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Malacidine

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Malacidin-Grundstruktur

Malacidine sind eine Gruppe von Lipopeptiden, die experimentell antibiotische Wirksamkeit zeigen. Der Name Malacidin wird abgeleitet von metagenomic acidic lipopeptide antibiotic (= „metagenomes saures Lipopeptid-Antibiotikum“) und der Endung „-cidin“.<ref name="latimes">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig In soil-dwelling bacteria, scientists find a new weapon to fight drug-resistant superbugs.] In: Los Angeles Times. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 13. Februar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Vorkommen[Bearbeiten]

Malacidine werden von Bakterien produziert, die man im Erdboden findet.

Chemische Struktur[Bearbeiten]

Malacidine sind eine Gruppe makrocyclischer Lipopeptide, die sich jeweils in der Kettenlänge der Lipid-Seitenkette unterscheiden.<ref name="Hover_2018" /> Die Peptideinheit besteht aus vier nicht-proteinogenen Aminosäuren.<ref name="Hover_2018" /> Malacidin A besitzt an der Acylgruppe (ein Lipid) eine Methylgruppe, während Malacidin B eine Ethylgruppe trägt.

Wirkung[Bearbeiten]

Malacidine wirken gegen Gram-positive, nicht aber gegen Gram-negative Bakterien.<ref name="Hover_2018" /><ref name="bbc">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig New antibiotic family discovered in dirt.] In: BBC. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 13. Februar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Ihre Wirkung bedingt die Anwesenheit von Calciumionen.

Im Laborversuch konnten mit Malacidinen resistente Krankheitserreger bekämpft werden, beispielsweise Vancomycin-resistente Bakterien und der Methicillin-resistente Bakterienstamm Staphylococcus aureus (MRSA) bei Hautinfektionen von Wunden.<ref name="Hover_2018" /><ref name="bbc" />

Durch Bindung an Calciumionen werden die Malacidine aktiviert. Der resultierende Komplex bindet an ein Lipid und wird zum bakteriellen Precursor einer Zellmembran, was zur Zerstörung der Zellmembran und schließlich zum Absterben des Bakteriums führt.<ref name="Hover_2018" /><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: Chemistry World, 14. Februar 2018 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Die Malacidine gehören daher zur Klasse der calciumabhängigen Antibiotika.<ref name="Hover_2018" /><ref name="wapost">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig A potentially powerful new antibiotic is discovered in dirt.] In: The Washington Post. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 13. Februar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Die Entdeckung der Malacidine unterstützt die These, dass die Substanzklasse der calciumabhängigen Antibiotika größer ist, als bislang angenommen.<ref name="Hover_2018" />

Ob die Eigenschaften der Malacidine zu neuen antibiotischen Arzneimitteln führen können, ist derzeit noch ungewiss.<ref name="wapost" />

Geschichte[Bearbeiten]

Verschiedene Bodenproben wurden auf potentiell nützliche Wirkstoffe gescreent, eine geeignete Methode, um Primär- und Sekundärmetaboliten von Mikroorganismen zu untersuchen.<ref name="wapost" /><ref name="wsj">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: Wall Street Journal, 12. Februar 2018 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>

Die Entdeckung der Malacidine wurde 2018 von Wissenschaftlern der Rockefeller University aus der Gruppe von Brad Hover und Sean Brady publiziert.<ref name="Hover_2018">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Die Gruppe hatte Antibiotika untersucht, die den calciumabhängigen Wirkstoff Daptomycin enthalten, aber sie fanden heraus, dass Variationen der Zellkultur unter Laborbedingungen ungünstig waren.<ref name="latimes" /> Stattdessen verwendete das Forscherteam einen genetischen Ansatz, der besser durchführbar war. Sie konzentrierten sich auf die Suche neuer biosynthetischer Gencluster (BGCs) und verwendeten Bakterien, um Sekundärmetaboliten zu erzeugen. Dafür extrahierten sie DNA von über 2000 Bodenproben, um eine Genbibliothek anzulegen, die die genetische Vielfalt der Umgebung des Mikrobioms wiedergibt. Sie produzierten einen Primer, um die Gene zu amplifizieren (vervielfachen), und stellten unter Verwendung der Polymerase-Kettenreaktion synthetisch Gencluster her, die dem Antibiotikum Daptomycin ähnlich sind. Anschließend testeten sie metagenomisch, dass diese Gene tatsächlich den erwarteten BGCs entsprechen. Einer der neuen BGCs war in 19 % der untersuchten Bodenproben, aber nicht oft in mikrobiologischen Sammlungen vorhanden. Dessen BGC wurden in einen anderen Bakterienstamm transformiert und kultiviert. Daraus wurden die Sekundärmetaboliten isoliert und analysiert.<ref name="Hover_2018" /><ref name="latimes" />

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Malacidine – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />