Longform-Journalismus
Longform-Journalismus ist eine Form des Journalismus, die explizit auf lange Lesestücke setzt. Entgegen der Annahme, dass Medienkonsumenten im Internet nur kurze Texte lesen, geht der Longform-Journalismus davon aus, dass auch im digitalen Zeitalter eine Nachfrage nach ausführlichen und hochwertigen journalistischen Beiträgen besteht.
Definition[Bearbeiten]
Unter dem Begriff „Longform-Journalismus“ werden Beiträge im Online-Journalismus subsumiert, die folgende Kriterien<ref>Vgl. hierzu: Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Longform-Journalismus: Fast alles ist erlaubt.] fachjournalist.de, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 5. April 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> aufweisen:
- Unbegrenzte Länge: Longform-Stücke sind meist ausführliche Beiträge. Sie obliegen keiner Begrenzung der Zeichenzahl, vielmehr „zeichnen sich eben gerade dadurch aus, dass sie sich für Längen und Umfänge nicht interessieren, sondern sich den Platz nehmen, den sie brauchen.“<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Digitaler Journalismus: Fasse dich lang!] universal-code.de, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 5. April 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
- Narrative Textformen: Longform-Journalismus setzt sich in aller Regel mit Themen auseinander, die schwer zu durchdringen sind und einer gründlichen Analyse bedürfen. Hierfür werden narrative Textformen wie beispielsweise die Reportage verwendet.
- Multimedialität: Charakteristisch für Longform-Journalismus ist die Verwendung von multimedialen Elementen. Dazu können Videos, Audios, Animationen, Grafiken oder datenjournalistische Anwendungen gehören.
Abgrenzungen[Bearbeiten]
Journalistische Beiträge, die unter Longform-Journalismus fallen, werden oft mit anderen Begrifflichkeiten belegt. So ist in diesem Kontext oft auch von Multimedia-Reportagen, Storytelling oder Scrollytelling die Rede.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Scrollytelling: Die Königsdisziplin des Multimedia-Journalismus.] t3n Magazin, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 5. April 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Hier wird allerdings allein die dritte der o. g. Kriterien (Multimedialität) betont. Einen einheitlich verwendeten Namen gibt es folglich nicht.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Exposure, Atavist, Pageflow: 3 Tools für Multimedia-Reportagen im Test.] fachjournalist.de, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 5. April 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Verbreitung[Bearbeiten]
In den USA kann seit etwa 2013 ein „Comeback“ des Longform-Journalismus<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Warum longreads?] langstrecke.sueddeutsche.de, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 5. April 2016. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> beobachtet werden. Als Vorreiter für Longform-Journalismus in den Vereinigten Staaten gilt die New York Times, die Stücke wie „Snow Fall“<ref>Vgl. Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Snow Fall: The Avalanche at Tunnel Creek.] nytimes.com, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 5. April 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> oder „The Russia Left Behind“<ref>Vgl. Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig The Russia Left Behind.] nytimes.com, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 5. April 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> veröffentlichte.
Auch in Deutschland gibt es mittlerweile zahlreiche Beispiele für Longform-Journalismus, nennenswert sind etwa das Projekt „Langstrecke“<ref>Vgl. Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Langstrecke.] langstrecke.sueddeutsche.de, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 5. April 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> der Süddeutschen Zeitung und „Longform-Stücke“<ref>Vgl. Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Multimedia-Projekte: Longform-Journalismus bei ZEIT ONLINE.] zeit.de, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 5. April 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> von Zeit Online. Einen Überblick mit über 60 nationalen und internationalen Beispielen für Longform-Journalismus bietet die Journalistin Sonja Kaute in ihrem Blog.<ref>Sonja Kaute: Longform, Web-Reportage, Multimedia-Storytelling, Scrollytelling: Die ultimative Liste mit 60+Beispielen. In: Stift & Blog vom 26. Juli 2015: Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Longform, Web-Reportage, Multimedia-Storytelling, Scrollytelling: Die ultimative Liste mit 60+ Beispielen.] stift-und-blog.de, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 5. April 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- James Bennet: „Against 'Long-Form Journalism'“. In: The Atlantic vom 12. Dezember 2013
- Alexander Nazaryan: „Serious Reporting Thriving on the Internet, Despite Predictions“ In: Newsweek vom 15. September 2014
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />