Zum Inhalt springen

Mark (Botanik)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Hinweisbaustein

Datei:Elder pith.jpg
Mark im Holunderzweig

Als Mark, Markparenchym oder Medulla<ref></ref> ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)),<ref></ref> im Holzbau auch Markröhre,<ref>Helmuth Neuhaus: Ingenieurholzbau: Grundlagen – Bemessung – Nachweise – Beispiele (= SpringerLink Bücher). 4. Auflage. Springer Vieweg, Wiesbaden 2017, ISBN 978-3-658-14178-3, S. 2, doi:10.1007/978-3-658-14178-3.</ref> bezeichnet man in der Botanik zentral in der Sprossachse der Kormophyten gelegenes, parenchymatisches Gewebe.

Das aus Zellfäden bestehende Speichergewebe bei den Laminariales wird ebenfalls als Mark oder Medulla bezeichnet.<ref name=":0" details="S. 604"></ref>

Mark der Zweikeimblättrigen[Bearbeiten]

Datei:SteleOfVascularPlants.png
h (Eustele): Ringförmig angeordnete Leitbündel; Rinde außen; Mark innen; Markstrahlen verlaufen zwischen Rinde und Mark.
Datei:Stamm21multi.svg
Das Mark ist zentral gelegen. Die dunkelbraunen, horizontalen Balken sind Markstrahlen.

Meist sind die Leitbündel der Zweikeimblättrigen ringförmig angeordnet und unterteilen die Sprossachse in die äußere Rinde und das zentral gelegene Mark (Eustele).<ref name=":1" details="S. 97"></ref> Das Mark ist mit der Rinde durch parenchymatische Markstrahlen (primäre Holzstrahlen) verbunden, die zwischen den Leitbündeln verlaufen.<ref name=":0" details="S. 171 f." />

Gebildet wird das Mark am Sprossapikalmeristem vom Markmeristem, das unter dem Initialenkomplex liegt.<ref name=":0" details="S. 121" /><ref></ref>

Eine Markhöhle entsteht, wenn das Mark reißt oder sich auflöst.<ref name=":0" details="S. 171 f." /><ref name=":1" details="S. 97" /> Dies ist typisch für einige krautige Pflanzen, zum Beispiel den Löwenzahn.<ref name=":1" details="S. 97" />

Das Mark dient oft als Speichergewebe für Reservestoffe.<ref name=":0" details="S. 124" /> Es kann auch abgestorben sein, dann sind die Zellen gaserfüllt.<ref name=":0" details="S. 171 f." />

Nutzung[Bearbeiten]

Getrocknetes Mark des Holunders wird in der mikroskopischen Technik beispielsweise bei der Anfertigung von Blattquerschnitten als Schneidehilfe eingesetzt. Dafür wird das Mark radial zu zwei Dritteln eingeschnitten und das Präparat im Spalt platziert. Mit einer Rasierklinge werden Holundermark und Präparat dünn geschnitten und das Mark anschließend von den Schnitten entfernt.<ref></ref>

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Literatur[Bearbeiten]

  • Ray Franklin Evert, Susan E. Eichhorn, Katherine Esau: Esau's plant anatomy: meristems, cells, and tissues of the plant body: their structure, function, and development. 3. Auflage. Wiley, Oxford 2006, ISBN 978-0-470-04738-5.