Martin Lessenthin
Martin Lessenthin (* 15. Juli 1957 in Legden) ist ein deutscher Sachverständiger für Menschenrechtsfragen, Vortragsredner und Journalist. Er war Vorstandssprecher der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte und Mitglied des Kuratoriums des Deutschen Instituts für Menschenrechte sowie Sachverständiger des Bundestagsausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe.<ref>https://www.bundestag.de/blob/485908/40c1077e95bb601ac7a8f2748a18dd1c/stellungnahme_lessenthin-data.pdf</ref><ref>Volker Müller: Lob und Kritik für elften Menschenrechtsbericht. In: Deutscher Bundestag. (bundestag.de [abgerufen am 2. April 2017]).</ref> Des Weiteren ist er Laudator und Juror unter anderem beim Tübinger Menschenrechtspreis<ref>Jury - Menschenrechtswoche Tübingen. In: Menschenrechtswoche Tübingen. (mrw-tuebingen.de [abgerufen am 26. November 2017]).</ref>, dem Menschenrechtspreis Weimar<ref>Ann-Sophie Bohm-Eisenbrandt / dpa: Weimarer Menschenrechtspreis für inhaftierte Iranerin. (thueringen24.de [abgerufen am 27. November 2017]).</ref> und dem Medienpreis Menschenrechte.
Leben[Bearbeiten]
Lessenthin besuchte das Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium in Gelsenkirchen und studierte an der Ruhr-Universität Bochum Geschichte, Publizistik und Politikwissenschaft. Er schloss das Studium als Magister artium (M.A.) ab und war Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung, Referent und Dozent für verschiedene Einrichtungen der Erwachsenenbildung sowie für Verbände und andere Institutionen. Darunter die Josef-Hermann-Dufhues-Stiftung, das Deutschlandpolitische Bildungswerk, die Konrad-Adenauer-Stiftung, das Bildungswerk der nordrhein-westfälischen Wirtschaft, der Bund der Vertriebenen, die Karl-Arnold-Stiftung, der Dachverband der Jugendpresse, der Evangelische Arbeitskreis der CDU und die Bischöfliche Akademie.
Bereits seit Mitte der 1970er Jahre ist er ehrenamtlich für die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) aktiv gewesen, während er als freiberuflicher Journalist unter anderem für die Christliche Gewerkschaft Medien sowie die Christliche Gewerkschaft Metall tätig war.
Von 1989 bis 1998 war Lessenthin Chefredakteur der Deutschen-Gewerkschafts-Zeitung in Stuttgart. Zwischen 1990 und 1998 war er Mitglied der Bundesvorstände des Christlichen Gewerkschaftsbundes (CGB) und des Gesamtverband der christlichen Gewerkschaften Deutschlands (CGD). Von 1989 bis 2000 war Lessenthin Chefredakteur der medienkritischen Zeitschrift Unsere Sendung der Aktion Funk und Fernsehen (AFF).
Ab 2000 war er Leiter der Presseabteilung der IGFM. Im April 2023 schied er als Sprecher und geschäftsführendes Vorstandsmitglied aus dem Amt, das er seit 2001 innegehabt hatte.<ref>IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin scheidet aus dem Amt, ead.de, Meldung vom 21. April 2023.</ref>
Am 26. Februar 2016 wählte der Deutsche Bundestag als Vertreter der Zivilgesellschaft auf Vorschlag der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Lessenthin in das Kuratorium des Deutschen Instituts für Menschenrechte (DIMR).<ref>IGFM-Vorstandssprecher ins Kuratorium des Deutschen Instituts für Menschenrechte gewählt. In: IGFM.de. (Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.IGFM-Vorstandssprecher ins Kuratorium des Deutschen Instituts für Menschenrechte gewählt ( vom 20. Februar 2017 im Internet Archive) [abgerufen am 10. Mai 2017]). </ref><ref>Kuratorium. Abgerufen am 10. Mai 2017.</ref>
Als Botschafter für Menschenrechte engagiert sich Lessenthin gemeinsam mit anderen Menschenrechtsverteidigern für die Lösung spezieller Menschenrechtsprobleme.
Lessenthin ist verheiratet, Vater zweier Kinder und lebt in Hessen.
Themenschwerpunkte[Bearbeiten]
- Religionsfreiheit und die Folgen religiösen Fanatismus<ref>Frankfurter Neue Presse: Internationale Gesellschaft für Menschenrechte: Wie ein Kampf gegen Windmühlen | Frankfurter Neue Presse. Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Internationale Gesellschaft für Menschenrechte: Wie ein Kampf gegen Windmühlen | Frankfurter Neue Presse ( vom 21. August 2016 im Internet Archive)</ref><ref>Stuttgarter Nachrichten, Stuttgart, Germany: Kriegsverbrechen in Syrien: Gerechtigkeit für die Opfer des IS. In: stuttgarter-nachrichten.de. (stuttgarter-nachrichten.de [abgerufen am 10. Mai 2017]).</ref><ref>Nordwest-Zeitung: Kinderehen schon bei Einreise annullieren. In: NWZonline. (nwzonline.de [abgerufen am 10. Mai 2017]).</ref>
- Die Menschenrechtslage in deutschen Flüchtlingsunterkünften<ref>Katharina Iskandar, Stefan Toepfer: Gewalt in Flüchtlingsheimen: „Ein ganzes Konglomerat an Bedrohungen“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 13. Mai 2016, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 10. Mai 2017]).</ref><ref>Christenhass in Asylheimen und das Wachpersonal sieht weg - WELT. Abgerufen am 10. Mai 2017.</ref><ref>Islam: So belastet der Ramadan christliche Flüchtlinge - WELT. Abgerufen am 10. Mai 2017.</ref><ref>Asylkrise: Christen und Frauen fliehen aus Flüchtlingsheimen - WELT. Abgerufen am 10. Mai 2017.</ref>
Länderschwerpunkte[Bearbeiten]
- Das politische System und die Menschenrechtslage in der Türkei<ref>Zur Türkei:„Eine Diktatur passt nicht zur EU“. In: IGFM.de. (igfm.de [abgerufen am 10. Mai 2017]). Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Zur Türkei:„Eine Diktatur passt nicht zur EU“ ( vom 15. April 2017 im Internet Archive)</ref><ref>Südwest Presse Online-Dienste GmbH: "Erdogan ist kein Vertragspartner, auf den man sich in Sachen Menschenrechte verlassen kann". In: swp.de. 18. April 2016 (swp.de [abgerufen am 10. Mai 2017]).</ref><ref>Hannoversche Allgemeine Zeitung, Hannover, Niedersachsen, Germany: Menschenrechts-Experte Martin Lessenthin nennt Türkei "Unrechtsstaat" – HAZ – Hannoversche Allgemeine. Abgerufen am 10. Mai 2017.</ref><ref>Internationale Gesellschaft für Menschenrechte: Türkei: Religiöse Minderheiten in Gefahr. In: The European. 20. April 2017 (theeuropean.de [abgerufen am 10. Mai 2017]).</ref>
- Menschenrechtsverletzungen in der Demokratischen Volksrepublik Korea<ref>Mareike Katerkamp, Frankfurt: Arbeiter aus Nordkorea: „Ausgebeutet wie Sklaven“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 28. März 2016, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 10. Mai 2017]).</ref>
- Die Menschenrechtssituation in der Islamischen Republik Iran<ref>Die fensterlose Welt von Saeed Abedini. (tagesspiegel.de [abgerufen am 10. Mai 2017]).</ref>
- Das politische System und die Menschenrechtslage auf Kuba<ref>Fidel Castro wird 90 - kein Feiertag für die Kubaner | domradio.de. Abgerufen am 10. Mai 2017.</ref>
Veröffentlichungen[Bearbeiten]
- Martin Lessenthin: Nicht nur im Mittelmeer sterben Flüchtlinge, 2017<ref>Nicht nur im Mittelmeer sterben Flüchtlinge. Abgerufen am 26. November 2017.</ref>
- Martin Lessenthin: Arbeitssklaven für Frankfurts Partnerstadt, 2017<ref>Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH: Vorwurf von CDU-Mitglied: „Arbeitssklaven für Frankfurts Partnerstadt“. 22. Juli 2017, abgerufen am 26. November 2017.</ref>
- Martin Lessenthin: Kein Respekt vor Menschenrechten, 2017<ref>Frankfurter Neue Presse: Arbeiten in Frankfurts polnischer Partnerstadt Krakau: Kein Respekt vor Menschenrechten | Frankfurter Neue Presse. Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Arbeiten in Frankfurts polnischer Partnerstadt Krakau: Kein Respekt vor Menschenrechten | Frankfurter Neue Presse ( vom 1. Dezember 2017 im Internet Archive)</ref>
- Martin Lessenthin: Ein ganzes Volk leidet unter der totalen Gehirnwäsche, 2017<ref>Ein ganzes Volk leidet unter der totalen Gehirnwäsche - STIMME.de. Abgerufen am 26. November 2017.</ref>
- Martin Lessenthin: Tribunal soll IS-Verbrecher richten, 2017<ref> Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Tribunal soll IS-Verbrecher richten ( vom 16. April 2017 im Internet Archive)</ref>
- Martin Lessenthin: Deutschland kann viel mehr für Verfolgte im Iran tun, 2016<ref>Deutschland kann viel mehr für Verfolgte im Iran tun. In: IGFM.de. (igfm.de [abgerufen am 10. Mai 2017]). Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Deutschland kann viel mehr für Verfolgte im Iran tun ( vom 16. April 2017 im Internet Archive)</ref>
- Martin Lessenthin: Barbarei darf nicht hingenommen werden, 2016<ref>Barbarei darf nicht hingenommen werden. In: IGFM.de. (igfm.de [abgerufen am 10. Mai 2017]). Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Barbarei darf nicht hingenommen werden ( vom 16. April 2017 im Internet Archive)</ref>
- Martin Lessenthin: Kommentar. Chavez ist tot – aber der Chavismus lebt noch, 2013<ref>Kommentar: Chávez ist tot - aber der Chavismus lebt noch. In: IGFM.de. (igfm.de [abgerufen am 10. Mai 2017]). Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Kommentar: Chávez ist tot - aber der Chavismus lebt noch ( vom 16. April 2017 im Internet Archive)</ref>
- mit Ansgar Graw: Lothar Späth: Politik, Wirtschaft und die Rolle der Medien. Orell Füssli, Zürich 1991, ISBN 3-280-02102-2.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lessenthin, Martin |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Journalist und Menschenrechtler |
| GEBURTSDATUM | 15. Juli 1957 |
| GEBURTSORT | Legden |