Marmelshagen
Marmelshagen war im Mittelalter eine kleine Bauerschaft und gehört heute zum Bochumer Stadtteil Hofstede.
Geographie[Bearbeiten]
Die Bauerschaft lag nördlich des Hofsteder Bachs östlich der Dorstener Straße auf Höhe der Straße Marmelshagen. Sie grenzte an Eickel an und gehörte zur Landgemeinde Hofstede. Im Jahr 1904 kam sie mit der Eingemeindung Hofstedes zu Bochum.
Geschichte[Bearbeiten]
Im Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 wurden hier ein Henrick und ein Bathe to „Malmenshagen“ erwähnt. Im Verzeichnis der Rittergüter und Bauernhöfe von 1519 wurde die Bauerschaft „Malmishaghen“ genannt.<ref>Jürgen Stahl: Marmelshagen ist eine Straße der Gegensätze. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 19. Mai 2014, abgerufen am 1. Mai 2025.</ref>
Außerdem soll sich 1835 in Marmelshagen die Eisenhütte St. Johannes befunden haben über die weitere Angaben bislang fehlen.
Im 19. Jahrhundert entstanden die größeren Gartenwirtschaften „Restauration Bergmann“ von Heinrich Bergmann (zerstört im Zweiten Weltkrieg) und „Zum Kaisergarten“ von Friedrich Schulte.<ref name="rn">Ruhrnachrichten Bochum, 13. November 2012</ref> Zu den Attraktionen gehörte der „Hero- und Leander-Brunnen“ und die „Drei-Kaiser-Grotte“ in den Gartenanlagen.<ref name="rn"/>
Zum Ortsteil zählt die 1955 errichtete Pfarrkirche St. Nikolaus von Flue. Heute besteht noch der Gesangsverein MGV Einigkeit 1880 Bochum-Marmelshagen.<ref>MGV Einigkeit 1880 Bochum-Marmelshagen</ref> Der im Jahr 1910 gegründete Fußballverein SV Phönix Bochum besteht auch heute noch.<ref>SV Phönix Bochum</ref>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
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Koordinaten: 51° 30′ N, 7° 11′ O
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