Marco Berger
Marco Berger (* 8. Dezember 1977 in Buenos Aires) ist ein argentinischer Drehbuchautor und Filmregisseur.
Leben[Bearbeiten]
Berger hat norwegische Vorfahren, und im Jahr 2001 ging er nach Norwegen, um Film zu studieren und hier zu leben.<ref>Espectáculos, Marco Berger: el hombre que vino del frío (deutsch: der Mann, der aus der Kälte kam) von Diego Lerer, online-Artikel vom 8. August 2011; spanisch, abgerufen am 28. November 2013.</ref> 2005 kehrte er dann nach Argentinien zurück, schrieb sich an der nationalen Filmhochschule FUC Universidad del Cine, Buenos Aires ein und begann zu filmen. Er schloss die Hochschule 2007 mit den beiden Kurzfilmen El reloj und Una última voluntad ab.
Berger lebt offen homosexuell.
Werk[Bearbeiten]
In seinen Filmen thematisiert Berger homosexuelle Beziehungen, vor allem zwischen Männern, fühlt sich jedoch nicht dauerhaft auf den Nischenmarkt Homosexuelle Themen festgelegt.<ref>Espectáculos, Marco Berger: el hombre que vino del frío (deutsch: der Mann, der aus der Kälte kam) von Diego Lerer, online-Artikel vom 8. August 2011; spanisch, abgerufen am 28. November 2013.</ref>
Die Filmzeitschrift Sissy beschreibt in ihrer Dezember 2011-Februar 2012-Ausgabe seinen erforschenden und exakten filmischen Stil im Rahmen der Besprechung des Spielfilms Ausente, mit dem er den Teddy Award bei der Berlinale gewann. Bergers Stärken lägen „... in der Genauigkeit, in welcher der das Aufkeimen von Begierden in Gesten, Blicken und sonstigen unterschwelligen Kommunikationsmitteln nachforscht und zugleich die Strategien zeigt, mit welchem das eigene Verlangen in Schach gehalten wird.“<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.sissy ( vom 10. Dezember 2011 im Internet Archive) - Homosexual's Film Quarterly, Filmbesprechung zu Ausente von Hanno Stecher, online-Ausgabe 4/2011; abgerufen am 28. November 2013.</ref>
Im 2013 erschienenen und über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter finanzierten Spielfilm Hawaii spielen erneut zwei Männer in ihrer emotional-erotischen Annäherung die Hauptrollen. Für seinen Film Mariposa, den er 2014 drehen wollte, plante Berger einen heterosexuellen Handlungsverlauf.<ref>Espectáculos, Marco Berger: el hombre que vino del frío (deutsch: der Mann, der aus der Kälte kam) von Diego Lerer, online-Artikel vom 8. August 2011; spanisch, abgerufen am 28. November 2013.</ref>
Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]
- 2008: El reloj (Kurzfilm)
- 2008: Una última voluntad (Kurzfilm)
- 2009: Plan B
- 2010: Platero (Kurzfilm); veröffentlicht in der Kurzfilmsammlung Cinco
- 2011: Ausente
- 2012: El primo (Kurzfilm)
- 2012: Tensión sexual, Volumen 1: Volátil (dt. Titel: Flüchtige Blicke); Kurzfilmsammlung
- 2013: Tensión sexual, Volumen 2: Violetas (als Co-Regisseur); Kurzfilmsammlung
- 2013: Hawaii
- 2015: Mariposa
- 2016: Taekwondo
- 2019: Un rubio
- 2020: El Cazador
- 2021: Gualeguaychú: El país del carnaval (Dokumentation)
- 2022: Los agitadores (Horseplay)
- 2023: El intercambio (Kurzfilm)
- 2024: Los amantes astronautas
- 2025: Perro perro
Auszeichnungen[Bearbeiten]
- Berger erhielt 2011 auf der Berlinale für seinen Film Ausente den Teddy Award.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Focus ( des Vorlage:IconExternal vom 1. Januar 2017 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., „Ausente“ gewinnt Teddy Award bei Berlinale, online-Artikel vom 19. Februar 2011; abgerufen am 19. November 2013.</ref>
Siehe auch[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Berger, Marco |
| KURZBESCHREIBUNG | argentinischer Regisseur und Drehbuchautor |
| GEBURTSDATUM | 8. Dezember 1977 |
| GEBURTSORT | Buenos Aires |