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Liste der Kirchen in Venedig

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Die Hauptfassade des Markusdoms bei Hochwasser
Basilica di Santi Maria e Donato auf Murano
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San Pietro di Castello

Die folgende Liste enthält die Namen aller Kirchen auf den Inseln des historischen Zentrums von Venedig und der weiteren Inseln in der Lagune von Venedig. Im historischen Zentrum der Stadt befinden sich etwa 90 Kirchen, nachgewiesen sind hier rund 170, von denen zahlreiche nicht mehr existieren. Mit den Kirchen weiterer Inseln der Lagune von Venedig werden hier insgesamt mehr als 230 Kirchen aufgelistet. Neben den dominierenden katholischen Kirchengebäuden werden auch die wenigen anderer Konfessionen berücksichtigt.

Zahlreiche Kirchengebäude und Klöster mussten im Norden der Lagune geräumt werden, als dort der Meeresspiegel anstieg. Im Zuge der napoleonischen Erlasse von 1806 und 1807 wurden zahlreiche Kirchen säkularisiert, 70 der zuvor bestehenden 187 Kirchen wurden abgerissen.<ref>Unter napoleonischer Herrschaft ab 1806 zerstörte Kirchen, Jan-Christoph Rößler.

In der ersten Phase wurden die Einrichtungen auf den Inseln aufgehoben. Diese waren auf Murano San Pietro Martire, San Mattia und San Bernardo, auf Burano San Mauro, auf Mazzorbo Santa Caterina und San Maffio, auf Pellestrina Santa Maria del Mare, in Malamocco Santa Maria dell’Orazione, dann San Cristoforo, auf den Inseln San Secondo, San Francesco del Deserto und San Giorgio in Alga. In der Stadt wurden San Nicoletto dei Frari und Santa Chiara della “Girada” in Santa Croce aufgehoben, dann San Domenico, San Francesco di Paola, San Daniele delle Vergini und Sant’Anna in Castello, dann Santa Caterina in Cannaregio, Santo Sepolcro, in San Marco darüber hinaus Santissimo Spirito, der Carmini, Santa Maria del Rosario, Santa Maria dell’Umiltà und Ognissanti in Dorsoduro, San Giacomo, Santa Croce, Santi Cosma e Damiano auf der Giudecca, dann San Giorgio Maggiore auf der Insel San Giorgio, dann Sant’Elena all’isola auf Sant’Elena. So wurden allein bis Ende Oktober 1806 in den Diözesen Venedig, Torcello und auf Malamocco und Pellestrina 18 Klöster und 13 Konvente aufgehoben (Emma Filipponi: Venezia e l’urbanistica napoleonesca: confisca e riuso degli edifici ecclesiastici tra il 1805 e il 1807, in: La rivista di engramma 111–112 (2013) 37–49, hier: S. 33).</ref> Weitere Gebäude folgten in der österreichischen Zeit, aber auch nach 1866, wie etwa beim Bau des Bahnhofs, dem Santa Lucia geopfert wurde, oder für ein Denkmal, dem 1871 San Paternian weichen musste. Viele der bestehenden Bauwerke sind inzwischen säkularisiert und werden zum Teil umgenutzt.

Eine überaus wichtige Rolle spielten Klöster (mit ihren Kirchen und Gebetsräumen), insbesondere durch Frauenorden gegründete. In historischer Zeit bestanden in Venedig 73 Einrichtungen dieser Art, von denen 1797, bevor die Stadt an Napoleon fiel, noch 49 existierten. Viele der im Norden der Lagune, also in der Peripherie der Stadt gelegene Nonnenklöster mussten dem steigenden Meeresspiegel weichen, daher bestanden 1797 allein 35 von ihnen innerhalb des historischen Zentrums. Von den 49 Klöstern bewohnten 18 Augustinerinnen, 16 Benediktinerinnen, 6 Franziskanerinnen, hinzu kamen ein bis zwei Häuser von sechs weiteren Frauenorden.<ref>Jonathan E. Glixon: Mirrors of Heaven or Worldly Theaters? Venetian Nunneries and Their Music, Oxford University Press, 2017, S. 2</ref>

Als älteste Kirchen galten traditionell San Giacomo di Rialto und San Giacomo dall’Orio, San Zaccaria, San Teodoro, San Geminiano, San Moisè und Santa Maria Formosa.<ref>Johann C. Maier: Beschreibung von Venedig, Teil I, Gottlieb Hertel, Frankfurt/Leipzig 1787, S. 5: „S. Jacopo di Rialto und S. Jacopo dall’ Orio jenſeits des grossen Canals, und disseits desselben S. Zaccaria, S. Teodoro, S. Geminiano, S. Moisè und 8. Maria Formosa“ (Digitalisat).</ref>

Dabei unterstanden die Kirchen im Stadtgebiet von Venedig erst ab 1451 mit der Schaffung des Patriarchats Venedig einer einheitlichen Rechtsprechung. Bis dahin war neben den Bischöfen von Castello (in der Frühzeit Olivolo genannt) diejenigen von Torcello zuständig, andererseits der Patriarch von Grado. Letzterer verlegte im Laufe des 11. Jahrhunderts zudem seinen Sitz in die Stadt, wodurch es zu einer Verschärfung der Rivalitäten um die Zuständigkeiten und Einnahmen kam. Papst Lucius II. verfügte, dass die Appellation an den Patriarchen von Grado seitens der Bischöfe von Castello und Torcello zugelassen werden musste. Letztere wehrten sich mit Erfolg gegen die Einmischungen des Gradesers. Ein Schiedsspruch Papst Gregors X. klärte 1233, dass die Zuständigkeit für den städtischen Klerus beim Bischof von Castello lag. Allerdings wurde Grado die Rechtsprechung über den Klerus von San Silvestro, San Matteo di Rialto, San Canzian, San Giacomo dall’Orio und San Martino zugesprochen, später auch über San Bartolomeo. San Trovaso unterstand einer gemischten Rechtsprechung.<ref>Nicolas Gillen: »Nur Gott vor Augen«. Die Strafgerichtsbarkeit des Patriarchen von Venedig (1451–1545), Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2014, S. 84.</ref>

Historisches Zentrum[Bearbeiten]

San Marco[Bearbeiten]

Datei:Chiese di San Marco.png
  • bestehende katholische Kirche
  • profanierte Kirche
  • nicht-katholische Kirche
  • zerstörte Kirche
  • San Polo[Bearbeiten]

    Datei:Chiese di San Polo.png

    Santa Croce[Bearbeiten]

    Datei:Chiese di Santa Croce.png

    Dorsoduro[Bearbeiten]

    Datei:Chiese di Dorsoduro.png

    Giudecca

    Datei:Chiese di Giudecca e San Giorgio.png

    Cannaregio[Bearbeiten]

    Datei:Chiese di Cannaregio.png
    Datei:Chiesa Santa Maria dei Miracoli (Venedig) 1.jpg
    Santa Maria dei Miracoli

    Castello[Bearbeiten]

    Datei:Chiese di Castello.png

    San Michele

    Datei:Giacomo Guardi (1764-1835) - The Island of San Cristoforo di Murano, Venice - 188 - Fitzwilliam Museum.jpg
    Giacomo Guardi (1764–1835): Die Insel San Cristoforo di Murano
    • San Cristoforo, auch San Cristoforo della Pace<ref>Flaminio Corner: Notizie storiche delle Chiese e Monasteri di Venezia, Padua 1758, S. 307–312. (Digitalisat). Ursprünglich eine eigenständige Insel, wurde der trennende Rio 1837 zugeschüttet. Johann C. Maier: Beschreibung von Venedig, Teil III,1, Gottlieb Hertel, Frankfurt/Leipzig 1791, S. 42–44. („S. Cristoforo della Pace“) (Digitalisat).</ref>
    • San Michele in Isola

    Inseln der Lagune[Bearbeiten]

    Murano[Bearbeiten]

    Datei:Chiese di Murano.png
    Datei:Giovanni Antonio Canal, il Canaletto - View of San Giovanni dei Battuti at Murano - WGA03870.jpg
    Canaletto: Vedute von San Giovanni dei Battuti auf Murano, Öl auf Leinwand, 66 mal 128 cm, um 1725–1728, Eremitage (Sankt Petersburg)

    Die Liste der Kirchen auf Murano umfasst 18 Einträge, wobei im Jahr 1856 Francesco Zanotto nur 16 kannte, von denen zu seiner Zeit nur noch vier existierten.<ref>Francesco Zanotto: Nuovissima guida di Venezia e delle isole della sua laguna nella quale si sono corretti da oltre 200 errori che s’incontrano nelle altre guide, Brizeghel, 1856, S. 678 f. (Digitalisat) mit der Liste der zerstörten Kirchen, anschließend von S. 679–686 die noch bestehenden Kirchen.</ref> Flaminio Corner listet 19 Kirchen auf, er zählt allerdings San Giacomo di Paludo und S. Erasmo dazu.<ref>Flaminio Corner: Notizie storiche delle Chiese e Monasteri di Venezia, Padua 1758, ab S. 612. (Digitalisat, Liste der Kirchen).</ref>

    Burano[Bearbeiten]

    Auf Burano kannte schon 1856 Francesco Zanotto nur eine Kirche, nämlich San Martino – obwohl die Insel 4.500 Einwohner hatte.<ref>Francesco Zanotto: Nuovissima guida di Venezia e delle isole della sua laguna nella quale si sono corretti da oltre 200 errori che s’incontrano nelle altre guide, Brizeghel, 1856, S. 687–689. (Google Books).</ref>

    Mazzorbo und Mazzorbetto[Bearbeiten]

    Auf Mazzorbo sind die meisten Kirchen verschwunden; einst bestanden dort fünf Pfarrkirchen und sechs Klöster.<ref>Maurizia Vecchi: Chiese e monasteri medioevali scomparsi della laguna superiore di Venezia. Ricerche storico-archeologiche, L'Erma di Bretschneider, Rom o. J., S. 35–37.</ref> Im Jahr 1856 kannte Francesco Zanotto insgesamt acht Kirchen und einige Klöster, von denen zu seiner Zeit schon nur noch vier existierten.<ref>Francesco Zanotto: Nuovissima guida di Venezia e delle isole della sua laguna nella quale si sono corretti da oltre 200 errori che s’incontrano nelle altre guide, Brizeghel, 1856, S. 686 f. (Digitalisat); Johann C. Maier: Beschreibung von Venedig, Teil III,1, Gottlieb Hertel, Frankfurt/Leipzig 1791, S. 71–73 (kennt von fünf ehemaligen Parochialkirchen noch zwei, dazu vier Nonnenklöster; die vier Kirchen sind S. Pietro, S. Michele, dann das Nonnenkloster S. Matteo, della Valverde, San Niccolò, ein weiteres, in dem Jungfrauen nach der Regel der hl. Clara leben, dieses ersetzte ein eingegangenes Hospital). (Digitalisat).</ref>

    Madonna del Monte[Bearbeiten]

    Auf der Insel Madonna del Monte befanden sich nacheinander drei religiöse Bauwerke. Diese waren das Benediktinerinnenkloster San Nicolò della Cavana, das von 1303 bis 1432 bestand, bis es mit Santa Caterina vereinigt wurde, danach einige Baulichkeiten von Religiosen, die den Namen des Paulus von Theben trugen, schließlich Santa Maria del Rosario, eine Kirche mit Nebengebäuden, die von ca. 1720 bis 1809 bestand.<ref>Johann C. Maier: Beschreibung von Venedig, Teil III,1, Gottlieb Hertel, Frankfurt/Leipzig 1791, S. 73 (Digitalisat).</ref>

    Torcello[Bearbeiten]

    Auf Torcello kannte 1856 Francesco Zanotto weitere sieben Kirchen, die zu seiner Zeit bereits verschwunden waren, nur zwei bestanden noch immer. Die sieben zerstörten Kirchen führt er namentlich auf (S. 691). Ausführlich stellt er den Dom (S. 692–699), knapp hingegen die Kirche Santa Fosca dar (S. 700).<ref>Francesco Zanotto: Nuovissima guida di Venezia e delle isole della sua laguna nella quale si sono corretti da oltre 200 errori che s’incontrano nelle altre guide, Brizeghel, 1856, S. 689–700. (Digitalisat).</ref> Flaminio Corner kennt darüber hinaus San Tommaso. Von den meisten Kirchen auf Torcello ist der genaue Standort gar nicht überliefert, Grabungen konnten (Stand: 1983) dementsprechend dort nicht stattfinden. Ausnahmen waren seinerzeit die Kirchen um Santa Maria Assunta sowie San Giovanni Evangelista und die „basilichetta“ di San Marco. Maurizia Vecchi konnte den ehemaligen Standort der Kirche S. Angelo di Zampanigo ermitteln.<ref>Maurizia Vecchi: Chiese e monasteri medioevali scomparsi della laguna superiore di Venezia. Ricerche storico-archeologiche, Rom 1983, S. 25 f.</ref>

    • Santa Maria Assunta (Torcello)
    • Santa Fosca (Kapelle)<ref>kein eigener Artikel</ref>
    • San Marco (Kapelle, im 18. Jh. zerstört)
    • Sant’Andrea Apostolo (Ende 14. Jh. zerstört)
    • Santa Margherita, auch Margaretha, Benediktinerinnen, Zisterzienser<ref>Lina Frizziero (Hrsg.): San Maffio di Mazzorbo e Santa Margherita di Torcello, Florenz 1965; Johann C. Maier: Beschreibung von Venedig, Teil III,1, Gottlieb Hertel, Frankfurt/Leipzig 1791, S. 69. (Digitalisat). Dazu auch Flaminio Corner (Digitalisat).</ref>
    • San Michele, auch S. Angelo di Zampanigo, Benediktinerkloster<ref>„ward 1439. dem Kloster St. Adriano auf der Insel Costanziaco einverleibt, die aber jetzt wüste liegt, und gegenwärtig in eine kleine Kappelle verwandelt ist, die unter die Gerichtsbarkeit der Familie Malvicina zu Venedig gehört.“ (Johann C. Maier: Beschreibung von Venedig, Teil III,1, Gottlieb Hertel, Frankfurt/Leipzig 1791, S. 69 f. (Digitalisat)). Um 1600 durch ein Oratorium ersetzt. Der Komplex bestand bereits um 900 (Vecchi, S. 27), im 17. Jh. war das neue Oratorium bekannt (S. 28).</ref>
    • San Pietro detto di Casacalba (Hospiz)<ref>„vom Orden der geregelten Chorherrn des h. Augustinus, ist neben dem anderen Priorat der Mönche vom Oelberge, nahe bei der Stadt auf der Insel Monte dell'Oro, dem Kapitel der Kathedralkirche einverleibt, das den größten Teil seiner Einkünfte daher bezieht.“(Johann C. Maier: Beschreibung von Venedig, Teil III,1, Gottlieb Hertel, Frankfurt/Leipzig 1791, S. 69 f. (Digitalisat))</ref>
    • San Giovanni Battista, Oratorium
    • San Giovanni Evangelista (nach 1806 zerstört), Benediktinerinnen<ref>Flaminio Corner: Notizie storiche delle Chiese e Monasteri di Venezia, Padua 1758, S. 582–585. (Digitalisat). Standort bekannt. schwere Brände 640 und 1343, die zum Neubau führten (Vecchi, S. 27).</ref>
    • Sant’Antonio Abate (Benediktinerkloster, gebaut um 1000 (Vecchi, S. 27), nach Corner Mitte 13. Jh., in der Zeit nach 1806 zerstört)<ref>Flaminio Corner: Notizie storiche delle Chiese e Monasteri di Venezia, Padua 1758, S. 585–588. (Digitalisat); Johann C. Maier: Beschreibung von Venedig, Teil III,1, Gottlieb Hertel, Frankfurt/Leipzig 1791, S. 68 f. (Digitalisat) „Venivamo a conoscere la pianta ad aula unica, l'orientazione dell'abside, il numero delle colonne, delle porte, delle finestre, delle cappelle, l'ubicazione il numero delle colonne, delle porte, delle finestre, delle cappelle, l'ubicazione del battistero, della sacrestia, del coro delle monache, l'esistenza di un portico del battistero, della sacrestia, del coro delle monache, l'esistenza di un portico esterno sorretto da 10 colonne in corrispondenza della porta maggiore volta ad esterno sorretto da 10 colonne in corrispondenza della porta maggiore volta ad aquilone. Trovavamo inoltre notizia della chiesa riservata alla clausura e circa aquilone. Trovavamo inoltre notizia della chiesa riservata alla clausura e circa locali del convento che possedeva foresteria, dormitorio a piccole celle, aree locali del convento che possedeva foresteria, dormitorio a piccole celle, aree interne coltivate, cimitero, alte mura che proteggevano l'insieme“ (Maurizia Vecchi: Chiese e monasteri medioevali scomparsi della laguna superiore di Venezia. Ricerche storico-archeologiche, Rom 1983, S. 26). Der Standort ist aus den Quellen bekannt.</ref>
    • San Tommaso (Zisterzienser, auch dei Borgognoni)
    • Namenlose, sehr alte Kirche bei S. Tommaso<ref>Maurizia Vecchi: Chiese e monasteri medioevali scomparsi della laguna superiore di Venezia. Ricerche storico-archeologiche, Rom 1983, S. 26, 27: geht möglicherweise auf einen heidnischen Tempel zurück.</ref>

    San Francesco del Deserto[Bearbeiten]

    Auf San Francesco del Deserto kannte 1856 Francesco Zanotto ein ab 1220 errichtetes Kloster, von dem nur geringe Spuren verblieben waren. Neben der legendären Gründung erfolgte 1233 die Übergabe an die „Minori conventuali“ durch Jacopo Micheli, so dass dort ein Kloster („cenobio“) entstand. Doch diese verließen die Insel und 1453 übernahmen die „Minori osservanti“ ihren Besitz. Sie wiederum blieben bis 1594, dem Jahr, in dem das Kloster an die „Riformati“ ging, die es bis zur Aufhebung des Ordens im Jahr 1806 bewohnten.<ref>Francesco Zanotto: Nuovissima guida di Venezia e delle isole della sua laguna nella quale si sono corretti da oltre 200 errori che s’incontrano nelle altre guide, Brizeghel, 1856, S. 700 f. (Digitalisat, S. 700 f.).</ref>

    • San Francesco del Deserto<ref>Flaminio Corner: Notizie storiche delle Chiese e Monasteri di Venezia, Padua 1758, S. 601–603. (Digitalisat); Cesare Augusto Levi: I campanili di Venezia. Notizie storiche, Ferdinando Ongania, Venedig 1890, S. 36: Gegründet von Giacomo Michieli 1230, dort wo Franziskus nach der Rückkehr aus Ägypten gelandet ist. Der Campanile "a punta" war 15 m hoch. Johann C. Maier: Beschreibung von Venedig, Teil III,1, Gottlieb Hertel, Frankfurt/Leipzig 1791, S. 74 (Digitalisat): „Die Insel St. Francesko del Diserto ward 1233. von Jakob Micheln den Minoriten geschenkt, unter welchen ein gewisser Bernardino dem Kloster St. Francesko della Vigna zu Venedig, seinen Ursprung gab. Jezo besizzen sie die Riformati dieses nemlichen Ordens.“.</ref>

    Santo Spirito[Bearbeiten]

    Die Kirche Santo Spirito auf der gleichnamigen Insel entstand im 15. Jahrhundert. Geweiht wurde sie im Jahr 1505. Der ursprüngliche Campanile wurde abgerissen.<ref>Cesare Augusto Levi: I campanili di Venezia. Notizie storiche, Ferdinando Ongania, Venedig 1890, n. 168, S. 104.</ref>

