Zum Inhalt springen

Mamandur

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Mamandur
Mamandur (Indien)
Mamandur (Indien)
Staat: Indien Indien
Bundesstaat: Tamil Nadu
Distrikt: Tiruvannamalai
Subdistrikt: Arani
Lage: 12° 45′ N, 79° 40′ OKoordinaten: 12° 45′ N, 79° 40′ O
 {{#coordinates:12,741666666667|79,665833333333|primary
dim=20000 globe= name= region=IN-TN type=city
  }}
Höhe: 80 m
Fläche: 9,32 km²
Einwohner: 5.177 (2011)<ref>Mamandur – Daten 2011 </ref>
Bevölkerungs-
dichte
:
555 Ew./km²
Mamandur – Felstempel
Mamandur – Felstempel
Mamandur – Felstempel
Datei:Mamandur rock cut caves 4.JPG
Mamandur – Höhle 3

Mamandur ist ein ca. 5.200 Einwohner zählendes Dorf im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu. Ca. 1,5 km südwestlich des Ortes befinden sich 4 Felstempel aus der frühen Pallava-Zeit.

Lage[Bearbeiten]

Mamandur liegt in einer Höhe von knapp 80 m Mamandur – Karte mit Höhenangaben ca. 11 km (Fahrtstrecke) südwestlich von Kanchipuram. Verwaltungsmäßig gehört der Ort zum Taluk Arani des Distrikts Tiruvannamalai. Das Klima ist tropisch warm; Regen fällt hauptsächlich in den Monsunmonaten Juni bis Dezember.<ref>Kanchipuram/Mamandur – Klimatabellen</ref>

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Einwohner des Ortes sind ganz überwiegend Hindus; andere Glaubensgemeinschaften spielen unter der Landbevölkerung Südindiens kaum eine Rolle. Der männliche Bevölkerungsanteil ist um ca. 2 % höher als der weibliche.<ref>Mamandur – Census 2011</ref>

Wirtschaft[Bearbeiten]

Im Umland des Dorfes wird Feldwirtschaft und auch etwas Viehzucht (Rinder, Hühner) betrieben; im Ort selbst gibt es Kleinhändler, Handwerker und Tagelöhner.

Geschichte[Bearbeiten]

Seit dem Frühmittelalter herrschten in der Region die Dynastien der Pandyas (Hauptstadt Madurai) und der Pallavas (Hauptstadt Kanchipuram).<ref>Kanchipuram, Geschichte – Fotos + Infos</ref> Seit dem Ende des 8. Jahrhunderts strebten die Chola an die Spitze der Macht, die sie jedoch häufig an regionale Vasallen delegierten. Im 14. Jahrhundert herrschten kurzzeitig muslimische Machthaber, doch mussten sie dem hinduistischen Vijayanagar-Reich weichen, das seinerseits den Nawabs von Karnatik (ca. 1690–1801) Platz machen musste. Zwischenzeitlich stritten sich jedoch Briten und Franzosen in den Karnatischen Kriegen (1744–1763) um die Vorherrschaft in der Region.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In den Flanken eines ca. 50 m hohen Granitfelsens ungefähr 1,5 km südwestlich des Ortes befinden sich 4 Felstempel aus der frühen Pallava-Zeit Mahendravarmans I. (ca. 620). Mit ihren dreiportaligen Eingängen, einer oder zwei quergelagerten Vorhallen (mandapas) und quadratischen Cellae (garbhagrihas) folgen drei Tempel den bereits einige Jahre zuvor in Mandagapattu entwickelten Bauprinzipien. Im Tempel 2 befinden sich drei Cellae unmittelbar nebeneinander – er war somit wahrscheinlich den drei Hauptgöttern Brahma, Shiva und Vishnu (Trimurti) geweiht. Tempel 4 ist der kleinste der Tempel; er blieb unvollendet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Die Felstempel von Mandagapattu, Mahendravadi und Mamallapuram werden ebenfalls der Pallava-Zeit zugerechnet; in Mamallapuram sind allerdings die bauliche Gliederung und der Figurenschmuck deutlich entwickelter und detailreicher.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Mamandur, Felstempel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />