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Markt (Bonn)

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Datei:Bonn - Altes Rathaus am Markt (tone-mapping).jpg
Marktplatz mit Altem Rathaus (2011)
Datei:Fontainen-obelisk-17.jpg
Blick auf den mittleren und westlichen Teil des Marktplatzes, im Hintergrund das Stadthaus (2016)
Datei:Bonn – Markt.jpg
Der mittlere und östliche Teil des Marktplatzes von oben (2018)
Datei:Fontainen-obelisk-13.jpg
Marktfontaine
Datei:Rathaus Bonn 1904.jpg
Blick über den Marktplatz auf das alte Rathaus im Jahr 1904, links das Hotel „Zum goldenen Stern“
Datei:Buchdenkmal-marktplatz-bonn-kaus.jpg
eins von 60 Bronzebüchern im Pflaster des Bonner Marktes

Der Markt ist ein Platz in Bonn. Er entstand im 11. Jahrhundert als Mittelpunkt einer Gewerbesiedlung an einer vielbefahrenen Straße durch Bonn. Er ist annähernd dreieckig. In seiner Mitte steht die sogenannte Marktfontaine (auch Obelisk genannt) und an seiner Kopfseite das alte Rathaus, das im Stil des Rokoko erbaut wurde. Auf dem Marktplatz findet der tägliche Bonner Markt statt.

Am Marktplatz stehen viele historische Gebäude. Bekannte Bauwerke sind außer dem Rathaus die historische Gaststätte „Em Höttche“ aus dem Jahr 1389, wo Kurfürst Gebhard Truchsess von Waldburg am 2. Februar 1583 seine Hochzeit mit Agnes Gräfin von Mansfeld feierte, was zum Ausbruch des „Kölnischen Kriegs“ führte.

Weithin bekannt war das vornehme Hotel „Zum goldenen Stern“ (1894/95 abgebrochen), heute „Sternhotel“ (Markt 8), in dessen Ballsaal auch Konzerte stattfanden. Im Rahmen einer Soiree von Clara Schumann fand dort am 12. November 1853 die Uraufführung der Märchenbilder op. 113 von Robert Schumann statt, gespielt von Wilhelm Joseph von Wasielewski (Viola) und Clara Schumann (Klavier). Unmittelbar angrenzend befindet sich seit 1913 das Filmtheater Stern-Lichtspiele.

Ludwig van Beethoven verkehrte in der Gaststätte „Zehrgarten“. Das zeigt sein 1792 angelegtes Stammbuch, in dem sich mehrere Gäste des Lokals eintrugen, darunter die Wirtstochter Babette Koch und deren Bruder. Die Gaststätte schloss 1890 und wurde 1899 abgerissen.
Die öffentliche Tiefgarage unter dem Marktplatz wurde am 7. November 1970 nach eineinhalbjähriger Bauzeit eröffnet.<ref>Karl Gutzmer: Chronik der Stadt Bonn. Chronik-Verlag, Dortmund 1988, ISBN 3-611-00032-9, S. 244.</ref><ref>Zeittafel zur Geschichte von Bonn. In: Adreßbuch der Bundeshauptstadt Bonn, 91. Ausgabe, J. F. Carthaus, Bonn 1970, S. XXXI–XXXIV (hier: S. XXXIV). (online)</ref>

60 Bronzebücher im Pflaster des Bonner Marktes („Lese-Zeichen“, siehe Bild) und sind Teile des Erinnerungsmals Bücherverbrennung. Am Jahrestag des 10. Mai 1933 wird eine in den Boden eingelassene Büchertruhe gehoben und aus den darin befindlichen Werken zitiert.<ref>Erinnerungsmal Bücherverbrennung. Abgerufen am 6. Dezember 2020.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Max Braubach: Von den Menschen und dem Leben in Bonn zur Zeit des jungen Beethoven und der Babette Koch-Belderbusch. Neue Forschungserkenntnisse. In: Bonner Geschichtsblätter: Jahrbuch des Bonner Heimat- und Geschichtsvereins, ISSN 0068-0052, Band 23 (1969), S. 51–121.
  • Max Braubach (Hrsg.): Die Stammbücher Beethovens und der Babette Koch. Bonn 1995, ISBN 3-88188-008-9.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Markt Bonn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Koordinaten: 50° 44′ 7,3″ N, 7° 6′ 8″ O

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