Brechnussgewächse
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| Datei:Strychnos ignatii - Köhler–s Medizinal-Pflanzen-132.jpg
Ignatius-Brechnuss (Strychnos ignatii), Illustration | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Loganiaceae | ||||||||||||
| R.Br. ex Mart. |
Die Brechnussgewächse oder Loganiengewächse (Loganiaceae) ist eine Familie in der Ordnung der Enzianartigen (Gentianales) innerhalb der Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliopsida). Die etwa 13 Gattungen sind fast weltweit verbreitet. Einige Arten enthalten stark giftige Indolalkaloide.
Beschreibung[Bearbeiten]
Es sind meist immergrüne, verholzende Pflanzen; Bäume, Sträucher oder Lianen, seltener krautige Pflanzen. Wenige Arten sind Epiphyten. Manche Arten besitzen Dornen. Meistens sind die Laubblätter wechselständig und ganzrandig. Meist sind Nebenblätter vorhanden.
Selten sind die Arten zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Die zymösen Blütenstände sind end- oder achselständig oder rami- bis kauliflor. Die Blüten erscheinen manchmal einzeln. Die Blüten sind meist zwittrig und vier- oder fünfzählig. Die Kelchblätter sind röhrig verwachsen. Die Kronblätter sind zu einer Kronröhre verwachsen. Es ist nur ein Kreis mit vier oder fünf fertilen Staubblättern vorhanden. Zwei Fruchtblätter sind zu einem meist oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Es können Nektarien vorhanden sein, meist am Fruchtknoten.
Es werden Kapselfrüchte, Beeren oder Steinfrüchte gebildet. Manchmal sind die Samen geflügelt.
Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]
Die Familie Loganiaceae wurde 1827 durch Robert Brown in Carl Friedrich Philipp von Martius: Nova Genera et Species Plantarum ..., 2, S. 133<ref name="biodiversitylibrary" /> aufgestellt. Typusgattung ist Logania Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.Br. <ref name="Tropicos" /> Synonyme von Loganiaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.Br. ex Mart. nom. cons. sind: Antoniaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hutchinson, Gardneriaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Perleb, Geniostomataceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.Struwe & V.Albert, Spigeliaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Berchtold & J.Presl, Strychnaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Perleb. Nach manchen Klassifikationen (vor allem bei der Systematik der Bedecktsamer nach Tachtadschjan) wird die Familie der Loganiengewächse auch auf vier Familien: Strychnaceae, Antoniaceae, Spigeliaceae und Loganiaceae aufgeteilt. Aktuelle genetische Analysen bestätigen aber die Zusammengehörigkeit zu einer Familie. In der Ordnung der Gentianales sind Loganiaceae die ursprünglichste Familie.
Die Familie Loganiaceae ist fast weltweit verbreitet, fehlt aber in Europa. Die Areale liegen hauptsächlich in den Tropen und Subtropen. Ein Zentrum der Artenvielfalt ist Australien und Neukaledonien.
In der Familie Loganiaceae gibt es etwa 13 Gattungen mit etwa 420 Arten:<ref name="GRIN" />
- Antonia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pohl: Sie enthält nur die Art:
- Antonia ovata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pohl: Sie ist in Südamerika verbreitet.<ref name="Mabberley2008" />
- Bonyunia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.H.Schomb. ex Progel: Die etwa vier Arten sind in Südamerika verbreitet.<ref name="Mabberley2008" />
- Gardneria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wall. (Syn.: Pseudogardneria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Racib.): Die etwa fünf Arten sind in Indien, im zentralen Japan und in Java beheimatet.<ref name="Mabberley2008" />
- Geniostoma Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.R.Forst. & G.Forst. (Syn.: Anasser Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Juss.): Mit etwa 24 Arten sind in Malesien, Neuseeland, Japan und Tahiti verbreitet.<ref name="Mabberley2008" />
- Labordia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gaudich.: Die etwa 16 Arten kommen nur auf Hawaii vor.
- Logania Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.Br. (Syn.: Nautophylla Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Guillaumin): Die etwa 35 Arten sind Australien und Neuseeland verbreitet.
- Mitrasacme Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Labill.: Von den etwa 54 Arten kommen 48 in Australien, 43 nur dort vor. Es gibt auch Arten im östlichen Asien, Indomalesien, Neuseeland und Neukaledonien.<ref name="Mabberley2008" />
- Mitreola Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. (Syn.: Cynoctonum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.F.Gmel.): Die etwa sieben Arten kommen in Afrika, Asien, in der Neuen Welt und auf pazifischen Inseln vor. In China gibt es vier Arten.
- Neuburgia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Blume (Syn.: Couthovia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.Gray, Crateriphytum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Scheff. ex Koord.): Die zehn bis zwölf Arten kommen in Malesien und auf pazifischen Inseln vor.<ref name="Mabberley2008" />
- Norrisia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gardner: Die nur zwei Arten kommen im westlichen Malesien vor.<ref name="Mabberley2008" />
- Spigelia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. (Syn.: Coelostylis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Torr. & A.Gray ex Endl. & Fenzl, Pseudospigelia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Klett): Die etwa 50 Arten sind in der Neotropis verbreitet.
- Spigelia genuflexa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Popovkin & Struwe kommt im östlichen Brasilien vor.
- Brechnüsse (Strychnos Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L., Syn.: Atherstonea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pappe, Scyphostrychnos Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.S.Moore): Die etwa 190 Arten sind in den tropischen bis warm-gemäßigten Gebieten weltweit verbreitet. In Afrika kommen etwa 75 Arten vor. Einige Arten liefern Holz oder werden als Zierpflanzen verwendet. Die medizinischen Wirkungen einiger Arten wurden untersucht.<ref name="Mabberley2008" />
- Usteria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Willd.: Sie enthält nur die Art:
- Usteria guineensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Willd.: Sie kommt im tropischen Afrika vor und besitzt zygomorphe Blüten mit nur einem Staubblatt.
Die monotypische Gattung Desfontainia mit der einzigen Art Desfontainia spinosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ruiz & Pav., die früher auch in die Familie Loganiaceae eingeordnet wurde, bildet heute die Familie Desfontainiaceae.
Bilder[Bearbeiten]
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Strychnos spinosa Habitus und Früchte
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Strychnos spinosa Frucht
Illustrationen:
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Gewöhnliche Brechnuss (Strychnos nux-vomica)
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Gift-Brechnuss (Strychnos toxifera)
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Strychnos wallichiana (Syn.: Strychnos colubrina)
Quellen[Bearbeiten]
- Die Familie der Loganiaceae bei der APWebsite.
- Beschreibung der Familie der Loganiaceae bei DELTA von L. Watson & M. J. Dallwitz.
- Loganiaceae bei Families of Flowering Plants of Australia.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="GRIN">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="Tropicos"> Loganiaceae bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="biodiversitylibrary"> Erstveröffentlichung eingescannt bei biodiversitylibrary.org.</ref> <ref name="Mabberley2008"> David John Mabberley: Mabberley’s Plant-Book. A portable dictionary of plants, their classification and uses. 3. Auflage. Cambridge University Press, 2008, ISBN 978-0-521-82071-4 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> </references>
Literatur[Bearbeiten]
- L. Struwe, V. A. Albert, Birgitta Bremer: Cladistics and family level classification of the Gentianales. In: Cladistics. Band 10, 1994 S. 175–205.
- Maria Backlund, Bengt Oxelman, Birgitta Bremer: Phylogenetic relationships within the Gentianales based on NDHF and RBCL sequences, with particular reference to the Loganiaceae. In: American Journal of Botany. Band 87, Nr. 7, 2000, S. 1029–1043. online.
- Joachim W. Kadereit, Volker Bittrich: The Families and Genera of Vascular Plants. Vol. XV: Flowering Plants Eudicots. Springer, 2018, ISBN 978-3-319-93604-8, S. 511–526.