Marienmonogramm
Das Marienmonogramm wird auch als Muttergottes-Monogramm bezeichnet und besteht aus einer Buchstabenformation, die den Namen der Muttergottes Maria bezeichnen soll. Die Monogramme befinden sich auf Wappen,<ref>Stadtwappen von Oberschönegg</ref> an Kirchengebäuden,<ref>Pfarrkirche hl. Jakob in Thal bei Graz [1]</ref> in Hausinschriften, an Altären,<ref>Pfarren in Landeck: Unsere Kirche - Die Seitenaltäre.</ref> an Deckenfresken,<ref>Bodensee: Drei Länder – Kultur und Landschaft zwischen Stein am Rhein, Konstanz und Bregenz, Dumont Kunst Reiseführer [2]</ref> an Wegkreuzen und Bildstöcken,<ref>Bildstock mit Aufsatz, Egenhausen 1630 [3]</ref> an Mariensäulen,<ref>Die Mariensäule in Admont Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivierte Kopie ( vom 30. Oktober 2013 im Internet Archive)</ref> an Orgelemporen<ref>Kirchhörde, St. Patrokli: Zur Ersttonfeier am 19. Januar 2012 bekam die Orgel von Pfarrer Meinhard Elmer ein Tattoo verpasst (Iesus XristoC NIKA - griech.: Jesus Christus Sieger, darunter ein Marienmonogramm) [4]</ref> und Chorräumen,<ref>Kippenhausen - Ein malerisches Dorf oberhalb des Bodensees: Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt - Marienmonogramm und Evangelistensymbole der Stuckdecke [5]</ref> in Glasfenstern,<ref>Olpe-Lütringhausen, St. Maria vom Guten Rat [6]</ref> auf Ikonen, auf Schmuck. Es wird weiterhin in der Kunst,<ref>Modell mit Marienmonogramm von Jan-Baptist Verberckt der Ältere Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivierte Kopie ( vom 11. Januar 2014 im Internet Archive)</ref> an Kunstgegenständen als Beiwerk<ref>Oberdürnbacher Dorfkirche: Ein altes Marienbild weist das Marienmonogramm auf dem Rahmen aus Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivierte Kopie ( des Vorlage:IconExternal vom 11. Januar 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> und in Schriftstücken verwendet. Der kennzeichnende Buchstabe ist das M, es kann auch mit zusätzlichen Buchstaben oder anderen Monogrammen (wie M und PX) kombiniert<ref>Hier erkennbar am Logo der Marianischen Männerkongregation – Mariä Verkündigung am Bürgersaal zu München https://www.mmkbuergersaal.de/</ref> und mit Verzierungen ausgeschmückt sein.
-
Wappen der Redemptoristen mit IHS und IXXI
-
Papstwappen von Johannes Paul II. (1978–2005)
-
Marienmonogramm in der Wallfahrtsbasilika von Hostýn (Tschechien)
-
Die „Wundertätige Medaille“
-
Gemeindewappen von Oberschönegg mit Marienmonogramm
-
Marienmonogramm am Portal der Talkirche Münnerstadt
Bedeutung[Bearbeiten]
Wie IHS für Christus steht, so steht IXXI für Maria, das eigentlich aus den ineinandergeschriebenen Buchstaben M und A besteht. Das fromme Monogramm wird Auspice Maria genannt, „unter dem Schutz Mariä“, zuweilen fälschlich als „Ave Maria“ gedeutet. Im 17. Jahrhundert sollen die Jesuiten Fingerringe mit dem Marienzeichen IXXI gegossen haben.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Secrets In Plain Sight ( vom 6. Januar 2014 im Internet Archive)</ref> Auch die Variante IXXR ist zu sehen. Auch spezielle Ausformungen fanden in den Zeiten der Gegenreformation durch die Vermittlung der Jesuiten Anwendung.<ref>Kirche – Glauben – Lexikon „Jesusmonogramm“</ref>
Marienmonogramme auf Ikonen[Bearbeiten]
Das Marienmonogramm auf Ikonen – dessen Ursprung das byzantinische Muttergottes-Monogramm ist – befindet sich auf Marienikonen überwiegend in der linken und rechten oberen Ecke einer Marienikone und ist mit den kyrillischen, byzantinischen, griechischen oder südslawischen Buchstaben MHP (links) und ФУ (rechts) dargestellt. Die Beschriftung der Ikonen ging in Russland ab dem 15. Jahrhundert ihren eigenen Weg. „Die russische Azbukovnik-Deutung aber hierzu dürfte heute nicht wenige Ikonenkenner überraschen. Sie lautet: Мария — Рода Сына — Фарисеева — Учителя“<ref>Monogramme und Akronyme als Ikonenaufschriften [7]</ref>
-
Kopfteil einer griechischen Ikone mit Muttergottes-Monogramm
-
Griechische Marienikone mit Marienmonogramm
Siehe auch[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
- Angelika Überrück: Die christlichen Motive des Blaudrucks - Spiegel der Volksfrömmigkeit in Deutschland vom Ende des 17. Jahrhunderts bis heute. Lit Verlag, Münster 2008, ISBN 3-825-81502-1.
- Die Symbolik der Ikonen
- Zur Beschriftung der Ikonen Ivan Bentchev
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />