Zum Inhalt springen

Martin Kupf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Martin Kupf (* 12. März 1935 in Gablonz an der Neiße, Tschechoslowakei)<ref>Kupf, Martin. In: Allgemeines Künstlerlexikon. degruyter.com, abgerufen am 24. Mai 2015.</ref> ist ein österreichischer Restaurator und Denkmalschutzaktivist.<ref name="Perlentaucher">Martin Kupf. Perlentaucher, abgerufen am 24. Mai 2015.</ref>

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Martin Kupf verbrachte den größeren Teil seiner Schulzeit in Wien und maturierte am Gymnasium Albertgasse. Er studierte in der Folge Architektur an der Technischen Hochschule Wien und Restaurierung an der Akademie der bildenden Künste Wien. Dieses Studium schloss er mit dem Magistergrad ab.

Anschließend arbeitete er als Restaurator in der Österreichischen Galerie, beim Bundesdenkmalamt und zwischen 1966 und 2001 im Österreichischen Museum für Volkskunde in Wien.<ref>Österr. Museum für Volkskunde. (PDF) kunstkultur.bka.gv.at, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. Mai 2015; abgerufen am 24. Mai 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kunstkultur.bka.gv.at</ref>

Von Kupf stammt ein allerdings nur teilweise realisiertes Restaurierungskonzept für die Straßenmöblierung der Wiener Ringstraße, er gestaltete unter anderem die Vorlagen für den Nachguss ehemaliger Litfaßsäulen in diesem Bereich. Weiters war er über lange Jahre für die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien und für das Wiener Künstlerhaus tätig.<ref>Die Präsidentengalerie. wladimir-aichelburg.at, abgerufen am 24. Mai 2015.</ref> Außerdem beschäftigt er sich mit historistischer Architektur.

Kupf setzt sich insbesondere für die Erhaltung der Wiener Innenstadt ein. So spricht er sich gegen bestimmte Typen moderner Straßenlaternen aus, etwa die Ersetzung der sogenannten „Bischofsstäbe“ beziehungsweise „Maiglöckchen“ am Wiener Schwarzenbergplatz durch klobigere Beleuchtungskörper. Zu diesem Thema führte er eine Umfrage durch, die die Ablehnung der neuen Laternen durch Anwohner und Touristen nachwies. Dieses Umfrageergebnis wurde notariell beglaubigt.<ref>Kampf für „Maiglöckchen“-Straßenlampen. derstandard.at, 9. Januar 2009, abgerufen am 24. Mai 2015.</ref> Auch im Falle der Fußgängerzone Kärntner Straße fand sein Eintreten für traditionelle Beleuchtungskörper mediale Beachtung. Aktuell kritisiert er den geplanten Ausbau des Hotels Intercontinental, bei dem das bestehende Hotelgebäude aufgestockt und ein zweites etwa 73 Meter hohes Gebäude im UNESCO-Welterbegebiet der Wiener Innenstadt errichtet werden soll. Dieser zweite Turm würde laut Kupf den sogenannten Canaletto-Blick vom Schloss Belvedere auf die Wiener Innenstadt erheblich beeinträchtigen.<ref>Regionalmedien Austria: Hotel-Bau macht Ärger. In: meinbezirk.at. 26. März 2013, abgerufen am 24. Mai 2015.</ref>

Martin Kupf ist Vizepräsident und Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Denkmal- und Ortsbildpflege<ref>Der Vorstand der Österreichischen Gesellschaft für Denkmal- und Ortsbildpflege auf denkmal-ortsbildpflege.at, abgerufen am 24. Mai 2015.</ref> und Mitglied des Wiener Künstlerhauses.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Mitglieder des Künstlerhauses (Memento des Vorlage:IconExternal vom 9. November 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.k-haus.at auf k-haus.at, abgerufen am 24. Mai 2015.</ref>

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten]

  • mit Dieter Klein, Robert Schediwy, Bruno Maldoner: Wiener Stadtbild-Verluste seit 1945. Eine kritische Dokumentation. Edition Atelier, Wien 2001, ISBN 3-85308-054-5.
  • mit Dieter Klein, Robert Schediwy: Stadtbildverluste Wien. Ein Rückblick auf fünf Jahrzehnte. Lit, Wien 2005, ISBN 3-8258-7754-X. (online)
  • mit Erika Sieder, Dieter Klein, Alicia Ysabel Spengler, Robert Hölz: Architektur der Provinz Künstler um 1900 im Wechselgebiet. 2, – Tout Vienne!: Gustav Orglmeister: 1861–1953: der letzte Wiener k.u.k. Hofbaumeister. Verlag Bibliothek der Provinz, Weitra 2001, ISBN 3-901862-16-1.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein