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Ludwig Weisbecker

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Datei:Prof. Dr. Ludwig Weisbecker (Kiel 42.525).jpg
Ludwig Weisbecker (1968)

Ludwig Weisbecker, auch Ludwig Weißbecker und Ludwig Weissbecker (* 19. März 1915 in Mainz; † 13. Juni 1979 in Mielkendorf), war ein deutscher Internist, Endokrinologe und Professor für Innere Medizin.

Leben[Bearbeiten]

Weisbecker leistete nach dem Medizinstudium den Arbeits- und Wehrdienst und nahm dann ab 1940 eine Tätigkeit in der Firma Chemische Werke Albert auf. In diesem Zusammenhang war er in Berlin für den damaligen Ärztebesucher Andreas Gayk zuständig.<ref name="arzt">Ludwig Weisbecker: Ärztebesucher im Dritten Reich. In: Jürgen Jensen, Karl Rickers (Hrsg.): Andreas Gayk und seine Zeit. 1893–1954. Erinnerungen an den Kieler Oberbürgermeister. Wachholtz, Neumünster 1974, S. 264 u. S. 75.</ref>

Während der Zeit des Nationalsozialismus war Ludwig Weisbecker von 1943 bis 1945 Häftling im Konzentrationslager Buchenwald<ref name="arzt"/>, sein jüdischer Vater Louis Weisbecker in Auschwitz und Mauthausen. Ludwig Weisbecker war ab 13. Mai 1948 Dozent für Innere Medizin an der Universitätsklinik Freiburg im Breisgau, ab 25. Mai 1953 dort außerplanmäßiger Professor und um 1956 als Oberarzt und Professor<ref>Personen- und Vorlesungsverzeichnis: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau. WS 1950/51 - SS 1960 (Sommersemester 1956). S. 18, 40, 62 f., 80 f. und 99.</ref> Mitarbeiter des Internisten Ludwig Heilmeyer<ref>Andreas Lörcher: Ludwig Heilmeyer: Eigenwilliger Umgang mit NS-Vergangenheit auf www.swp.de, 13. Juni 2017.</ref> (Abteilung für Endokrinologie<ref>www.uni-freiburg.de: Das vorentscheidende Jahr 1954: Reindells Extraordinariat. S. 15.</ref>), an dessen Lehrbuch für Innere Medizin er als Autor mitwirkte.<ref>Vgl. etwa link.springer.com.</ref> Ab 1. November 1962 war er ordentlicher Professor für Innere Medizin. In Kiel war er Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universität im Städtischen Krankenhaus.<ref>Christian-Albrechts-Universität Kiel: Personal- und Vorlesungsverzeichnis. Wintersemester 1978/79. S. 51 und 116.</ref> 1969/70 übernahm er den Posten als Rektor der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Ludwig Weisbecker war verheiratet mit Rotraud Weisbecker-Röttger. Einer seiner Söhne war der Terrorist Thomas Weisbecker (1949–1972).<ref>H. A.: Sorgen um Kiels Rektor: Unter die Gürtellinie. In: Die Zeit. Nr. 49, 1969 (zeit.de).</ref><ref>Wer war Tommy Weisbecker ? (tommyhaus.org)</ref>

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Krankheiten des endokrinen Systems und der Stoffwechselfunktion. In: Ludwig Heilmeyer (Hrsg.): Lehrbuch der Inneren Medizin. Springer-Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 997–1129.
  • Ärztebesucher im Dritten Reich. In: Jürgen Jensen, Karl Rickers (Hrsg.): Andreas Gayk und seine Zeit. 1893–1954. Erinnerungen an den Kieler Oberbürgermeister. Wachholtz, Neumünster 1974, ISBN 3-529-06147-6, S. 75–76.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Ludwig Weisbecker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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