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Marcus Kaiser

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Marcus Kaiser, 2023
Marcus Kaiser, 2023

Marcus Kaiser (* 1966 in Stuttgart) ist ein deutscher Fotograf und Künstler.

Leben[Bearbeiten]

Kaiser studierte Fotografie in Bielefeld und anschließend postgraduiert Medienkunst an der HFG Karlsruhe. Als Fotograf und Bildender Künstler forschte er von 2002 bis 2008 am Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald und lehrt seit 2012 Fotografie und Geschichte der Fotografie an der Fakultät Gestaltung der Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS).<ref>Biography. In: marcus-kaiser.de, abgerufen am 25. Mai 2025.</ref>

Rezeption[Bearbeiten]

Marcus Kaiser erforscht die Wirkungsweisen von Bildern und Bildformen im Kontext von Geschichte, Ideologie und Alltagskultur. Ein zentraler Aspekt seiner Arbeiten ist die Untersuchung des Mediums der Fotografie auf ihre Funktion und Bedeutung für unser kulturelles Gedächtnis. Mit der Arbeit Mauerblicke/Wall Views (1990) verbindet er eine historische Dokumentation mit einer Analyse der Fotografie.

„… man hat es mit einer technischen Reflexion auf die Methode der Ideologie zu tun. Kaisers Mauerbilder sind eine Archäologie der Ideologie oder des Ideologischen, indem sie die Methode der Ideologie auf ihre materiellen und technischen Wirklichkeitsbedingungen treffen lassen. …“ (Knut Ebeling)<ref>Knut Ebeling (Text): Die Mauer als Medium: Bild, Medium, Ideologie in den Mauerblicken von Marcus Kaiser. In: Mauerblicke/Wall Views. Hrsg. von Knut Ebeling. Übers. von Peter K. Koch. permanent Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-938370-38-4, S. 24–35.</ref>

„… Der Teilung des Bildes setzt Kaiser Bilder der Teilung entgegen. Bilder, die die Teilung nicht nur repräsentieren, sondern Teilung sind und ihr begegnen, indem sie die Teilung des Mediums in das Monument der Teilung verlagern.“ (Rómulo Peña)<ref>Rómulo Peña: Las dos caras de la moneda romulo pena. In: laong.org, 7. November 2019, abgerufen am 25. Mai 2025.</ref>

„...Die permanente Auseinandersetzung mit gegenwärtigen Bildpolitiken und -kulturen in den Arbeiten von Marcus Kaiser eröffnen uns einen Reflexionsgegenstand, an dem wir Fragen der Geschichtlichkeit von Bildern, der Identitätskonstruktion und -kontrolle über Bilder sowie des apparativen Bildes klären können...“ (Fakultät Gestaltung Würzburg)<ref>Werkstattgespräch: Marcus Kaiser In fg.thws.de, 9. Januar 2024, abgerufen am 10. Oktober 2025.</ref>

„Der Blick“ (“The Gaze”): Kaiser greift in Im Blick der Bilder (2023) sowie in früheren Werken wie der Optischen Hütte Lacans Konzept des Blicks aus dessen 11. Seminar auf, wonach nicht nur wir das Bild betrachten, sondern der Blick sich umkehrt und das Subjekt selbst zum gesehenen Objekt wird. In der gegenwärtigen digitalen Welt erweitert Kaiser diesen Gedanken, indem er festhält, dass uns heute „nicht nur im Sinne der Theorie Lacans ein Bild ansieht, sondern auch Netzwerke und Algorithmen, die hinter den Bildern stehen“.<ref>Marcus Kaiser: Forschung mit Bildern In: Ders.: Im Blick der Bilder, Springer, Wiesbaden 2023, ISBN 978-3-658-41264-7, S. 75–97, doi:10.1007/978-3-658-41265-4_6.</ref><ref>Vgl. auch Mück, August: Marcus Kaisers optische Hütte, Rezensionstext, 2024. [1]</ref>

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Monografien[Bearbeiten]

  • Im Blick der Bilder (= Über/Strom: Wegweiser durchs digitale Zeitalter.). Springer, Wiesbaden 2023, ISBN 978-3-658-41264-7, doi:10.1007/978-3-658-41265-4 (132 S.).
  • Mauerblicke/Wall Views. Hrsg. von Knut Ebeling. Übers. von Peter K. Koch. permanent Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-938370-38-4 (45 S.; eingeschränkte Vorschau – permanentverlag.de).
  • Marcus Kaiser – Fotografische Arbeiten. Hrsg. von René Hirner. Kunstmuseum, Heidenheim 1994, ISBN 3-929935-02-3 (38 S.).
  • + z.T. Garten. Hrsg. von Ulrich Puritz. Text: Jens Lohwieser. Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Greifswald 2004, ISBN 3-86006-228-X (23 S.).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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