    Sant’Angelo della Polvere[Bearbeiten]

    Auf Sant’Angelo della Polvere kannte 1856 Francesco Zanotto ein Kloster und eine Kirche, die von einem Brand im Jahr 1689 zerstört wurden – danach erfolgte eine rein militärische Nutzung der Insel.<ref>Francesco Zanotto: Nuovissima guida di Venezia e delle isole della sua laguna nella quale si sono corretti da oltre 200 errori che s’incontrano nelle altre guide, Brizeghel, 1856, S. 702 f.</ref>

    San Secondo[Bearbeiten]

    Auf der Insel San Secondo kannte 1856 Francesco Zanotto ein Kirchlein und ein kleines Benediktinerkloster, deren Bewohner 1806 die Insel verlassen mussten, um in das Kloster bei der Gesuati-Kirche an den Zattere umzuziehen.<ref>Francesco Zanotto: Nuovissima guida di Venezia e delle isole della sua laguna nella quale si sono corretti da oltre 200 errori che s’incontrano nelle altre guide, Brizeghel, 1856, S. 702.</ref> Flaminio Corner kannte zudem eine „Chiesa di Santa Maria di Nazareth, de’ padri Carmelitani scalzi“.<ref>Flaminio Corner: Notizie storiche delle Chiese e Monasteri di Venezia, Padua 1758, S. 274–281. (Digitalisat)</ref>

    San Servolo[Bearbeiten]

    Auf der Insel San Servolo befand sich eine gleichnamige Kirche, s. San Servolo (Venedig).

    San Giorgio in Alga[Bearbeiten]

    Auf der Insel San Giorgio in Alga befand sich eine Kirche desselben Namens.<ref>Flaminio Corner: Notizie storiche delle Chiese e Monasteri di Venezia, Padua 1758, S. 500–506 (Digitalisat); Cesare Augusto Levi: I campanili di Venezia. Notizie storiche, Ferdinando Ongania, Venedig 1890, S. 43: Carmelitani scalzi; um 1200 von der Familie Gattara gegründet; geweiht 1228; in den Jahren bis 1458 renoviert und geweiht (Veduten von A. Sandi und Tosini, bzw. A. Lazzari).</ref>

    Lido[Bearbeiten]

    Sant’Erasmo[Bearbeiten]

    • Sant’Erasmo del Lido
    • Chiesa di Cristo Re<ref>Marcello Brusegan: Guida insolita ai misteri, ai segreti, alle leggende e alle curiosità delle chiese di Venezia, Newton Compton, 2004, S. 343 f.: Geweiht am 27. Oktober 1929, kurz nach der Einrichtung der Gemeinde Sant'Erasmo (1926). Geplant von Brenno Del Giudice, entstand ein einschiffiges Gebäude. Im Inneren findet sich ein Martirio di Sant'Erasmo aus der Tintoretto-Schule.</ref>

    San Lazzaro degli Armeni[Bearbeiten]

    Datei:Armeni Giacomo Guardi.jpg
    Giacomo Guardi: Vedute der Inselkirche

    Lazzaretto Vecchio[Bearbeiten]

    Auf der Insel Lazzaretto Vecchio befand sich die Kirche Santa Maria del Lazzaretto Vecchio.<ref>Flaminio Corner: Notizie storiche delle Chiese e Monasteri di Venezia, Padua 1758, S. 554–556 (Digitalisat)</ref>

    San Clemente[Bearbeiten]

    San Giacomo in Paludo[Bearbeiten]

    Auf der Insel San Giacomo in Paludo befindet sich die Kirche San Giacomo.<ref>Flaminio Corner: Notizie storiche delle Chiese e Monasteri di Venezia, Padua 1758, S. 664–666 (Chiesa di S. Giacomo, detto di Paludo.). (Digitalisat); Johann C. Maier: Beschreibung von Venedig, Teil III,1, Gottlieb Hertel, Frankfurt/Leipzig 1791, S. 73 (kennt von fünf ehemaligen Parochialkirchen noch zwei, dazu vier Klöster). (Digitalisat).</ref>

