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Lyssbach

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Lyssbach
Lyssach
Datei:Steinbrücke-saniert-2017.jpg
Steinbrücke in Lyss

Steinbrücke in Lyss

Daten
Gewässerkennzahl CH: 1402
Lage Mittelland

Schweiz[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Schweiz

Flusssystem Rhein
Abfluss über Alte Aare → Aare → Rhein → Nordsee
Quelle bei Moosaffoltern in der Gemeinde Rapperswil
47° 2′ 33″ N, 7° 26′ 15″ O
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Quellhöhe ca. 574 m ü. M.<ref name="CH_GS">Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)</ref>
Mündung bei Lyss in die Alte AareKoordinaten: 47° 5′ 45″ N, 7° 18′ 38″ O; CH1903: 590280 / 216086
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47° 5′ 45″ N, 7° 18′ 38″ O {{#coordinates:47,0957|7,3106|
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Mündungshöhe 435 m ü. M.<ref name="CH_GS">Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)</ref>
Höhenunterschied ca. 139 m
Sohlgefälle ca. 8,7 ‰
Länge 15,9 km<ref name="CH-BE_Gewässernetz">Gewässernetz des Kantons Bern (Hinweise)</ref>
Einzugsgebiet 56,44 km²<ref name=bafu />
Abfluss am Pegel Mündung<ref name="bafu">Modellierter mittlerer jährlicher Abfluss. In: Topographische Einzugsgebiete der Schweizer Gewässer: Teileinzugsgebiete 2 km². Bundesamt für Umwelt (BAFU), archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. August 2017; abgerufen am 12. August 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/api3.geo.admin.ch</ref>
AEo: 56,44 km²
MQ
Mq
1,41 m³/s
25 l/(s km²)
Linke Nebenflüsse Chüelibach, Alewilbach, Seebach
Rechte Nebenflüsse Schlattbach
Kleinstädte Lyss
Gemeinden Rapperswil, Schüpfen, Grossaffoltern, Lyss

Der Lyssbach ist ein rund 16 Kilometer langer Bach und rechter Zufluss der Alten Aare im Schweizer Kanton Bern. Er entwässert einen Abschnitt des Berner Mittellandes.

Name[Bearbeiten]

Der Fluss wird in einer Urkunde vom 10. August 1275 als Lissa erstmals schriftlich erwähnt.<ref>Vorlage:Greule-DGNB</ref> Mit dem historischen Dokument bestätigte Ritter Ulrich von Buchsee (Münchenbuchsee), dass er dem Johanniterorden sein Land bis hin zur Lyssbachbrücke von Schwanden übergeben hatte.<ref>Fontes rerum bernensium, 3. Band, Bern 1880. S. 126.</ref>

Geographie[Bearbeiten]

Verlauf[Bearbeiten]

Die Quelle des Lyssbachs liegt auf dem Rapperswiler Plateau auf etwa 574 m ü. M. am südlichen Dorfrand von Moosaffoltern in der Gemeinde Rapperswil. Der Bach fliesst im ersten Abschnitt seit den 1970er Jahren meist eingedolt nach Südwesten in das Lyssbachtal hinunter. Beim Weiler Lätti tritt er für rund 160 Meter an die Oberfläche, bevor er die Talsohle erreicht. Beim Hof Schönbrunnen befindet er sich nahe an der Quelle der Urtenen, die im gleichen, flachen Tal gegen Osten fliesst. Die Wasserscheide im Talboden liegt auf 530 m ü. M.

Bei der Melioration in den 1970er Jahren wurde das Feuchtgebiet im Tal entwässert und der Lyssbach in einen begradigten Kanal gelegt. Der gegen Nordwesten fliessende Bach verlässt bei Schönbrunnen westlich der Hauptstrasse 252 die Dole und durchquert das flache Gebiet, das noch heute den Flurnamen Moos trägt. Im etwa 800 Meter breiten Sohlental ist der Bachgraben von einem Gebüschsaum mit einzelnen Bäumen begleitet. Er verläuft an der nördlichen Talsohle und bildet streckenweise die Grenze zwischen Rapperswil und Schüpfen. Bei Schwanden tritt er ganz auf Schüpfer Boden über und passiert das Dorf zuerst an seiner nördlichen Siedlungsgrenze, ehe er ein Quartier vom Dorfkern abtrennt und den rund acht Kilometer langen Chüelibach aufnimmt. Das Tal wird nun schmaler und erreicht an seiner breitesten Stelle rund 100 Meter.

Nördlich des Weilers Bundkofen überspannt der Bundkofen-Viadukt der Autobahn A6 das Tal. Dann unterquert der Lyssbach die Hauptstrasse 6 (Lyssstrasse) und die Bahnstrecke Bern-Biel. Beim Büelhof überquert er die Gemeindegrenze zu Grossaffoltern und bei Kosthofen nimmt er den Alewilbach von links auf. An der Inselmatt zweigt gegen links der Gewerbekanal von Suberg ab, der zu den alten Wasserwerken einer Öle und einer Mühle führt. In Suberg überquert die Hauptstrasse 251 (Wilerstrasse) den Bach und den Mühlekanal. Unterhalb von Suberg standen früher noch zwei weitere Mühlen.

Am Stadtrand von Lyss erreicht von links der Seebach den Lyssbach. Nach der Mündung befindet sich auf 455 m ü. M. das Einlaufbauwerk des Hochwassserentlastungsstollens am Lyssbach.

In Lyss durchquert der Bach das Industriegebiet, das ebenfalls auf historische Wasserwerke zurückgeht. Bei der Seelandhalle tritt er ins Aaretal ein und durchquert fast drei Kilometer weit das weitläufige Siedlungsgebiet. An der nördlichen Siedlungsgrenze erreicht er wieder eine Industriezone. Danach verläuft der Bach in der Auenlandschaft neben der Alten Aare, in welche er wenig später bei der ARA südwestlich von Busswil auf 435 m ü. M. mündet. Der Wald bei der Mündung liegt im Naturschutzgebiet Alte Aare: Lyss-Dotzigen, das als Auengebiet von nationaler Bedeutung eingestuft ist.<ref>Objektblatt «Alte Aare: Lyss-Dotzigen» im Bundesinventar der Auengebiete von nationaler Bedeutung.</ref>

Einzugsgebiet[Bearbeiten]

Das Einzugsgebiet des Lyssbachs misst 56,44 Quadratkilometer, bestehend aus 55,9 % landwirtschaftlicher Fläche, 30,8 % bestockter Fläche, 12,9 % bebauter Flächer, 0,3 % Gewässer sowie 0,1 % unproduktiver Fläche. Die höchste Erhebung liegt auf 820 m ü. M. im Seiebergwald bei Wahlendorf, die durchschnittliche Höhe beträgt 571 m ü. M.<ref name="bafu" />

Wasserbau[Bearbeiten]

Hochwasserschutzstollen[Bearbeiten]

Der Lyssbach trat in der Vergangenheit immer wieder über die Ufer und verursachte vor allem in Lyss schwere Überschwemmungen.<ref name="wvsag">Mitarbeiter: 2007 Lyssbach in Lyss. In: wvsag.ch. Wasserverbund Seeland AG, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. August 2017; abgerufen am 12. August 2017: „Der Lyssbach in Lyss ist in den letzten Jahren mehrfach über die Ufer getreten... Allein im 2007 wurde Lyss drei Mal überflutet (21.06 / 08.08 / 29.08). Der dabei entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 100 Millionen Franken.“  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wvsag.ch</ref> Von 2009 bis 2011 wurde mit einer Tunnelbohrmaschine ein Hochwasserentlastungsstollen gebaut, der in Leen oberhalb von Lyss bei starken Regenfällen einen Teil des Wassers unterirdisch um das Stadtgebiet herum direkt in den Unterlauf des Lyssbachs und zur Alten Aare abführen kann.<ref name="bz_1">Herbert Rentsch: Lyss – Der Lyssbach floss erstmals durch den Stollen. In: bernerzeitung.ch. Tamedia, 10. Oktober 2012, abgerufen am 2. November 2015.</ref><ref name="bz_2">Simone Lippuner: Lyss – Gemeindpräsident Hegg huldigt dem Stollen. In: bernerzeitung.ch. Tamedia, 28. Juni 2016, abgerufen am 12. August 2017.</ref>

Revitalisierung[Bearbeiten]

Der 1987 gegründete Wasserbauverband Lyssbach, dem fünf Gemeinden im Einzugsgebiet angehören, führte verschiedene Bau- und Korrektionsarbeiten am Lyssbach durch, die sowohl dem Hochwasserschutz als auch dem Naturschutz dienen.<ref>Abgeschlossene Projekte. Wasserbauverband Lyssbach, abgerufen am 22. November 2025.</ref>

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Lyssbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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