Margret Middell
Margret Middell, auch Margret Middell-Lemke<ref name="OZ" /> (* 8. Mai 1940 in Marienwerder; † 11. September 2026<ref name="OZ">Traueranzeige in: Ostsee-Zeitung vom 26. September 2026.</ref>), war eine deutsche Bildhauerin und Grafikerin.
Leben und Werk[Bearbeiten]
Margret Middell kam mit ihrer Familie in der Folge des Zweiten Weltkriegs aus Westpreußen in die Sowjetische Besatzungszone.
Von 1958 bis 1959 absolvierte sie eine Tischlerlehre. Von 1959 bis 1965 folgte ein Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei Heinrich Drake, Waldemar Grzimek und Ludwig Engelhardt. Dann lebte sie als freischaffende Künstlerin in Berlin.
Seit 1976 lebte und arbeitete sie in Barth-Glöwitz. Sie gehörte mit Norbert Blum, Arno Fischer, Peter Flierl (* 1929), Hans Gutheil, Friedrich Nostitz, Solweig Steller (* 1942–2019), Werner Stötzer und Peter Voigt zum Kollektiv für die bildhauerische, bildkünstlerische und architektonische Gestaltung des Marx-Engels-Forums Berlin und erhielt mit diesem 1986 den Nationalpreis II. Klasse.<ref>Hans Gutheil. In: Stiftung Industrie- und Alltagskultur. Abgerufen am 15. Dezember 2024.</ref> Sie war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR und gehörte der Zentralen Sektionsleitung Plastik des Verbands an. In der Zeit der DDR war sie im In- und Ausland auf vielen wichtigen Ausstellungen vertreten, u. a. von 1967 bis 1988 auf der VI. Deutschen Kunstausstellung bis zur X. Kunstausstellung der DDR in Dresden, 1975 in Berlin (West) auf der Ausstellung „Malerei – Grafik – Plastik der Deutschen Demokratischen Republik“, 1977 auf der Plastikbiennale im Mittelheimmuseum Antwerpen und 1987/1988 in Bonn, München und Mannheim auf „Bildhauerkunst aus der Deutschen Demokratischen Republik“.
Rezeption[Bearbeiten]
Margret Middell „ist die profilierteste Bildhauerin ihrer Generation in Mecklenburg-Vorpommern. Ihr Lebenswerk steht in der Tradition der klassischen Moderne. Neben der Skulptur hat sie ein reiches grafisches Werk geschaffen, das eingehend mit dieser korrespondiert.“<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Margret Middell | 21.07. – 12.09.2020 ( vom 21. Juli 2020 im Internet Archive), auf galerie-ribnitz.de</ref>
Museen und öffentliche Sammlungen mit Werken Margrit Middels[Bearbeiten]
- Ahrenshoop: Kunstmuseum Ahrenshoop
- Rostock: Kunsthalle Rostock
Werke (Auswahl)[Bearbeiten]
- 1965: Sportler, Prenzlauer Allee vor dem Zeiss-Großplanetarium in Berlin
- 1966: Porträt Dr. Georg Benjamin, Bronze<ref>Bildende Kunst, Berlin, 2/1968, S. 93 (Abbildung)</ref>
- 1967: Männlicher Akt, Eichenallee im Zoo Rostock
- 1968: Porträt Martin E., Porträtbüste, Bronze<ref>Porträt Martin E. Deutsche Fotothek, abgerufen am 22. Juli 2026.</ref>
- 1968: Sportler, Fritz-Lesch-Straße in Berlin-Alt-Hohenschönhausen
- 1969: Große Sitzende, Schwanenteich nahe Kunsthalle Rostock
- 1972: Große Sitzende, Lindenallee in Schwedt/Oder
- 1974: Schönheit des Menschen in der Natur,<ref>Kunstwerk Schönheit des Menschen in der Natur, auf potsdam-abc.de</ref><ref>Schönheit des Menschen; Detailansicht</ref> Dreiergruppe, Bronze; Potsdam, Freundschaftsinsel
- 1978: Kinderporträt Josephine, Porträtbüste, Bronze<ref>Kinderporträt Josephine. Deutsche Fotothek, abgerufen am 22. Juli 2026.</ref>
- 1979: Porträt Sabine, Porträtbüste, Bronze<ref>Porträt Sabine. Deutsche Fotothek, abgerufen am 22. Juli 2026.</ref>
- 1984: Torso G. N., Bronze, Höhe 110 cm; auf der X. Kunstausstellung der DDR; Kunsthalle Rostock<ref>Torso G.N. Deutsche Fotothek, abgerufen am 22. Juli 2026.</ref>
- 1985/86: Die Würde und Schönheit freier Menschen, Bronze, zwei Reliefwände; Berlin, Marx-Engels-Forum
- 1986: Porträt Jens L., Bronze, Höhe 45 cm; auf der X. Kunstausstellung der DDR<ref>Porträt Jens L. Deutsche Fotothek, abgerufen am 22. Juli 2026.</ref>
- 1994: Frauengruppe im Gespräch, Bronze, auf dem Gelände des Klosters Ribnitz<ref>Frauengruppe im Gespräch, auf auf-nach-mv.de, abgerufen am 22. Juli 2026</ref>
- 2003: Flügel, nahe Nikolaikirche in Rostock
- 2003: Die Stille, nahe Nikolaikirche in Rostock
- Liegender Torso, Bronze, seit 2017 im Garten hinter dem Kunstmuseum Ahrenshoop<ref>Margret Middell stiftet Plastik als Dauerleihgabe. In: OSTSEE-ZEITUNG.de, 18. Juni 2017.</ref>
Weitere Auszeichnungen[Bearbeiten]
- 1967: Kunstpreis des DTSB (Kollektivauszeichnung für die künstlerische Gestaltung des Marx-Engels-Forums in Berlin)
- 1969: Will-Lammert-Preis
Einzelausstellungen seit der deutschen Wiedervereinigung (mutmaßlich unvollständig)[Bearbeiten]
- 2005: Rostock, Kunsthalle (Plastik und Zeichnungen)
- 2020: Ribnitz-Damgarten, Galerie im Kloster (Holzschnitt und Holzskulptur)
Fotos (Auswahl)[Bearbeiten]
-
Sportler (1965)
-
Große Sitzende (1969)
-
Flügel (2003)
-
Die Stille (2003)
-
Die Würde und Schönheit freier Menschen (1985/86)
Literatur[Bearbeiten]
- Jutta Schmidt: Ein vielversprechender Beginn. Zu Arbeiten der jungen Bildhauerin Margret Middell. In: Bildende Kunst, Berlin, 2/1968, S. 92/93
- Middel, Margit. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 605/606.
Weblinks[Bearbeiten]
Fußnoten[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Middell, Margret |
| ALTERNATIVNAMEN | Middell-Lemke, Margret |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Bildhauerin und Grafikerin |
| GEBURTSDATUM | 8. Mai 1940 |
| GEBURTSORT | Marienwerder |
| STERBEDATUM | 11. September 2026 |
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- Künstler (Deutschland)
- Bildhauer (Mecklenburg-Vorpommern)
- Träger des Nationalpreises der DDR II. Klasse für Kunst und Literatur
- Person (Barth)
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