Maria Wersig
Maria Wersig (geboren 28. September 1978 in Weimar)<ref name=":0">Prof. Dr. Maria Wersig. Deutscher Juristinnenbund e.V., abgerufen am 5. Februar 2024.</ref> ist eine deutsche Juristin und Sozialwissenschaftlerin, die seit 2015 als Professorin an der Fachhochschule Dortmund lehrte<ref name=":1">Curriculum vitae. Fachhochschule Dortmund, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 21. März 2018. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> und seit September 2020 an der Fachhochschule Hannover lehrt<ref>Person – Fakultät V. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 13. April 2021. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>. Von 2017 bis 2023 war Wersig Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes e.V.<ref name=":0" />
Beruflicher Werdegang[Bearbeiten]
Maria Wersig studierte von 1998 bis 2004 Rechtswissenschaft und Genderkompetenz an der Freien Universität Berlin. 2004 legte sie das Erste Juristische Staatsexamen<ref name=":1" /> ab und war anschließend bis 2006 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt „Ehegattenunterhalt und sozialrechtliches Subsidiaritätsprinzip als Gleichstellungshindernisse“ am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin.<ref name=":0" /> Von März 2006 bis September 2008 war sie Fachreferentin für Familien- und Gleichstellungspolitik der Bundestagsfraktion der Partei Die Linke und anschließend bis Juni 2009 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim.<ref name=":1" /> Gefördert mit einem Stipendium der Hans-Böckler-Stiftung nahm Wersig in Hildesheim die Arbeit an einer Dissertation auf, mit der sie – nach einem Forschungsaufenthalt an der Pace Law School (New York) im Herbst 2010 und einer erneuten Anstellung als Wissenschaftliche Mitarbeiterin – im Februar 2013 in Hildesheim zum Dr. phil. promoviert wurde. Der Titel der Arbeit lautete „Hindernisse bei der Reform des Ehegattensplittings. Eine historisch-rekonstruktive Untersuchung“.<ref name=":1" />
Von Sommer 2013 bis Sommer 2014 war Wersig Referentin des Gesamtbetriebsrats der DB Mobility Logistics, bevor sie zum Wintersemester 2014 für ein Jahr eine Vertretungsprofessur an der Hochschule Hannover übernahm. Im September 2015 trat sie eine Professur für „Rechtliche Grundlagen der Sozialen Arbeit“ im Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften<ref name=":0" /> an der FH Dortmund an.<ref name=":1" /> Diese endete im August 2020.<ref>Prof. Dr. Maria Wersig. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Februar 2021; abgerufen am 14. Januar 2021. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Seit dem 1. September 2020 ist sie als Professorin im Bereich „Rechtliche Grundlagen der Sozialen Arbeit“ zur Fakultät Diakonie, Gesundheit und Soziales der Hochschule Hannover zurückgekehrt.<ref>Hochschule Hannover gewinnt renommierte Expertin für Sozialrecht als Professorin. 3. August 2020, abgerufen am 14. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Seit 2009 war Wersig Mitglied und ab Oktober 2013 Vorsitzende der Kommission „Recht der sozialen Sicherung, Familienlastenausgleich“ des Deutschen Juristinnenbundes e.V. Im September 2017 wurde sie zur Vorsitzenden gewählt<ref name=":0" /> und nach zwei Jahren im Amt bestätigt<ref>Deutscher Juristinnenbund e.V.: Maria Wersig. Abgerufen am 13. April 2021.</ref>.
Wersig setzte sich unter anderem für die Reformierung bzw. Abschaffung des § 219a StGB ein, der die Werbung für den Schwangerschaftsabbruch verbot.<ref>Maria Wersig: Informationsfreiheit zum Schwangerschaftsabbruch. 11. März 2018 (weser-kurier.de [abgerufen am 21. März 2018]).</ref><ref>Dinah Riese: Verbot der Werbung für Abtreibung: Hilfe wird strafrechtlich verfolgt. In: Die Tageszeitung: taz. 28. Februar 2018, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 21. März 2018]).</ref><ref>ZDF-Interview: Prof. Maria Wersig zu Abtreibungsinformationen. Fachhochschule Dortmund, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. März 2018; abgerufen am 21. März 2018.</ref> Sie ist Mitherausgeberin der Zeitschriften: Kritische Justiz und info also.
Wersig war Mitglied der Sachverständigenkommission des Bundesministeriums für Familie-, Senioren-, Frauen und Jugend zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin, die die bisherige Regelung zum Schwangerschaftsabbruch sowie die Legalisierung von Eizellspende und Leihmutterschaft prüfte.<ref>Sachverständigenkommission nimmt Arbeit auf. 31. März 2023, abgerufen am 23. Mai 2024.</ref>
Auszeichnungen[Bearbeiten]
Im Mai 2025 wurde ihr das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen.<ref>djb gratuliert Prof. Dr. Maria Wersig zur Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande. In: Pressemitteilung. Deutscher Juristinnenbund e.V., 16. Mai 2025, abgerufen am 17. Mai 2025.</ref>
Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]
- Der lange Schatten der Hausfrauenehe: zur Reformresistenz des Ehegattensplittings. Budrich, Opladen/Berlin/Toronto 2013, ISBN 978-3-8474-0085-1 (Dissertation).
- Stellungnahme als Sachverständige im Deutschen Bundestag: Anhörung zum Gesetzentwurf zur Einführung eines Elterngeld Plus in den Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Deutschen Bundestages, 2014<ref>Anhörung zum Gesetzentwurf zur Einführung eines Elterngeld Plus in den Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Deutschen Bundestages. (PDF; 287 kB) 6. Oktober 2014, abgerufen am 14. Januar 2021.</ref>
- Fälle zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG): eine Einführung in Theorie und Praxis des Antidiskriminierungsrechts in 23 Fällen. UTB, 2017, ISBN 978-3-8252-4870-3.
Weblinks[Bearbeiten]
- Website an der HS Hannover
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Wersig, Maria |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Juristin und Sozialwissenschaftlerin |
| GEBURTSDATUM | 28. September 1978 |
| GEBURTSORT | Weimar |
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