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Exyte

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Exyte

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Exyte RGB.svg
Rechtsform GmbH
Gründung 1912
Sitz Stuttgart
Leitung
  • Peter Schönhofer (Interim CEO und CFO)
Mitarbeiterzahl 12.000 (Ende 2024)<ref name=":0">Wachstum im Silicon Saxony: Exyte eröffnet Planungsbüros. In: saechsische.de. Abgerufen am 19. Oktober 2025.</ref>
Umsatz 6,4 Mrd. Euro (2024)<ref name=":0" />
Branche Gebäudetechnik und Anlagenbau
Website exyte.net
Stand: 31. Dezember 2024
Datei:Exyte Headquarters in Stuttgart (Germany).jpg
Hauptsitz des Unternehmens in Stuttgart

Die Exyte GmbH (Eigenschreibweise: exyte; ehemals und z. T. M+W Group) ist ein Gebäudetechnik- und Anlagenbauunternehmen mit Hauptsitz in Stuttgart. Das Kerngeschäft der Exyte Gruppe umfasst Planung und Bau von Halbleiter- und Batteriefabriken, Lösungen für die Biopharma- und Life Sciences-Industrie sowie den Bau von Datenzentren. Das Unternehmen zählt zu den Vorreitern im Bereich der Reinraumtechnik.<ref name=":0" />

Geschichte[Bearbeiten]

Das Unternehmen wurde im Jahr 1912 durch Karl Meissner und Paul Wurst gegründet. Erstes Geschäftsfeld war die Herstellung einer patentierten Anlage zur Absaugung von Spänen und Holzmehl bei der Holzbearbeitung. In den ersten 50 Jahren des Bestehens produzierten Meissner + Wurst vorwiegend Absauganlagen, Ventilatoren und andere lüftungstechnische Geräte.

Ab den 1960er-Jahren begann Meissner + Wurst mit der Entwicklung von Reinraumtechnologie.<ref name=":30">History: Arbeiten im Reinraum | chemanager-online.com - Chemie und Life Science. Abgerufen am 30. Januar 2020. (Archivlink vom 28. Februar 2000</ref> In den folgenden 50 Jahren stieg der Absatz in Folge des weltweiten Wachstums zunächst der Pharma- und später auch der von Halbleiter- und Elektronikindustrie erheblich an, so dass die Reinraumtechnik bald die traditionelle Lüftungstechnik als wichtigsten Geschäftsbereich ablöste.

Insbesondere ab den 1990er-Jahren expandierte das Unternehmen weltweit durch Erweiterung der Geschäftsbereiche, Gründung neuer Niederlassungen und Unternehmenszukäufe. Meissner + Wurst plante und baute nun komplette Labor- und Produktionsanlagen für die Elektronik- und Photovoltaikindustrie, aber auch für die Optik-, Chemie- und Pharmaindustrie, für die Medizin-, Bio-, Nano- und andere Hochtechnologiebranchen.

Im Oktober 1994 übernahm Jenoptik das Unternehmen und fusionierte es im August 1998 mit der Zander Klimatechnik AG aus Nürnberg zu M+W Zander.<ref>Chronik der Jenoptik AG, Handelsblatt, 29. August 2000.</ref><ref>Wolfgang Burr: Markt- und Unternehmensstrukturen bei technischen Dienstleistungen: Wettbewerbs- und Kundenvorteile durch Service Engineering. Springer-Verlag, 2014, ISBN 978-3-658-02286-0 (google.de [abgerufen am 30. Januar 2020]).</ref> Der Bereich Gebäudetechnik wurde im Jahr 2004 unter dem Namen M+W Zander Gebäudetechnik GmbH im Rahmen eines Management-Buy-outs aus dem Unternehmensverbund herausgelöst und im Februar 2007 in caverion GmbH umbenannt.<ref>Pressemitteilung, caverion GmbH, 26. Februar 2007.</ref> 2005 übernahm der Schweizer Finanzinvestor Springwater Capital das Unternehmen.<ref name="Handelsblatt 2925306">Oliver Stock: M+W Zander fürchtet Aufspaltung. In: Handelsblatt. 22. Februar 2008 (Volltext im Online-Archiv des Handelsblattes).</ref> Im Jahr 2008 wurde der Bereich Facility Management an die zum Bilfinger-Konzern gehörige HSG abgegeben.<ref name="Handelsblatt 2925306" /> Seitdem firmierte das Unternehmen nur noch als M+W Group, kurz M+W. Seit 2009 gehört die M+W Group zu 100 % der österreichischen Beteiligungsgesellschaft Stumpf Group.<ref name="Handelsblatt 2925306" /><ref name="NZZ 358689">Ungereimtheiten um Victory-Zukauf. NZZ, 13. Mai 2007, abgerufen am 27. März 2013.</ref><ref>Stuttgarter Zeitung, Stuttgart, Germany: Anlagenbauer M+W: Pilot-Zellfabrik wird in Stuttgart geplant. In: stuttgarter-zeitung.de. (stuttgarter-zeitung.de [abgerufen am 16. Mai 2018]).</ref>

Umbenennung und Neufirmierung[Bearbeiten]

Datei:M+W Group Logo.svg
Logo der M+W Group
Datei:Cleanroom1.jpg
Reinraum für Mikroelektronikfertigung

Die Exyte Gruppe entstand im Jahr 2018 durch Ausgründung aus der 1912 in Stuttgart gegründeten M+W Group GmbH. Hauptgesellschaft ist die Exyte GmbH. Dabei verblieben Teile der Geschäftstätigkeiten – insbesondere die Energietechnik-Projekte – in der M+W Group. In der Exyte GmbH wurde das Halbleiter- und Batteriefabrikgeschäft sowie das Geschäft für die Biopharma- und Life Sciences-Industrie und für Datenzentren gebündelt.

Im September 2018 gab das Unternehmen bekannt, dass ein größerer Minderheitsanteil über einen Börsengang veräußert werden soll.<ref>Oliver Schmale, Stuttgart: Anlagenbauer aus Schwaben: Exyte strebt an die Börse. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 26. September 2018]).</ref> Dieser Börsengang wurde im Oktober desselben Jahres aufgrund von ungünstigen Marktbedingungen verschoben.<ref>Exyte bläst Börsengang ab. ARD Börse, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. Oktober 2018; abgerufen am 18. Januar 2020.</ref>

Im November 2022 entscheidet die BDT Capital Partners, eine bedeutende Minderheitsbeteiligung an Exyte zu erwerben.<ref>BDT Capital Partners erwirbt Minderheitsbeteiligung an Exyte. In: PR Newswire. 16. November 2022, abgerufen am 28. November 2022.</ref>

Expansion[Bearbeiten]

Exyte begrenzte das Unternehmen auf die Kernsparten Halbleiter- und Batteriefertigung, Bio- und Life-Sciences-Industrie und Datenzentren und baute seine Personalressourcen aus, um das angestrebte Umsatzwachstum in diesen Bereichen zu erreichen.<ref>Exyte: Fiscal Year 2023: Exyte experiences strong growth in Europe and the USA. Abgerufen am 19. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Darüber hinaus wurde die Expansion über Unternehmensbeteiligungen und -zukäufe getrieben. Im April 2024 gab Exyte die größte Akquisition der Firmengeschichte bekannt und kaufte den fränkischen Mitbewerber Kinetics. Dieses Unternehmen ist in Chipwerken unter anderem dafür zuständig, die Chemie- und Gassysteme zu bauen und zu betreiben.<ref>Joachim Hofer, Martin-W. Buchenau: Anlagenbauer: Exyte profitiert vom Chip-Boom und kauft massiv zu. Handelsblatt, 16. April 2024, abgerufen am 19. April 2024.</ref> Im September 2024 kündigte Exyte die Übernahme der TTP Group an. TTP Group ist im Bereich Consulting und Engineering für die pharmazeutische und chemische Industrie tätig. Im August 2025 stellt Exyte gemeinsam mit dem japanischen Unternehmen JGC "Nixyte" vor. Nixyte ist eine gemeinsame EPC-Marke für den südostasiatischen Raum.

Durch das Investitionsvolumen in der Halbleiterindustrie konnte Exyte das Umsatzwachstum steigern und mit knapp 10.000 Mitarbeitern 7,1 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaften.<ref>Oliver Schmale: Wie ein Stuttgarter Unternehmen auf der Halbleiter-Welle reitet. Ludwigsburger Kreiszeitung, 10. August 2024, abgerufen am 10. August 2024.</ref>

Konzernstruktur[Bearbeiten]

Datei:Location Map Exyte.png
Exyte Group Standorte (Februar 2019)

Muttergesellschaft der Exyte-Gruppe ist die Exyte Holding GmbH. Der Konzern lässt sich in drei Geschäftsbereiche und zusammenhängende Segmente aufteilen:<ref name=":1">Exyte AG: Geschäftsbericht 2018. In: Website. 31. Juli 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. September 2019; abgerufen am 15. Januar 2020.</ref>

Das Unternehmen hat weltweit Dependancen und Produktionsstandorte in Asien, Europa und Nordamerika.<ref name=":1" /><ref>Stuttgarter Zeitung, Stuttgart Germany: Exyte baut Chipfabriken: Was deutsche Autobauer noch lernen müssen. Abgerufen am 29. März 2022.</ref>

Dienstleistungen und Produkte[Bearbeiten]

Das Unternehmen bietet je nach Geschäftsbereich unterschiedliche Ingenieur- und Beratungsdienstleistungen und Produkte an. Vor allem die Planung und das Design von Hightech-Produktionsanlagen (z. B. in Reinräumen) sind Schwerpunkt der Unternehmensgruppe.<ref>Profiteur des Chipbooms: Anlagenbauer Exyte peilt zehn Milliarden Euro Umsatz an. In: handelsblatt.com. Abgerufen am 9. April 2022.</ref> Der Bereich M+W Products wurde in Exyte Technology GmbH umbenannt und bietet vor allem Klima- und Kontrollsysteme an.<ref>History. Abgerufen am 5. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Seit Anfang 2025 firmiert der Geschäftsbereich Technology & Services unter der Marke "Exentec".

Soziales Engagement[Bearbeiten]

Mitarbeiter des Unternehmens gründeten 2005 den Förderverein Care for Kids e. V. Der Verein unterstützt weltweit Kinder und Jugendliche in den Bereichen Bildung und Gesundheit. Die Initiative wird aktiv vom Unternehmen gefördert.<ref>Stuttgarter Nachrichten, Stuttgart Germany: Spende in Münster: Elise-von-König-Schüler spenden ihre Schulranzen. Abgerufen am 30. Januar 2020.</ref><ref>Care for Kids e. V. Abgerufen am 30. Januar 2020.</ref>

Relevante Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Florian Langenscheidt, Bernd Venohr: The Best of German Mittelstand: The World Market Leaders (englisch), DAAB Media – 31. August 2015, ISBN 978-3942597487

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Exyte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references responsive /> Koordinaten: 48° 49′ 30,9″ N, 9° 6′ 7″ O

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