MTZ-2
| Belarus | |
|---|---|
| Datei:Belarus MTZ-2-2.jpg
Ein MTZ-2 in Minsk (2005) | |
| MTZ-2 | |
| Hersteller | Minski Traktorny Sawod und Juschny Maschinostroitelny Sawod |
| Produktionszeitraum | 1953–1958 |
| Motoren | Vierzylinder-Dieselmotor |
| Länge | 3680 mm |
| Breite | 1865 mm |
| Höhe | 2470 mm |
| Radstand | 2380 mm |
| Spurweite | 1200–1800 mm |
| Höchstgeschwindigkeit | 13,9 km/h |
| Leergewicht | 3280 kg |
| Vorgängermodell | keines |
| Nachfolgemodell | MTZ-5 |
Der MTZ-2 ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), im deutschen Sprachraum zumeist MTS-2 transkribiert, bekannt auch in Kombination mit dem Markennamen Belarus) ist ein Traktor, der im Minski Traktorny Sawod entwickelt wurde. Ab 1953 wurde er sowohl dort als auch im ukrainischen Juschny Maschinostroitelny Sawod gebaut, insgesamt entstanden bis 1958 knapp 150.000 Exemplare.
Unter der Bezeichnung MTZ-1 wurde zusätzlich eine Version gefertigt, bei der die Vorderräder nur einen Abstand von wenigen Zentimetern haben. Dieses Fahrzeug war für die Nutzung auf Feldern mit hohen Pflanzen konzipiert, wie es sie zum Beispiel im Baumwollanbau gibt.
Fahrzeuggeschichte[Bearbeiten]
Ende Mai 1948 erging vom Ministerrat der UdSSR an das Minski Traktorny Sawod der Auftrag, einen Radtraktor mit Dieselmotor zu entwickeln. Der verwendete Motor vom Typ „D-35“ war schon zuvor bei Kettenfahrzeugen eingesetzt worden. Bis Oktober wurden zwei Varianten entworfen. Der MTZ-2 war mit einer gewöhnlichen Vorderachse ausgerüstet, während man beim MTZ-1 den Abstand der beiden Vorderräder auf ein Minimum verkürzte. Dieser Traktor war dazu gedacht, auf Feldern mit höheren Pflanzen eingesetzt zu werden, zum Beispiel im Baumwollanbau.<ref name="Geschichte">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Werksgeschichte des Minski Traktorny Sawods ( vom 25. April 2021 im Internet Archive) (russisch)</ref>
Ein erster Prototyp wurde am 18. Juli 1949 fertiggestellt; er war gleichzeitig der erste Radtraktor, der im Werk in Minsk gebaut wurde. Im gleichen Jahr wurden noch sieben weitere Prototypen gefertigt.<ref name="Geschichte" />
Die Serienproduktion des MTZ-2 begann im Oktober 1953<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Meilensteine in der Geschichte von MTZ ( vom 6. Mai 2018 im Internet Archive) (russisch)</ref> nach erfolgreichen Tests. Ab Dezember fertigte das Juschny Maschinostroitelny Sawod in Dnipropetrowsk ebenfalls Traktoren dieses Typs.<ref>Geschichte des Juschny Maschinostroitelny Sawods (russisch)</ref> 1956 wurde der Motor überarbeitet, leistete nun eine Pferdestärke mehr und wurde als „D-36“ bezeichnet.<ref name="Zeichnung">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Risszeichnungen der Modelle MTZ-1 und MTZ-2 ( vom 8. Februar 2016 im Internet Archive) (russisch)</ref>
Die Fertigung lief in beiden Werken bis 1958, insgesamt wurden 148.800 Traktoren gebaut.<ref name="Stückzahl">Technische Daten und produzierte Stückzahl (russisch)</ref> Nachfolger wurde der MTZ-5. 1997 ehrte die weißrussische Post den MTZ-2 mit einer Briefmarke.
Technische Daten[Bearbeiten]
Die Daten gelten für das Modell MTZ-2, die beiden Versionen unterscheiden sich aber eher geringfügig.<ref name="Stückzahl" /><ref>Grundlegende Daten zum Dieselmotor D-35 (russisch)</ref>
- Motor: Vierzylinder-Viertakt-Dieselmotor mit Direkteinspritzung
- Motortyp: „D-35“, später „D-36“<ref name="Zeichnung" />
- Leistung: 36 PS (26 kW), später auch 37 PS (27 kW)
- Hubraum: 4084 cm³
- Getriebe: mechanisch, 5 Vorwärtsgänge + 1 Rückwärtsgang
- Höchstgeschwindigkeit: 13,9 km/h
- Ausstattung: Zapfwelle und Hydraulikanlage (hinten)
- Antriebsformel: 4×2
Abmessungen und Gewichte<ref name="Zeichnung" />
- Länge: 3680 mm
- Breite: 1865 mm
- Höhe: 2470 mm
- Bodenfreiheit: 440 mm
- Radstand: 2380 mm
- Spurweite vorne und hinten: 1200–1800 mm, verstellbar
- Gewicht, fahrbereit: 3280 kg
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Weblinks[Bearbeiten]
- Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Werksgeschichte des Minski Traktorny Sawods auf der Herstellerwebseite ( vom 25. April 2021 im Internet Archive) (russisch)