Zum Inhalt springen

Mannsgereuth

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Mannsgereuth
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(321)&title=Mannsgereuth 50° 12′ N, 11° 13′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(321) 50° 11′ 51″ N, 11° 13′ 5″ O
 {{#coordinates:50,1975|11,218055555556|primary
dim=10000 globe= name=Mannsgereuth region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 289 m ü. NHN
Fläche: 2 km²
Einwohner: 321 (1. Jan. 2021)<ref name="RaR" />
Bevölkerungsdichte: 160 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 96257
Vorwahl: 09264
Dorflinde
Dorflinde

Mannsgereuth ist ein Ortsteil von Redwitz an der Rodach im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels.

Geografie[Bearbeiten]

Das Dorf liegt etwa 13 Kilometer nordöstlich von Lichtenfels an den Grenzen zu den Landkreisen Kronach und Coburg im Steinachtal. Durch Mannsgereuth führt die Staatsstraße 2208 von Mitwitz nach Redwitz an der Rodach.

Geschichte[Bearbeiten]

Der erste urkundliche Erwähnung war 1283, als der Bamberger Bischof Berthold den Zehnten zu „Mangolstreut“ dem Kloster Sonnefeld schenkte. 1371 besaß Konrad Kornwurm von Burgkunstadt den Zehnten zu „Menhartsrewt“ als langheimsches Lehen.<ref name="George" /> Die Mannsgereuther Mühle wurde 1328 erstmals genannt, als Hermann Schenk von Siemau dem Kloster Sonnefeld Güter in Mannsgereuth mit Gewässern verkaufte.<ref name="George" />

Im Jahr 1801 hatte Mannsgereuth sieben Häuser und fünf Stadel. Der Ort war allen hohen und niederen Gerichtsbarkeiten des Hochstifts Bamberg unterworfen. Er gehörte zum Amt Lichtenfels und war nach Graitz eingepfarrt. Den Zehnt besaß das Fürstentum Sachsen-Hildburghausen.<ref name="George" />

1818 gehörte Mannsgereuth zum Obermainkreis. 1840 hatte der Ort, der 1843 zur Gemeinde erhoben wurde,<ref name="George19" /> 158 Einwohner.<ref name="HistGV53" /> 1862 folgte die Eingliederung des Dorfes in das neu geschaffene bayerische Bezirksamt Lichtenfels. 1875 zählte Mannsgereuth 217 Einwohner, davon 85 Katholiken und 132 Protestanten, sowie 34 Wohngebäude.<ref name="VZ1875" /> 1900 umfasste die Landgemeinde Mannsgereuth eine Fläche von 200,29 Hektar, 196 Einwohner, von denen 69 katholisch und 127 protestantisch waren, sowie 35 Wohngebäude. Die katholische Schule und katholische Pfarrei waren im 2,5 Kilometer entfernten Graitz. Die protestantische Schule befand sich 2,0 Kilometer entfernt in Beikheim und die protestantische Pfarrei im 5,0 Kilometer entfernten Schmölz. Beide Orte gehörten zum Amt Kronach.<ref name="VZ1900" /> 1925 lebten in dem Dorf 188 Personen, davon 81 Katholiken und 107 Protestanten, in 36 Wohngebäuden.<ref name="VZ1925" /> 1950 hatte der Ort 313 Einwohner und 42 Wohngebäude.<ref name="VZ1950" />

Im Jahr 1970 zählte Mannsgereuth 268 Einwohner<ref name="VZ1970" /> und 1987 301 Einwohner sowie 86 Wohngebäude mit 104 Wohnungen.<ref name="VZ1987" /> Am 1. Mai 1978 wurde Mannsgereuth in die Gemeinde Redwitz an der Rodach eingegliedert.

1973 wurde der Ort Vize-Bundessieger und im gleichen Jahr sowie 1978/79 Landessieger beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Das Bauerndorf hat sich zu einem Standort der Möbelindustrie entwickelt. Ansässig sind der Kinderwagenhersteller Gesslein, der Sitzmöbelfabrikant Mayer, der Hersteller von Sitzgruppen Max Häublein, das Unternehmen Kohles Massivholzgestelle sowie die GmbH ExCello.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Dorflinde wurde wohl nach dem Ende des Dreißigjährigen Kriegs, um 1650, als Friedenslinde gepflanzt, als Stufenlinde angeschnitten, dann weiteraufgezogen und als Tanzlinde benützt. Die Stützanlage besteht aus Sandsteinpfeilern des 18. Jahrhunderts. 1977 war die Einweihung des Friedhofs, der im Wettbewerb Der grüne Friedhof des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege mit dem ersten Platz ausgezeichnet wurde. Ein Kräuter- und Mustergarten mit Kräutern, Stauden und Blumen aus dem Bauerngarten wurde 1985 eingeweiht.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Mannsgereuth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="RaR">redwitz.de: Zahlen, Daten, Fakten</ref> <ref name="George"> Dieter George: Lichtenfels; Der Altkreis. Historisches Ortsnamenbuch von Bayern. Oberfranken. Band 6: Lichtenfels. Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 2008, ISBN 978-3-7696-6862-9. S. 91 f. </ref> <ref name="George19">Dieter George: Lichtenfels; Der Altkreis. S. 19.</ref> <ref name="HistGV53">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 151, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> <ref name="VZ1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1077, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> <ref name="VZ1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1073 (Digitalisat).</ref> <ref name="VZ1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1108 (Digitalisat). </ref> <ref name="VZ1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 959 (Digitalisat).</ref> <ref name="VZ1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 163 (Digitalisat).</ref> <ref name="VZ1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 318 (Digitalisat).</ref> </references>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein