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Marcus Bierich

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Marcus Bierich (1986)
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Marcus Bierich (1989)

Marcus Bierich (* 29. April 1926 in Hamburg; † 25. November 2000 in Stuttgart)<ref name="munzinger.de">Eintrag „Bierich, Marcus“ in Munzinger Online/Personen – Internationales Biographisches Archiv, URL: https://www.munzinger.de/document/00000017222 (abgerufen von nicht angemeldet am 26. Februar 2017)</ref> war ein deutscher Manager. Zwischen 1984 und 1992 leitete Bierich den Elektronikkonzern Bosch als Vorsitzender der Geschäftsführung. Danach wechselte er in den Aufsichtsrat des Konzerns.<ref>Eintrag „Marcus Bierich“ in who’s who the people lexikon, online, URL: https://www.whoswho.de/bio/marcus-bierich.html</ref>

Leben und Familie[Bearbeiten]

Marcus Bierich kam am 29. April 1926 in Hamburg zur Welt, wo sein Vater als Mediziner und Professor für experimentelle Biologie und Leiter des Instituts für Krebsforschung an der Universität tätig war.<ref name="munzinger.de"/> Am 25. November 2000 starb Marcus Bierich an einem Gehirntumor.<ref name="spiegel.de">Gestorben: Marcus Bierich. In: Der Spiegel. Nr. 49, 2000, S. 342 (online – 4. Dezember 2000).</ref>

Neben seiner Tätigkeit als Manager engagierte sich Bierich für Literatur und Musik. Er war unter anderem Vorstandsvorsitzender des Freundeskreises des Schiller-Nationalmuseums und des Deutschen Literaturarchivs in Marbach. Von 1994 bis zu seinem Tod war er Vorsitzender der Hugo von Hofmannsthal-Gesellschaft.

Ausbildung[Bearbeiten]

Bierich studierte Naturwissenschaften, Mathematik und Philosophie. Im Jahr 1951 wurde er mit einer Arbeit über Bertrand Russell zum Dr. rer. nat.<ref>Bierich, Marcus. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 98.</ref> promoviert. Anschließend absolvierte er eine Bankausbildung bei dem Hamburger Privatbankhaus Delbrück, Schickler & Co., bei der Hambros Bank in London sowie bei der Manufacturers Trust Company in New York.<ref name="munzinger.de"/>

Beruflicher Werdegang[Bearbeiten]

Zwischen 1961 und 1980 arbeitete Bierich bei der Mannesmann AG, dann wechselte er als Vorstandsmitglied und Finanzchef zur Allianz Versicherung AG in München und wurde auch Vorstandsmitglied der Allianz Lebensversicherung AG in Stuttgart. Im Jahr 1984 wurde Bierich Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH in Stuttgart.<ref>Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 98.</ref> Damit ernahm er die Leitung des Elektronikkonzerns Bosch und wurde Nachfolger von Hans L. Merkle an, der als persönlich haftender Gesellschafter der Robert Bosch Industrietreuhand KG weiterhin die Fäden in der Hand behielt.<ref>Personalien: Ehemaliger Bosch-Chef Marcus Bierich ist tot. In: Der Tagesspiegel. 27. November 2000, abgerufen am 16. März 2019.</ref> Bierich wurde 1985 Präsident der Gesellschaft zur Förderung des Instituts für Weltwirtschaft und vor 1986 zum Ehrendoktor (Dr. h. c.) ernannt.<ref>Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 98.</ref>

Unter Bierich begann eine organisatorische Neugliederung der Bosch-Gruppe. Anfang der 1990er Jahre, als sich Automobilzulieferer und Elektroindustrie neu organisierten, geriet Bosch in eine Krise. Bierich versuchte, einen Sanierungskurs durchzusetzen, scheiterte damit aber an Amtsvorgänger Merkle, ohne dessen Einverständnis bei Bosch nichts möglich war.<ref name="spiegel.de"/> Zwischen Bierich und Merkle kam es zum Zerwürfnis. Noch vor Ablauf seines Vertrags zog sich Bierich in den Bosch-Aufsichtsrat zurück. Bierichs Nachfolger bei Bosch wurde Hermann Scholl.

Bierich saß in einer Vielzahl weiterer Aufsichtsräte deutscher Unternehmen. Er war Aufsichtsratvorsitzender der Mercedes Automobil Holding AG, Aufsichtsratsmitglied der Daimler Benz AG und der VEBA AG.<ref>Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 98.</ref> Er saß auch im Aufsichtsrat des Heidenheimer Technikkonzerns Voith.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Beiträge zur Betriebswirtschaftslehre. Dt. Verl.-Anst., Stuttgart 1991.
  • Standort Bundesrepublik – unsere Stärken und Schwächen im internationalen Wettbewerb. Industrie-Club, Düsseldorf 1985.
  • Unsere Wirtschaft im internationalen Wettbewerb. Landesvereinigung Baden-Württemberg. Arbeitgeberverb., Stuttgart [1985].
  • Freges Lehre von dem Sinn und der Bedeutung der Urteile und Russells Kritik an dieser Lehre, [Diss.] Hamburg 1951.

Literatur[Bearbeiten]

  • Johannes Bähr, Paul Erker: Bosch. Geschichte eines Weltunternehmens. C. H. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-63983-8.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Marcus Bierich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Vorsitzende der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH

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