Ludovic Orban
Ludovic Orban (Aussprache: [Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.]; * 25. Mai 1963 in Brașov) ist ein rumänischer Politiker der PNL. Er war vom 4. November 2019 bis zum 7. Dezember 2020 der Ministerpräsident Rumäniens.<ref>Deutsche Welle (www.dw.com): Rumäniens Regierungschef Orban tritt nach Wahlniederlage zurück | DW | 07.12.2020. Abgerufen am 9. Dezember 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Leben[Bearbeiten]
Orban wurde in Brașov als Sohn einer ethnischen Rumänin und eines ethnischen Ungarn (Magyaren) geboren.<ref>Rumänien stimmt für neue Regierung unter Ludovic Orban. In: Salzburg24.at. 4. November 2019, abgerufen am 5. November 2016.</ref> Er besuchte in Brașov die Schule und absolvierte bis 1988 ein Maschinenbaustudium an der Universität Brașov. Danach arbeitete er als Ingenieur und 1991/92 als Redakteur der Tageszeitung Viitorul Românesc. Politisch engagierte sich Orban in der Partidul Liberal 1993, die später in der PNL aufging. 2002 wurde er Vorsitzender der Bukarester PNL.
Politische Karriere[Bearbeiten]
1999 wurde Orban Staatssekretär. Von 2004 bis 2007 war er unter Adriean Videanu Stellvertretender Bukarester Oberbürgermeister. 2007 wurde er von Ministerpräsident Călin Popescu-Tăriceanu als Verkehrsminister in die rumänische Regierung berufen. Bei der Parlamentswahl 2008 wurde Orban in die Abgeordnetenkammer gewählt, der neu gebildeten Regierung gehörte er aber nicht mehr an. 2017 wurde Orban zum Vorsitzenden der PNL gewählt.<ref>Ludovic Orban este noul preşedinte al PNL, mediafax.ro 17. Juni 2017</ref> Nach dem Scheitern der Regierung von Ministerpräsidentin Viorica Dăncilă wurde Orban am 15. Oktober 2019 von Staatspräsident Klaus Johannis mit der Bildung eines neuen Kabinetts beauftragt.<ref>Keno Verseck: Stabil instabil. Spiegel Online, 16. Oktober 2019, abgerufen am 23. Oktober 2019.</ref> Am 4. November 2019 wurde seine Regierung vom Parlament gewählt,<ref>Ludovic Orban ist neuer Regierungschef von Rumänien. In: Spiegel online. 4. November 2019, abgerufen am 5. Februar 2019.</ref> hatte allerdings keine stabile Mehrheit. Bereits drei Monate später, am 5. Februar 2020, wurde Orban und seiner Regierung vom Parlament das Misstrauen ausgesprochen.<ref>Regierung in Rumänien gestürzt. In: Deutsche Welle. 5. Februar 2020, abgerufen am 5. Februar 2020.</ref> Am Folgetag beauftragte Staatspräsident Johannis Orban erneut damit, ein Kabinett zusammenzustellen und dieses wiederum einer Vertrauensabstimmung im Parlament zu stellen.<ref>Gestürzter Ministerpräsident Orban erneut mit Regierungsbildung beauftragt. In: Deutschlandfunk. 6. Februar 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Februar 2020; abgerufen am 7. Februar 2020. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Bei der Parlamentswahl in Rumänien im Dezember 2020 konnte sich seine Partei PNL zwar um 5 Prozentpunkte steigern, wurde erneut hinter der PSD nur zweitstärkste Kraft. Zudem schnitt die Partei schlechter ab als in den Umfragen vorausgesagt. Am Tag danach, am 7. Dezember 2020, trat Orban vom Amt des Premierministers zurück.
Orban blieb zunächst Parteivorsitzender der PNL und wurde am 23. Dezember 2020 zum Präsidenten der Abgeordnetenkammer gewählt. Neuer Premierminister wurde der bisherige Finanzminister Florin Cîțu. Dieser kandidierte am 25. September 2021 gegen Orban bei der Neuwahl des Parteivorsitzes. Cîțu setzte sich mit 2.878 gegen 1.898 Stimmen der Delegierten gegen Orban durch. Orban trat daraufhin auch von seinem Amt als Präsident der Abgeordnetenkammer zurück. Er verließ die PNL und gründete mit der Forța Dreptei (Kraft der Rechten) eine eigene politische Bewegung.
Orban kandidierte bei der Präsidentschaftswahl in Rumänien 2024, verpasste jedoch den Einzug in die Stichwahl.
Privates[Bearbeiten]
Orban ist verheiratet und hat einen Sohn. Sein älterer Bruder Leonard Orban war Europaminister und Europäischer Kommissar für Mehrsprachigkeit in der Kommission Barroso I von 2007 bis 2010.
Neben seiner Muttersprache Rumänisch spricht Orban fließend Englisch und Französisch. Außerdem hat er Grundkenntnisse des Deutschen und des Ungarischen.<ref>VIDEO Biografia fără perdea a lui Ludovic Orban, premierul desemnat. stiripesurse.ro, 5. November 2019, abgerufen am 5. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán ist er nicht verwandt.<ref>Sandrine Amiel: Romania PM Ludovic Orban survives confidence vote. Euronews.com, 4. November 2019, abgerufen am 5. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- Biographie (rumänisch)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Petre Roman | Theodor Stolojan | Nicolae Văcăroiu | Victor Ciorbea | Radu Vasile | Mugur Isărescu | Adrian Năstase | Călin Popescu‑Tăriceanu | Emil Boc | Cătălin Predoiu (interim) | Mihai Răzvan Ungureanu | Victor Ponta | Dacian Cioloș | Sorin Grindeanu | Mihai Tudose | Mihai Fifor (interim) | Viorica Dăncilă | Ludovic Orban | Nicolae Ciucă (interim) | Florin Cîțu | Nicolae Ciucă | Cătălin Predoiu (interim) | Marcel Ciolacu | Cătălin Predoiu (interim) | Ilie Bolojan
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Orban, Ludovic |
| KURZBESCHREIBUNG | rumänischer Politiker |
| GEBURTSDATUM | 25. Mai 1963 |
| GEBURTSORT | Brașov |
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- Ministerpräsident (Rumänien)
- Staatssekretär (Rumänien)
- Politiker (21. Jahrhundert)
- Mitglied der Abgeordnetenkammer (Rumänien)
- Parteivorsitzender (Rumänien)
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