Zum Inhalt springen

Marco Veronesi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Marco Veronesi (* 1972 in Bopfingen) ist ein deutsch-italienischer Wirtschafts- und Sozialhistoriker und Kurator.

Leben[Bearbeiten]

Veronesi studierte Mittelalterliche Geschichte, Neuere Geschichte und Romanische Philologie an der Universität Tübingen, Universität Stuttgart und Universität Verona. Er wurde 2008 in Tübingen mit einer Arbeit zu oberdeutschen Fernhandelsunternehmen in Genua im späten Mittelalter promoviert. Von 2006 bis 2018 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Seminar der Universität Tübingen. Im Jahr 2012 kuratierte er für das Ravensburger Museum Humpis Quartier die Sonderausstellung Die Humpis in Genua – Palazzi, luoghi und caruggi.<ref>Sonderausstellungen Rückblick | Museum Humpis-Quartier. Abgerufen am 15. Februar 2021.</ref> In den Jahren 2018 bis 2020 kuratierte er am Haus der Bayerischen Geschichte in Augsburg die Bayerische Landesausstellung Stadt befreit. Wittelsbacher Gründerstädte.<ref>Stadt befreit – Wittelsbacher Gründerstädte. Abgerufen am 15. Februar 2021.</ref> Von 2021 bis 2025 war er am Landesmuseum Württemberg in Stuttgart tätig und kuratierte dort die Große Landesausstellung 2025 anlässlich des 500-jährigen Jubiläums des Deutschen Bauernkriegs.<ref>Team. Abgerufen am 19. Juli 2023.</ref> Seit Oktober 2025 ist er als Kurator am Alten Dom St. Johannis in Mainz tätig.<ref>"Hier kann Außergewöhnliches entstehen" - neuer Kurator am Alten Dom St. Johannis. Evangelisches Dekanat Mainz, abgerufen am 5. Mai 2026.</ref>

Forschung[Bearbeiten]

Veronesis Forschungsschwerpunkte sind Handel, Kaufleute und Unternehmensformen, die Geschichte der Kommune Genua und des Mittelmeerraums, die Sozialgeschichte des Mittelalters, insbesondere der Sozialen Sicherheit sowie die Geschichte des ,Lehnswesens‘ vom Früh- bis zum Spätmittelalter.<ref>Dr. Marco Veronesi | Universität Tübingen. Abgerufen am 19. Juli 2023.</ref>

Von 2014 bis 2017 leitete Veronesi an der Universität Tübingen das DFG-Projekt Prekarie, Leibding, feudum, das sich mit Formen der Vorsorge und der Versorgung vom Früh- bis ins Hochmittelalter befasste.<ref>DFG - GEPRIS - Prekarie, Leibding, feudum: Vorsorge, Versorgung, und die Dichotomie der Gesellschaft nördlich der Alpen, 11. bis 14. Jahrhundert. Abgerufen am 15. Februar 2021.</ref>

Er ist Korrespondierendes Mitglied des Südwestdeutschen Arbeitskreises für Stadtgeschichtsforschung.<ref>Südwestdeutscher Arbeitskreis für Stadtgeschichtsforschung/Mitglieder. Abgerufen am 5. Mai 2026.</ref>

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Die sogenannte Schlacht von Leipheim im April 1525, der Bericht des Esslingers Hans Dorn und die Frage der Leipheimer Massengräber, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte (im Druck)
  • Stadt befreit. Wittelsbacher Gründerstädte. Katalog zur Bayerischen Landesausstellung 2020 (hg. gem. mit Evamaria Brockhoff u. a.), Augsburg 2020.
  • Oberdeutsche Kaufleute in Genua, 1350–1490. Institutionen, Strategien, Kollektive, Stuttgart 2014 (Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, B 199).
  • Genua – La Superba. Begleitband zur Ausstellung „Die Humpis in Genua. Palazzi, luoghi und caruggi“, Museum Humpis-Quartier Ravensburg 2012 (Die Humpis in Europa, Bd. 1).
  • Genova medievale e la storiografia tedesca dell’Ottocento: Historische Rechtsschule, Kulturgeschichte e i giuscommercialisti, in: Libertà e dominio. Il sistema politico genovese: le relazioni esterne e il controllo del territorio, hg. von Matthias Schnettger und Carlo Taviani, Rom 2011 (Ricerche dell’Istituto Storico Germanico di Roma 6) S. 13–39.
  • Heinrich von Luxemburg und die italienische Hochfinanz: Mittelalterlicher Staatskredit, der Prager Groschen und das florentinische Handelshaus der Macci, in: Vom luxemburgischen Grafen zum europäischen Herrscher. Neue Forschungen zu Heinrich VII., hg. von Ellen Widder unter Mitarbeit von Wolfgang Krauth, Luxemburg 2008, S. 185–223.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblink[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein