeit datiert die erste überlieferte Einwohnerzählung auf 1532 mit elf Feuerstellen. 1607 wurden 25 Männer gezählt. Nach der vollständigen Entvölkerung durch den Dreißigjährigen Krieg stieg die Anzahl der Haushalte erst kurz vor Ende des 17. Jahrhunderts dauerhaft über zehn an. 1750 wurden 85 Einwohner gezählt, 1818 waren es 161 Einwohner.

Vorlage:LAGIS Einwohner Diagramm

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Linter 3021 Einwohner. Darunter waren 231 (7,6 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 543 Einwohner unter 18 Jahren, 1305 zwischen 18 und 49, 639 zwischen 50 und 64 und 534 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 1308 Haushalten. Davon waren 408 Singlehaushalte, 318 Paare ohne Kinder und 420 Paare mit Kindern, sowie 141 Alleinerziehende und 18 Wohngemeinschaften. In 246 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 927 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

• 1885: 386 evangelische (= 92,79 %), 30 katholische (= 7,21 %) Einwohner<ref name="lagis" />
• 1961: 585 evangelische (= 77,38 %), 169 katholische (= 22,35 %) Einwohner<ref name="lagis" />

Politik[Bearbeiten]

Für den Stadtteil Linter besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Linter) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat Linter besteht aus neun Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 48,95 %. Dabei wurden gewählt: vier Mitglieder der SPD, vier Mitglieder der CDU und ein Mitglied des Bündnis 90/Die Grünen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Stadt Limburg a. d. Lahn; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Der Ortsbeirat wählte Heiko Welker (SPD) zum Ortsvorsteher.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Stadt Limburg an der Lahn; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Datei:Linter Feuerwehrhaus.jpg
Feuerwehrhaus

Kulturdenkmäler[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

  • Der TuS Linter 1897 e. V. mit den Abteilungen Fußball, Tischtennis, Turnen, Tanzen, Zumba ist mit rund 560 Mitgliedern der größte Verein des Orts.
  • Der 1930 gegründete Rassegeflügelzuchtverein verfügt über eine 2,2 Hektar umfassende Zuchtanlage.
  • Die Freiwillige Feuerwehr Linter wurde 1935 gegründet und besitzt seit 1970 eine Jugendfeuerwehr und seit 2011 zusätzlich eine Kinderfeuerwehr.
  • Weitere Vereine sind der Landfrauenverein und der Förderverein Grundschule Linter.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Datei:Linter Gemeinschaftshaus.jpg
Gemeinschaftshaus
  • Grundschule Linter
  • Jugendraum im Bürgerhaus
  • Katholische Kirche/Gemeindezentrum St. Johannes Nepomuk
  • Kindergarten St. Therese

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Limburg-Linter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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  • Internetauftritt der Stadt Limburg
  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ortsgeschichte, InfosSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Private Website; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.
  • [[[:Vorlage:LAGIS/WeblinksZ]] Linter, Landkreis Limburg-Weilburg.] Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.

Anmerkungen und Belege[Bearbeiten]

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">[[[:Vorlage:LAGIS/WeblinksZ]] Linter, Landkreis Limburg-Weilburg.] Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="Z2011E"> [Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] (PDF; 1,1 MB) In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 20 und 60, archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 2020-10-27;.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> </references>

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