Mantar
| Mantar | |
|---|---|
Mantar bei Rock am Ring 2018 | |
| Allgemeine Informationen | |
| Herkunft | Bremen, Deutschland |
| Genre(s) | Sludge, Extreme Metal |
| Gründung | 2012 |
| Website | www.mantarband.com |
| Aktuelle Besetzung | |
| Hanno Klänhardt | |
| Erinç Sakarya | |
Mantar ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine deutsche Metal-Band aus Bremen.<ref name="laut-retro">Ulf Kubanke: "Retro als Selbstzweck geht mir total auf die Eier". laut.de, abgerufen am 5. September 2018.</ref> Eine Besonderheit ist, dass die Band nur aus zwei Mitgliedern besteht und ohne Bassisten auskommt.
Geschichte[Bearbeiten]
Gründung und Death by Burning[Bearbeiten]
Gegründet wurde Mantar 2012 von Hanno Klänhardt (Gesang, Gitarre) und Erinç Sakarya (Schlagzeug). Die beiden Musiker stammen ursprünglich aus Bremen und sind schon länger befreundet. Hanno Klänhardt lebt seit 2015 in Gainesville, Florida. Durch Sakaryas türkische Abstammung kam die Idee zum Bandnamen. Beide Musiker suchten etwas klanglich Ausgefalleneres als ein englisches Wort und Mantar sei laut Klänhardt ein hartes und griffiges Wort.<ref name="laut-retro" /> Die Band hatte zunächst nur geringe Ambitionen und wollte lediglich ein Demo in einer Auflage von 50 bis 100 Kassetten aufnehmen und ein Konzert in Hamburg spielen. In den frühen Tagen der Band suchten beide Musiker in ihrem Freundeskreis nach einem passenden Bassisten.<ref>Markus Endres: "Als wir uns gegründet hatten, hatten wir mit der Metalszene nichts zu tun, und auf einmal stelle ich fest, dass ich gerade mit metal.de rede!" Metal.de, abgerufen am 5. September 2018.</ref>
Anfang 2013 nahmen sie in Eigenregie ein Demo auf, das im Februar 2014 auf dem finnischen Musiklabel Svart Records unter dem Titel Death by Burning veröffentlicht wurde. Das Album wurde beim Hamburger Musikpreis HANS in der Kategorie Hamburger Produktion des Jahres ausgezeichnet.<ref>FOTOGALERIE HANS 2014. HANS, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. August 2018; abgerufen am 24. August 2018.</ref> Bei den Metal Hammer Awards 2014 wurde Death by Burning in der Kategorie Best Debut nominiert,<ref>Christian Zanders: Alle Nominierten der METAL HAMMER AWARDS 2014 in der Übersicht. Metal Hammer, abgerufen am 25. August 2018.</ref> der Preis ging jedoch an Beastmilk für ihr Album Climax. Das deutsche Magazin Visions führte im April 2017 Death by Burning in ihrer Liste der 66 besten Metalalben des neuen Jahrtausends.<ref>o.A.: Die 66+6 besten Metal-Alben des Jahrtausends. In: Visions. Nr. 289, April 2017, S. 52.</ref>
Ode to the Flame und The Spell[Bearbeiten]
Im Sommer 2015 spielte Mantar auf Festivals wie dem Wacken Open Air, dem Hurricane Festival oder dem Party.San, ehe die Band im November 2015 vom deutschen Plattenlabel Nuclear Blast unter Vertrag genommen wurde. Am 15. April 2016 veröffentlichte Mantar ihr zweites Studioalbum Ode to the Flame, das auf Platz 67 der deutschen Albumcharts einstieg. Das deutsche Magazin Visions führte Ode to the Flame im April 2020 in ihrer Liste der 66+6 besten deutschen Metal-Alben.<ref>o.A.: Fünf Jahrzehnte Metal. In: Visions. Nr. 325, April 2020, S. 58.</ref> Die Band spielte im Sommer 2016 auf den Festivals Summer Breeze, Hellfest, Out and Loud, Rockavaria, Tuska Open Air Metal Festival und Vainstream Rockfest. Mantar wurde bei den Metal Hammer Awards 2015 und 2016 jeweils in der Kategorie Up and Coming nominiert,<ref>Sebastian Kessler: METAL HAMMER Awards 2015: Die Nominierten stehen fest. Metal Hammer, abgerufen am 25. August 2018.</ref><ref>METAL HAMMER AWARDS 2016: Das sind die Nominierten! Metal Hammer, abgerufen am 25. August 2018.</ref> die Preise gingen jedoch an Battle Beast bzw. Avatarium.
