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Maria Wodzińska

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Maria Wodzińska, Porträt von Józef Kościelskiej
Maria Wodzińska

Maria Wodzińska (* 7. Januar 1819 in Warschau; † 7. Dezember 1896 in Kłóbka)<ref>Frédéric Chopin, Zofia Helman, Zbigniew Skowron, Hanna Wróblewska-Straus: Korespondencja Fryderyka Chopina. Band II, Teil 2. Wydawnictwa Uniwersytetu Warszawskiego, Warszawa 2017, ISBN 978-83-235-3140-1, S. 1111.</ref> war angeblich die Verlobte Frédéric Chopins.

Leben[Bearbeiten]

Die Nichte des polnischen Gesandten Maciej Wodziński stammte aus Chopins Geburtsort und war – wie ihre drei Brüder Antoni, Feliks und Kazimierz, sowie die Schwester Józefa – mit dem Komponisten schon seit dessen Kindheit bekannt.<ref>Teresa Wodzińska: Biography. In: en.chopin.nifc.pl. Fryderyk Chopin – Information Centre, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 17. November 2020.@1@2Vorlage:Toter Link/en.chopin.nifc.pl (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>

Aufgrund der Unruhen, die durch den Aufstand in Polen in den 1830er Jahren entstanden waren, übersiedelte die Familie Wodziński zunächst nach Dresden. Chopin, der die Wodzińskis dort besuchte, soll sich in die damals 16-jährige Maria verliebt haben. Auf eine konkrete Liebschaft oder Liebesbeziehung zu ihr oder gar auf eine Verlobung gibt es allerdings in Chopins gesamter Korrespondenz keinerlei Hinweise. Es sind auch keine Briefe Chopins an Maria überliefert.<ref>Chopin’s letters. In: en.chopin.nifc.pl. Fryderyk Chopin – Information Centre, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 17. November 2020.@1@2Vorlage:Toter Link/en.chopin.nifc.pl (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Auch sonst gibt es keine schriftlichen oder stichhaltigen Belege für eine Affäre, was bei Beziehungen mit räumlicher Distanz wahrscheinlich gewesen wäre.<ref>Spätes Outing – Chopin war schwul – und niemand sollte davon erfahren. In: srf.ch. 16. November 2020, abgerufen am 17. November 2020.</ref> Chopin vermittelte jedoch später die Weitersendung der Familienbriefe an den Sohn Antoni, der ihn in Paris auch besucht hatte.

Chopin widmete Maria zwei Kompositionen: den Walzer in As-Dur op. 69 Nr. 1 (Abschiedswalzer) – welchen er später noch anderen widmete<ref>Waltzes. In: Christophe Grabowski (Hrsg.): The complete Chopin. Edition Peters, London / Frankfurt / Leipzig / New York 2007, ISMN 979-0-57708557-9 (Suche im DNB-Portal), S. 136.</ref> – sowie ein Blatt mit dem Anfang des Nocturnes in Es-Dur (op. 9 Nr. 2).

1837 kehrte die Familie Wodziński überraschend und ohne Chopin davon zu unterrichten nach Polen zurück. Dass Chopin mit Maria verlobt gewesen wäre, vermutete die Nachwelt aufgrund von Schriftstücken aus dem Nachlass Chopins: Es sollen darin fünf kurze Briefe Marias überliefert gewesen sein<ref>Chopin’s letters. In: en.chopin.nifc.pl. Fryderyk Chopin – Information Centre, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 17. November 2020.@1@2Vorlage:Toter Link/en.chopin.nifc.pl (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> und diese sollen sich in einem Umschlag befunden haben, den man gefunden hat.<ref>Jürgen Lotz: Frédéric Chopin. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 1995, ISBN 3-499-50564-9, S. 81.</ref> Dies ist allerdings ebenfalls nicht belegbar. Er selbst hatte auf dem Kuvert notiert: Moja bieda (mein Leid).

Rezeption[Bearbeiten]

Räume des 1993 eröffneten Ethnographischen Parks Kujawien-Dobrin ermöglichen biografische Einblicke.

Literatur[Bearbeiten]

  • Frédéric Chopin: Maria. une idylle d’amour en musique; Chopin à Maria Wodzińska. Breitkopf & Härtel, Leipzig 1911.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Maria Wodzińska – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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