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Mamed Khalidov

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Mamed Khalidov
Datei:Mamed Chalidow.JPG
Mamed Khalidov (2015)
Mamed Khalidov (2015)
Daten
Kampfname The Cannibal
Größe 1,83 m
Gewicht Mittelgewicht
Nationalität Polen Polen
Geburtsdatum 17. Juli 1980
Geburtsort Grosny
Team Arrachion Olsztyn
MMA-Statistik
Siege 38
K. o. 17
Aufgabe 17
Punkte 4
Niederlagen 9
K. o. 3
Aufgabe 3
Punkte 3
Unentschieden 2

Mamed Saidovich Khalidov, auch Mamed Saidowitsch Chalidow (* 17. Juli 1980 in Grosny, Tschetscheno-Inguschetien) ist ein polnischer MMA-Kämpfer tschetschenischer Abstammung. Er gab sein Profidebüt 2004 und bestritt bislang 49 Kämpfe, davon 29 für die polnische Organisation KSW, wo er Titelträger im Halbschwergewicht und zweifacher Titelträger im Mittelgewicht werden konnte. 2018 fand er Aufnahme in die Hall of Fame von Heraklesy, welche die wichtigsten Auszeichnungen im polnischen MMA vergibt.<ref>HERAKLESY 2018</ref>

Kampfsportkarriere[Bearbeiten]

Datei:Mamed Khalidov KSW XVI.JPG
Mamed Khalidov (2011)

Khalidov’s Kampfsporthintergrund ist Kung Fu, Karate, Taekwondo, Judo und Boxen<ref>Mamed Khalidov – historia legendy</ref><ref>Mamed Khalidov</ref>, wobei er mit dem MMA erst Ende 2003 im neueröffneten Club Arrachion Olsztyn begann.<ref>«Шумиха была, будто Эскобара поймали». Мамед Халидов — о жесткой депрессии, произволе полиции и тяжелых 90-х</ref> Er wurde zu einem Star der 2004 gegründeten polnischen Organisation KSW und siegte dort in 22 von 29 Kämpfen, bei fünf Niederlagen und zwei Unentschieden. Er wurde am 15. Mai 2009 im Halbschwergewicht mit einem K.o.-Sieg in der ersten Runde gegen Daniel Acácio der erste KSW-Titelträger überhaupt<ref>Mamed Khalidov KO’s Daniel Acacio to Claim First KSW World Championship</ref> und gewann am 28. November 2015 ebenfalls mit einem K.o.-Sieg in Runde 1 gegen Michał Materla den Titel im Mittelgewicht<ref>KSW 33: Materla vs. Khalidov. Starcie przyjaciół i tytanów MMA trwało 31 sekund</ref>, den er im Mai 2016 gegen Aziz Karaoglu verteidigte.<ref>Skandal na KSW 35? Po fatalnym występie Chalidow zwycięża z Karaoglu!</ref>

Am 3. März 2018 verlor er dann in einem Nicht-Titelkampf im Halbschwergewicht per Submission in der dritten Runde gegen den dortigen Titelträger Tomasz Narkun<ref>KSW 42 results: Tomasz Narkun snaps Mamed Khalidov’s 20-fight KSW unbeaten run</ref><ref>KSW 42 results: Tomasz Narkun rallies to beat fellow champ Mamed Khalidov</ref> und legte im Juli 2018 seinen Titel im Mittelgewicht nieder, um einen Rückkampf gegen Narkun bestreiten zu können<ref>Mamed Khalidov Vacates KSW Middleweight Belt; Four-Man Tourney to Crown New Champion</ref>; das Rematch verlor er am 1. Dezember 2018 einstimmig nach Punkten.<ref>KSW 46 results: Mamed Khalidov retires following second loss to Tomasz Narkun</ref> Am 7. Dezember 2019 verlor er nach Punkten gegen den Mittelgewichts-Champion Scott Askham<ref>KSW 52 results: Champions Scott Askham, Salahdine Parnasse shine in Gliwice</ref>, gewann jedoch den Rückkampf am 10. Oktober 2020 durch K.o. in der ersten Runde und wurde dadurch erneut Mittelgewichts-Champion.<ref>Mamed Khalidov flattens Scott Askham with spectacular jumping switch kick at KSW 55</ref> Am 18. Dezember 2021 verlor er den Gürtel an den Weltergewichts-Champion Roberto Soldić.<ref>KSW 65 results, video: Roberto Soldic scores crushing knockout of Mamed Khalidov to become two-division champion</ref>

Am 17. Dezember 2022 siegte er in einem Schwergewichtskampf per TKO in Runde 1 gegen Mariusz Pudzianowski<ref>KSW 77 video: Mamed Khalidov stops Mariusz Pudzianowski with vicious knockout to win legends battle</ref> und gewann am 3. Juni 2023 ein inzwischen drittes Aufeinandertreffen gegen Scott Askham durch K.o. in der dritten Runde.<ref>KSW Colosseum 2 Full Results</ref> Am 16. November 2024 bezwang er zudem den aufgestiegenen Weltergewichts-Champion Adrian Bartosiński durch Submission in Runde 2.<ref>KSW Vet Mamed Khalidov Snatches Adrian Bartosinski’s Undefeated Record In Submission Win</ref> Er bestritt am 18. April 2026 einen weiteren Kampf um den Mittelgewichts-Titel, wobei er durch TKO in der vierten Runde gegen Pawel Pawlak unterlag.<ref>Pawel Pawlak stops Mamed Khalidov in final second of fourth round at KSW</ref>

Khalidov bestritt darüber hinaus am 10. Oktober 2008 sein US-Debüt für Elite XC, wobei er durch TKO gegen Jason Guida gewann. Die Organisation beendete jedoch kurz darauf den Betrieb.<ref>ShoXC 9: Elite Challenger Series</ref> Am 7. November 2009 kämpfte er bei Sengoku der japanischen Organisation World Victory Road und siegte in dem Nicht-Titelkampf durch TKO in Runde 1 gegen den dortigen Mittelgewichts-Champion Jorge Santiago<ref>Mamed Khalidov TKOs Jorge Santiago in Sengoku Upset</ref>, verlor jedoch den Rückkampf – diesmal um den Titel – am 7. März 2010 nach Punkten.<ref>Sengoku Raiden Championship (SRC 12) results and quick recap</ref> Einen weiteren Kampf der Organisation gewann er am 30. Dezember 2010 durch TKO in Runde 1 gegen Yuki Sasaki.<ref>Sengoku Results: Sandro vs. Hioki, Blanco vs. Parky, More</ref>

Am 11. März 2017 bestritt er einen Kampf für die russische Absolute Championship Achmat (ACA) und siegte durch K.o. in der ersten Runde gegen den UFC-Veteranen Luke Barnatt.<ref>ACB 54: Mamed Khalidov besiegt Luke Barnatt in nur 21 Sekunden</ref>

Sonstiges[Bearbeiten]

Khalidov wuchs in Tschetschenien auf, wo er auch mit dem Kampfsport begann. Sein Elternhaus befindet sich in Atschchoi-Martan. Im Zuge des Ersten Tschetschenienkrieges floh er mit seiner Familie zu seinem Großvater in die russische Region Stawropol.<ref>«Шумиха была, будто Эскобара поймали». Мамед Халидов — о жесткой депрессии, произволе полиции и тяжелых 90-х</ref> 1997 wanderte er für ein Studium nach Polen aus und absolvierte in Breslau einen einjährigen Polnischkurs. Danach zog er nach Olsztyn und erlangte einen Bachelor sowie Master in Management und Verwaltung.<ref>Mamed Khalidov: “All of Our Plans were Destroyed by the War”</ref> Im Dezember 2010 wurde ihm die polnische Staatsbürgerschaft verliehen.<ref>Mamed Khalidov Receives Polish Citizenship</ref> Er ist Muslim, mit einer Polin verheiratet und Vater von zwei Söhnen.<ref>Podobno budujesz dom w Czeczenii?</ref>

Nach seinem Sieg gegen Brett Cooper am 6. Dezember 2014 musste er sich einer Halswirbeloperation unterziehen, wobei er danach laut eigener Aussage an Neurosen und Depressionen litt.<ref>«Шумиха была, будто Эскобара поймали». Мамед Халидов — о жесткой депрессии, произволе полиции и тяжелых 90-х</ref>

Im Juli 2026 wurde Khalidov vom Bezirksgericht in Tarnowskie Góry nicht rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten und einer Geldstrafe von 280.000 Złoty verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Khalidov am Kauf und dem versuchten Kauf von Luxusfahrzeugen beteiligt war, die laut Anklage zwischen 2016 und 2017 in Polen und Tschechien gestohlen worden waren. Zudem soll er im April 2017 die Brandstiftung an zwei Fahrzeugen in Rybnik angeordnet und im Oktober 2018 während der Festnahme einer anderen Person einen Polizisten verletzt haben.<ref>Polish MMA fighter of Chechen origin sentenced to prison for car theft, assaulting police officer</ref> Khalidov war aufgrund der Vorwürfe bereits am 11. Juni 2019 in Olsztyn festgenommen und seine Wohnung durchsucht worden, kam jedoch noch am selben Tag wieder auf freien Fuß.<ref>Mamed skazany na karę więzienia</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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