Svart Records veröffentlichte 2016 noch das Livealbum St. Pauli Sessions, für das ein Konzert in Hamburg aus dem Jahre 2014 mitgeschnitten wurde. Am 31. März 2017 veröffentlichte die Band eine 10"-EP The Spell mit drei bislang unveröffentlichten Liedern. Bei dem Titellied ist Okoi Jones von der Schweizer Band Bölzer als Gastsänger zu hören. Die anderen beiden Lieder wurden ursprünglich für das Album Ode to the Flame aufgenommen. Es folgte eine Europatournee mit den Vorgruppen Deserted Fear und Deathrite und Auftritte beim Rock Hard Festival, dem Party.San, dem Brutal Assault und dem Rockharz Open Air. Bei den Metal Hammer Awards 2017 wurde Mantar in der Kategorie Best German nominiert,<ref>METAL HAMMER AWARDS 2017: Das sind die Nominierten! Metal Hammer, abgerufen am 25. August 2018.</ref> der Preis ging jedoch an die Band Sodom. Im Herbst 2017 folgte eine weitere Europatournee im Vorprogramm von Kadavar.
The Modern Art of Setting Ablaze und Grungetown Hooligans II[Bearbeiten]
Nachdem Mantar im Sommer 2018 bei Festivals wie dem Rock am Ring, Rock im Park, Wacken Open Air, Fusion Festival, Graspop Metal Meeting, Metaldays, Greenfield Festival, FortaRock Festival und dem Maryland Deathfest spielte, veröffentlichte die Band am 24. August 2018 ihr drittes Studioalbum The Modern Art of Setting Ablaze. Das Album stieg auf Platz sieben der deutschen, Platz 53 der österreichischen und Platz 54 der Schweizer Albumcharts ein. Im Herbst 2018 spielten Mantar eine Europatournee mit dem Vorgruppen Skeletonwitch, Evil Invaders und Deathrite. Im Frühjahr 2019 folgte eine Deutschland-Tournee mit der Vorgruppe Downfall of Gaia, bevor im Sommer Festivalauftritte beim Bang Your Head, Full Force, Hellfest und dem Vainstream Rockfest folgten.
Am 26. Juni 2020 veröffentlichten Mantar die EP Grungetown Hooligans II, die über das bandeigene Label Mantarecordings veröffentlicht wurde. Die EP enthält Coverversionen verschiedener Künstler aus den Bereichen Grunge und Noise-Rock wie L7, The Jesus Lizard, Sonic Youth, Mazzy Star, Babes in Toyland, Mudhoney und 7 Year Bitch.<ref>Jan Schwarzkamp: Mantar veröffentlichen Cover-EP, zeigen Video zu Mazzy Stars "Ghost Highway". Visions, abgerufen am 20. Mai 2020.</ref> Das deutsche Magazin Visions führte 100 % auf ihrer Liste der 25 besten Musikvideos des Jahres 2020.<ref>Die 25 besten Musikvideos 2020. Visions, abgerufen am 3. November 2021.</ref> Bei dem maskierten Mann mit Pistole, der auf dem Cover der EP Grungetown Hooligans II auf einer verschneiten Straße vor einem Wohnhaus steht, handelt es sich um den zeitgenössischen Street-Art-Maler Wayne Horse (* 1981, bürgerlich Willehad Eilers) aus Amsterdam.<ref>Podcast "Gear of the Dark": Episode 60 "GOTD-DNA|Metal" Unterhaltung der beiden Moderatoren und Metal-Musiker Hanno Klänhardt von Mantar und Simon Hawemann von Nightmarer über Themen wie Equipment, Mode und musikalische Sozialisation durch Heavy Metal. Ab Minute 29:50 berichtet Hanno Klänhardt von dem Street-Art-Maler Wayne Horse, 21. Februar 2023</ref>
Pain Is Forever and This Is the End[Bearbeiten]
Im März 2022 unterschrieb die Band einen Plattenvertrag mit Metal Blade Records.<ref>Simon Bauer: MANTAR - Neues Album kommt im Sommer. Rock Hard, abgerufen am 11. März 2022.</ref> Einen Monat später kündigten Mantar für den 15. Juli 2022 die Veröffentlichung des vierten Studioalbum Pain Is Forever and This Is the End an.<ref>Jonas Silbermann-Schön: Mantar kündigen neues Album "Pain Is Forever And This Is The End" an, streamen erste Single "Hang 'Em Low (So The Rats Can Get 'Em)". Visions, abgerufen am 7. April 2022.</ref> Das deutsche Magazin Metal Hammer wählte es zum „Album des Monats“.<ref>Das Album des Monats 07/2022: Mantar PAIN IS FOREVER AND THIS IS THE END. Metal Hammer, abgerufen am 13. Juli 2022.</ref> Das Album stieg auf Platz zwei der deutschen, Platz 45 der Schweizer und Platz 69 der österreichischen Albumcharts ein.
Stil[Bearbeiten]
Mantar ist laut dem Ox-Fanzine ein eigenwilliges „Sludge-Metal-Duo aus Norddeutschland“.<ref>Mantar: The Modern Art of Setting Ablaze. Ox-Fanzine, abgerufen am 9. Januar 2022.</ref> Für ihre Musik nutzt die Band lediglich Gitarre und Schlagzeug. Typisch für Mantar sind simple Melodien, Rhythmen und Riffs. Hanno Klänhardt spielt keine Gitarrensoli und erklärte gegenüber dem deutschen Magazin Metal Hammer, dass Mantar sich bewusst limitieren und primitiv bleiben.<ref>Christina Wenig: Die Erleuchter. In: Metal Hammer. September 2018, S. 80.</ref> Mantar sei laut Klänhardt keine klassische Metalband und die Musiker interessieren sich auch nicht für Metal-typische „Klischees“ wie Blastbeats oder Doublebass. Die Band wolle auch nicht den Anforderungen einer gewissen Szene oder Subkultur entsprechen, sondern laut Klänhardt „einfach nur kloppen“.<ref>Alex Klug: "Du würdest nicht glauben, wie wenig Plan wir haben." – Hanno über "Ode To The Flame". Metal.de, abgerufen am 1. September 2018.</ref> Für den Gesang verwendet Klänhardt die Technik des Screamings. Als Inspiration nennt die Band Künstler wie die Melvins, Darkthrone und Motörhead. Eine Einordnung als Sludge lehnt sie ab.<ref>Mantar: The Modern Art of setting Ablaze. Bandcamp, abgerufen am 6. Februar 2023: „Just drums and guitar set for destruction. Forget about Rock 'n Roll. This will hurt. Flogging beats and blackened melodies meet feedback orgies and doom mayhem. Early Melvins, Motorhead, Darkthrone. You name it. Don't call it sludge though.“</ref>
Mantar wird von der Presse in der Regel mit den Genres Doom Metal und Punk in Verbindung gebracht.<ref>Mantar. Morecore, abgerufen am 6. Februar 2023.</ref> James Christopher Monger von Allmusic nannte noch Black Metal als Genre, während Arne Helms vom deutschen Magazin Visions die Band noch in das Genre Crust Punk einordnete.<ref>Arne Helms: Mantar – The Modern Art of Setting Ablaze. In: Visions. Nr. 306, S. 86.</ref> Gelegentlich wird Mantar auch als Sludge bezeichnet, was von der Band jedoch zurückgewiesen wird.<ref>Jan Wischkowski: Interview mit Hanno zu "Death By Burning". Metal.de, abgerufen am 1. September 2018.</ref>
Diskografie[Bearbeiten]
Alben[Bearbeiten]
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Weitere Veröffentlichungen[Bearbeiten]
- 2016: St. Pauli Sessions (Livealbum, Svart Records)
- 2017: The Spell (EP, Nuclear Blast)
- 2020: Grungetown Hooligans II (EP, Mantarecordings)
Musikvideos[Bearbeiten]
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- 2015: White Nights
- 2016: Cross the Cross
- 2018: Age of the Absurd
- 2018: Seek + Forget
- 2020: Ghost Highway
- 2020: 100%
- 2022: Hang ’em Low (So the Rats Can Get ’em)
- 2022: Odysseus
- 2022: Grim Reaping
- 2023: Valhalla Hammering
- 2025: Halsgericht
- 2025: Rex Perverso
Auszeichnungen[Bearbeiten]
HANS – Der Hamburger Musikpreis
| Jahr | Kategorie | für | Resultat |
|---|---|---|---|
| 2014 | Hamburger Produktion des Jahres | Death by Burning | Gewonnen |
| Jahr | Kategorie | für | Resultat |
|---|---|---|---|
| 2014 | Best Debut | Death by Burning | Nominiert |
| 2015 | Up and Coming | Mantar | Nominiert |
| 2016 | Up and Coming | Mantar | Nominiert |
| 2017 | Best German | Mantar | Nominiert |
Preis der deutschen Schallplattenkritik<ref>Preis der deutschen Schallplattenkritik – Gewinner: Bestenliste 2/2025, abgerufen am 19. Juli 2025.</ref>
| Jahr | Kategorie | für | Resultat |
|---|---|---|---|
| 2025 | Hard und Heavy | Post Apocalyptic Depression | Gewonnen |
Weblinks[Bearbeiten]
Quellen[Bearbeiten]
<references />