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Mädchenschule (Calau)

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Datei:Calau Heimatmuseum 02.jpg
Ehemalige Calauer Mädchenschule (2019)
Datei:Calau Heimatmuseum 03.jpg
Giebelansicht (2019)

Die Mädchenschule ist eine ehemalige Schule in der Stadt Calau im heutigen Landkreis Oberspreewald-Lausitz in Brandenburg. Das früher als Unterrichtsraum genutzte Gebäude steht unter Denkmalschutz und beherbergt heute das Heimatmuseum der Stadt.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gebäude befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Stadtkirche aus dem 13. Jahrhundert. Es wurde im Jahr 1789 für die städtische Schule gebaut.<ref>Heimatmuseum. Heimatverein Calau, abgerufen am 29. April 2026.</ref> Im Zuge der industriellen Revolution verzeichnete die Stadt zum Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Aufkommen der Schuhindustrie einen Bevölkerungszuwachs. Der Platz in der Stadtschule Am Gericht 11 und 12 reichte für die vielen Kinder nicht mehr aus, so dass man von 1887 bis 1908 ein bis zwei Mädchenklassen in dem Gebäude unterrichtete. Es bekam daher im Volksmund den Namen Alte Mädchenschule.

Anschließend stand das Gebäude mehrere Jahre leer, bis der Archidiakon Otto Lützen die Initiative ergriff und 1911 seine Sammlung heimatgeschichtlicher Exponate aus dem Turmstübchen des Rathauses in das Haus verlagerte. Lützen verließ jedoch Calau und die Sammlung verwaiste. 1927 führte sie der Lehrer Bernhard Menzel weiter und eröffnete am 25. Mai 1935 anlässlich der Jahrestagung Niederlausitzer Gesellschaft für Geschichte und Altertumsforschung ein Heimatmuseum.<ref>Heimatmuseum Calau. Stadt Calau, abgerufen am 29. April 2026.</ref> Im Zweiten Weltkrieg kam es in den Tagen des 19. und 20. April 1945 in der Stadt zu Plünderungen durch die Rote Armee, von denen auch das Museum nicht verschont bleibt. Dennoch konnte das Haus bereits 1961 auf Initiative des Töpfermeisters Fritz Natusch mit Hilfe von Horst Senftleben wieder eröffnen. Seit 1963 ist es das offizielle Heimatmuseum der Stadt.

Im 21. Jahrhundert wird das Museum von ehrenamtlichen Ortschronisten und Freunden des Heimatmuseums betreut. Es ist seit 2011 Bestandteil des Witzerundwegs.

Architektur[Bearbeiten]

Das Gebäude verfügt über einen rechteckigen Grundriss und wurde in Fachwerkbauweise errichtet. Im hellgelb verputzten Erdgeschoss befinden sich zur Straßenseite hin vier rechteckige, braune Sprossenfenster. Das Obergeschoss springt an der Straßenseite heraus. Das Fachwerk ist in diesem Bereich noch durchgängig erkennbar. Es ist mit einem braun eingedeckten Satteldach versehen.

Ausstellung[Bearbeiten]

Das Museum zeigt typische Fundstücke aus der Frühgeschichte, die bei Ausgrabungen gefunden wurden, beispielsweise Pfeilspitzen und Tonscherben. Daneben sind Gegenstände aus den Zünften des Calauer Handwerks ausgestellt. Dazu gehört eine Schusterecke, die sich mit der Geschichte der Schuhherstellung in Calau befasst.<ref>Heimatmuseum Calau. Naturpark Niederlausitzer Landrücken, abgerufen am 29. April 2026.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Stadt Calau (Hrsg.): Gemeinsam leben in Calau …kerngesunde Stadt mit Witz, Informationen für Einwohner. Broschüre, ohne Datumsangabe, S. 34.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Mädchenschule Calau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Koordinaten: 51° 44′ 46,3″ N, 13° 56′ 52,4″ O

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