    Poveglia[Bearbeiten]

    Ehemalige Inseln Ammiana und Costanziaco[Bearbeiten]

    Auf den untergegangenen Inseln Ammiana und Costanziaco bestanden Kirchen, die schon zur Zeit der Republik Venedig aufgegeben werden mussten. Zu diesen zählten San Lorenzo, San Marco, Santi Sergio e Bacco, Santi Massimo e Marciliano (beide auf Costanziaco), dann die beiden Nonnenklöster Santi Apostoli Filippo e Giacomo und Sant’Angelo sowie das Haus der Regularkanoniker Sant’Andrea Apostolo (alle drei auf Ammiana). Hinzu kamen das 1419 aufgegebene Benediktinerkloster Santi Felice e Fortunato di Ammiana sowie Sant’Andrea di Ammiana, das 1436 aufgehoben wurde. Von letzter ist nichts bekannt, außer, dass sie reich an kostbarem Marmor war, der auf Senatsbeschluss in San Marco in Venedig wiederverwendet wurde. Im Staatsarchiv fand sich eine Aquarellzeichnung des „Palludo“, wo einst das Kloster Sant’Andrea stand, mit der Lage des Komplexes.

    Von San Giovanni, so erläutert Flaminio Corner (S. 669), sei weder die Gründungszeit bekannt, noch der Zeitpunkt der Aufhebung. Auf Costanziaco war Sant’Adriano Martire, auch Sant’Adriano de Mani genannt, das bedeutendste Kloster. Nur wenig war Flaminio Corner über Santi Sergio e Bacco bekannt, ebenso wie Santi Massimo e Marcelliano, die er aus der Chronik des Andrea Dandolo kennt. Schließlich nennt er ein Benediktinerinnenkloster namens Santi Giovanni e Paolo und ein ebenfalls aufgegebenes Kloster von Regularkanonikern namens Santa Maria Maddalena, das nach 1416 in Santa Caterina di Mazzorbo aufging.<ref>Flaminio Corner: Notizie storiche delle Chiese e Monasteri di Venezia, Padua 1758, S. 667–670 (Digitalisat)</ref> Corner nennt allerdings nicht die Klöster S. Moro, das 1229 als Benediktinerinnenkloster anerkannte S. Maffio (venez. für S. Matteo) und S. Piero (Pietro).<ref>Renato D’Antiga: Guida alla Venezia bizantina. Santi, reliquie e icone, Casadei libri, 2005, S. 16.</ref>

    Die Insel Santa Cristina stellte eine der vier Inseln dar, aus denen der Kern von Ammiana bestand. Dort entstand eine San-Marco-Kirche, die später Santi Marco e Cristina, schließlich nur noch Santa Cristina hieß. Dort entstand 1205 ein Benediktinerinnenkloster, das allerdings 1432, bereits in Ruinen, endgültig aufgegeben werden musste (Vecchi, S. 31). Vincenzo Coronelli vermerkt in seinem Isolario von 1696/1697, dass zu seiner Zeit an der Stelle des aufgelösten Klosters eine kleine Kirche stand, die der N. D. Bergonci Antelmi gehörte, und dass man dort deutlich „molte vestigia di fabbricati antichi sotterranei“, also zahlreiche Überreste unterirdischer Bauwerke sehen konnte. Ihr Standort erschließt sich aus einem Plan im Museo Correr (Vecchi, S. 31).

    Literatur[Bearbeiten]

    Datei:Il ritratto di Venezia - diviso in due parti - nella prima, si descriuono breuemente tutte le Chiese della Città..., nella seconda si dà breue Relazone del Gouerno della Republica... (IA A001018).pdf
    Titelblatt von Marcantonio Giustinianos Il ritratto di Venezia von 1684
    Datei:I campanili di Venezia; notizie storiche (IA icampanilidivene00levi).pdf
    Titelblatt von Levis Campanili di Venezia, Venedig 1890

    Überblickswerke[Bearbeiten]

    • Herbert Rosendorfer: Kirchenführer Venedig, Edition Leipzig, 2008, 2. Aufl., E. A. Seemann, 2013.
    • Ennio Concina: Kirchen in Venedig. Kunst und Geschichte, Hirmer, München 1996.

    Untergegangene Kirchen[Bearbeiten]

    • Elena Bassi: Tracce di chiese veneziane distrutte. Ricostruzioni dai disegni di Antonio Visentini, Venedig 1997.
    • Fabio Tonizzi, Gianni Bernardi, Carlo Urbani: Napoleone e la Chiesa : il caso Venezia : un nuovo volto per la Chiesa veneziana attraverso la riorganizzazione delle parrocchie in età napoleonica, Marcianum Press, 2012.<ref>Tonizzi zur Religionspolitik Napoleons, Urbani zur Auflösung der Klöster und Konvente, Bernardi zu neuen Pfarrgemeinden, </ref>
    • Alvise Zorzi: Venezia scomparsa. Storia di una secolare degradazione, Electa, Mailand 1972, Mondadori, 2001.
    • Emma Filipponi: Venezia e l’urbanistica napoleonica: confisca e riuso degli edifici ecclesiastici tra il 1805 e il 1807, engramma, Nov. 2013. (online)

    Glockentürme/Campamili[Bearbeiten]

    • Tudy Sammartini, Daniwel Resini: Die Türme von Venedig, Hirmer, München 2002, ISBN 3-7774-9440-2.
    • Cesare Augusto Levi: I campanili di Venezia. Notizie storiche, Ferdinando Ongania, Venedig 1890 (nennt 178 Kirchen). (Digitalisat)

    Inschriften[Bearbeiten]

    Musik[Bearbeiten]

    • Elena Quaranta: Oltre San Marco. Organizzazione e prassi della musica nelle chiese di Venezia nel Rinascimento, Leo Samuel Olschki, Florenz 1998.

    Ältere Werke[Bearbeiten]

    • Marco Boschini: Le ricche miniere della pittura veneziana, Francesco Nicolini, Venedig 1674. (Digitalisat)
    • Antonio Maria Zanetti: Della pittura veneziana e delle opere pubbliche de’ veneziani maestri libri V, Albrizzi, Venedig 1771. (Digitalisat)
    • Antonio Maria Zanetti: Descrizione di tutte le pubbliche pitture della citta’ di Venezia e isole circonvicine: o sia Rinnovazione delle Ricche minere di Marco Boschini, colla aggiunta di tutte le opere, che uscirono dal 1674. sino al presente 1733, Pietro Bassaglia al segno della Salamandra, Venedig 1733. (Digitalisat)
    • Flaminio Corner: Notizie storiche delle chiese e monasteri di Venezia, e di Torcello, tratte dalle chiese veneziane, e torcellane, Giovanni Manfrè, Padua 1758. (Digitalisat)
    • Johann C. Maier: Beschreibung von Venedig, Teil I, Christian Gottlieb Hertel, Frankfurt/Leipzig 1787. (Digitalisat bei archive.org), Teil III,1, , Christian Gottlieb Hertel, Frankfurt/Leipzig 1791 (Digitalisat bei Münchner Digitale Sammlungen)
    • Giambattista Gallicciolli: Delle memorie Venete antiche, profane ed ecclesiastiche, Bd. 4, Domenico Fracasso, Venedig 1795. (Digitalisat)
    • Luigi Perotti: Memoria sui luoghi pii e sulle confraternite laiche di Venezia, Pietro Naratovich, Venedig 1846. (Google Books)

    Bibliographien[Bearbeiten]

    • Bibliographie, in: Pascal Vuillemin: Parochiæ Venetiarum. Les paroisses de Venise au Moyen Âge, Classiques Garnier, Paris 2018, S. 607–686.

    Weblinks[Bearbeiten]

    Commons: Kirchen in Venedig – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

    Siehe auch[Bearbeiten]

    Einzelnachweise[Bearbeiten]

    <references />