Markus Marterbauer
Markus Marterbauer (* 26. Februar 1965 in Uppsala, Schweden) ist ein österreichischer Nationalökonom und Politiker. Seit dem 3. März 2025 ist er österreichischer Finanzminister (SPÖ) in der Bundesregierung Stocker.
Leben[Bearbeiten]
Marterbauer ist im oberösterreichischen Laakirchen aufgewachsen<ref>Verena Mitterlechner: Finanzminister: "Erneuerbare Energie wird uns reich machen". In: nachrichten.at. 27. November 2025, abgerufen am 29. November 2025.</ref>. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Universitätsassistent am Institut für Volkswirtschaftstheorie und -politik der Wirtschaftsuniversität Wien wechselte Marterbauer auf den Posten eines Konjunkturreferenten im Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO), Wien. Im Jahr 2000 absolvierte er einen Forschungsaufenthalt am Economics Department der York University in Toronto, Kanada. Bereits 2002 hat er für die SPÖ bei der Nationalratswahl kandidiert: Auf der Bundesliste auf Platz 63, auf der Wiener Landesliste auf Platz neun. Er verpasste damals jedoch den Einzug in den Nationalrat.<ref>https://www.bmi.gv.at/412/Nationalratswahlen/Nationalratswahl_2002/files/Bwv021.pdf</ref><ref>Nina Horaczek, Eva Konzett, Jürgen Klatzer: Markus Marterbauer: Ein prononcierter Linker als Finanzminister – geht das gut? In: FALTER. 4. März 2025, abgerufen am 25. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Von 2011 bis 2025 war er als Nachfolger von Günther Chaloupek Abteilungsleiter der Abteilung Wirtschaftswissenschaft und Statistik der Arbeiterkammer Wien. Marterbauers zahlreiche Publikationen befassen sich vorrangig mit der Budgetentwicklung und Fiskalpolitik Österreichs, mit Fragen der Einkommenspolitik und Umverteilung, mit makroökonomischen Fragen und sozialdemokratischer Wirtschaftspolitik. Er gilt als Anhänger der keynesianischen Schule und plädiert für staatliche Eingriffe in den Markt.<ref>kevin.yang: Markus Marterbauer: Der Finanzminister für die roten Zahlen. In: profil.at. 28. Februar 2025, abgerufen am 1. März 2025.</ref>
Marterbauer war Vizepräsident des Fiskalrates,<ref>Simone Hoepke: Jetzt fix: Gottfried Haber wird Präsident des Fiskalrates. In: kurier.at, 5. Oktober 2018, abgerufen am 5. Oktober 2018.</ref> Experte im Budgetausschuss des österreichischen Nationalrates und Mitglied im Beirat für Wirtschafts- und Sozialfragen. Ab 2013 leitete er als Vorsitzender den Arbeitskreis Dr. Benedikt Kautsky.
Seit 3. März 2025 ist Marterbauer Finanzminister und ist damit der erste SPÖ-Finanzminister seit 25 Jahren. Er galt als Wunschkandidat des SPÖ-Vorsitzenden Andreas Babler.<ref>Personalien nun fix: SPÖ segnet Regierungspakt ab. In: orf.at. 28. Februar 2025, abgerufen am 28. Februar 2025.</ref> Marterbauer gilt als Vertreter einer sozial gerechten Wirtschaftspolitik. Die Wirtschaft müsse durch nachhaltige Investitionen angekurbelt werden, um wirtschaftliche und soziale Sicherheit zu garantieren.<ref>Michael Thaler: Österreich hat eine neue Regierung – Das sind die Minister:innen. In: kontrast.at. 3. März 2025, abgerufen am 3. März 2025.</ref> Trotz seines späten Einstiegs in die Politik und der schwierigen Haushaltslage wurde Marterbauer rasch beliebt. Wenige Monate nach Antritt der Dreierkoalition galt er als populärster Minister.<ref>APA: Beliebtestes Mitglied der Regierung ist Markus Marterbauer. In: orf.at. 5. September 2025, abgerufen am 30. Oktober 2025.</ref><ref>Joseph Gepp, András Szigetvari: Was macht Finanzminister Marterbauer so erfolgreich – trotz schlechter Bedingungen? In: derstandard.at. 14. September 2025, abgerufen am 30. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Laut eigener Aussage ist Marterbauer „seit fast 40 Jahren“ SPÖ-Parteimitglied.<ref>Norbert Rief: Finanzminister Marterbauer: „Es ist nicht unmoralisch, ein großes Vermögen zu haben, aber...“ In: diepresse.com. 17. März 2025, abgerufen am 1. April 2025.</ref> Im Juli 2026 machte er eine Krebsdiagnose öffentlich.<ref>Bleibt im Amt: Finanzminister Marterbauer macht Krebsidagnose öffentlich. 13. Juli 2026, abgerufen am 13. Juli 2026.</ref>
Ausgewählte Publikationen[Bearbeiten]
- Budgetpolitik im "Modell Schweden". Der schwedische Konsolidierungserfolg und die Handlungsalternativen für Österreich. Lang, Frankfurt am Main [u. a.] 1989, ISBN 3-631-42256-3.
- Wem gehört der Wohlstand? Perspektiven für eine neue österreichische Wirtschaftspolitik. Zsolnay, Wien 2007, ISBN 978-3-552-05400-4.
- Zahlen bitte! Die Kosten der Krise tragen wir alle. Deuticke, Wien 2011, ISBN 978-3-552-06173-6.
- mit Martin Schürz: Angst und Angstmacherei. Für eine Wirtschaftspolitik, die Hoffnung macht. Zsolnay, Wien 2022, ISBN 978-3-552-07311-1.
Weblinks[Bearbeiten]
- Markus Marterbauer im Katalog der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW)
- Lebenslauf (PDF)
- Publikationsverzeichnis laut Universität Wien
- Markus Marterbauer auf www.meineabgeordneten.at
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Marterbauer, Markus |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Ökonom |
| GEBURTSDATUM | 26. Februar 1965 |
| GEBURTSORT | Uppsala, Schweden |