Martin Moder
Martin Moder (* 10. Jänner 1988 in Wien) ist ein österreichischer Molekularbiologe sowie Autor populärwissenschaftlicher Bücher und Teil der Wissenschaftskabarettgruppe Science Busters.
Leben und Werk[Bearbeiten]
Moder studierte Mikrobiologie und Genetik an der Universität Wien und schloss 2014 am Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) seinen Master in Molekularbiologie ab, in dessen Rahmen er Hirntumorforschung an Fruchtfliegen betrieb. Von 2014 bis 2017 forschte er für seine Dissertation<ref>Parallel genome-wide screens identify synthetic viable interactions between the BLM helicase complex and Fanconi anemia / submitted by Martin Moder, auf repositorium.meduniwien.ac.at</ref> am Zentrum für Molekulare Medizin (CeMM) an seltenen Erbkrankheiten und beendete das Doktoratsstudium erfolgreich im Jahr 2018.
Den ersten Kontakt mit Wissenschaftskommunikation hatte er als mehrjähriger Tutor in dem Mitmachlabor Vienna Open Lab.<ref>Open Science. Abgerufen am 19. Juni 2017.</ref> 2013 nahm Moder in Graz zum ersten Mal an einem Science-Slam teil, gewann diesen und wurde 2014 in Kopenhagen zum ersten Science-Slam Europameister gewählt. Sein erstes Buch Treffen sich zwei Moleküle im Labor<ref>Flapsig, aber fundiert. (spektrum.de [abgerufen am 19. Juni 2017]).</ref> beschäftigt sich mit einem breiten Themenspektrum der Molekularbiologie und erschien im September 2016 im Ecowin Verlag. Sein zweites Buch Genpoolparty<ref>Verbesserte Menschen? Abgerufen am 22. Juli 2019.</ref> beschäftigt sich mit der Optimierung des Menschen und erschien im Februar 2019 im Hanser Verlag.
Als Mitglied der Science Busters spricht er regelmäßig Wissenschaftskolumnen für Radio FM4 ein.<ref>FM4 Science Busters. Abgerufen am 29. September 2020.</ref>
Moder ist aktives Mitglied in der Gesellschaft für kritisches Denken (GkD), der Wiener Regionalgruppe der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP),<ref>GWUP Wien. Abgerufen am 19. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und widmet sich durch Vorträge und Fernsehauftritte vorwiegend der Aufklärung von Gentechnik- und Medizin-Mythen. Im November 2016 stand er zum ersten Mal mit den Science Busters auf der Bühne und ist seitdem reguläres Mitglied der Wissenschaftskabarettgruppe.
Seit April 2020 gehört er zur Stammbesetzung des Talkformats Laberfeuer (ehemals Ferngespräch) von Tommy Krappweis auf dem Twitch-Kanal WildMics. Die Sendung beschäftigt sich mit Verschwörungsmythen, Forschung und gesellschaftlichen Entwicklungen. Für sein Engagement zu Europa-Themen und zur Förderung des Demokratieverständnisses im Rahmen des Formats wurde er 2025 vom Bund Europäischer Jugend zum Ehrenmitglied ernannt.<ref>WildMics: 70 Jahre BEJ & JEF Österreich GALA🥇🇪🇺. 18. November 2025, abgerufen am 26. November 2025.</ref>
Moder hatte eine wöchentliche Rubrik in dem Wissensmagazin „Fannys Friday“ auf ORF 1, in der er ab September 2020 wissenschaftliche Phänomene für ein junges Publikum erklärte. Das Format lief bis Februar 2022.<ref>Fanny Stapf begrüßt wöchentlich zu „Fannys Friday“. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 25. September 2020; abgerufen am 29. September 2020.</ref>
Im Laufe der Corona-Pandemie startete Moder den YouTube-Kanal MEGA (Make Europa Gscheit Again).<ref>YouTube-Kanal von Martin Moder, abgerufen am 21. Februar 2021</ref> Er widmet sich der Aufklärung von Corona-Mythen und klärt Fragen rund um die Impfstoffe. Seit Februar 2021 wird der Kanal zusätzlich von Christina Alma Emilian (Public Health) und Florian Aigner (Physiker) bespielt. Einige der Videos Moders wurden vom Robert Koch-Institut übernommen.<ref>Corinna Tertel: Martin Moder – Österreichischer Molekularbiologe und Wissenschaftskabarettist. In: hr-inforadio. 19. März 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. Juli 2021; abgerufen am 23. März 2022.</ref> Der YouTube-Kanal ist Teil der Initiative #EuropaGegenCovid19, die 2021 mit dem Kaiser-Maximilian-Preis für Europäische Verdienste ausgezeichnet wurde.<ref>Kaiser Maximilian Preis verliehen an #EUROPAgegenCovid19. Abgerufen am 19. Oktober 2021.</ref>
Für seine Aufklärungsarbeit im Laufe der Corona-Pandemie wurde Moder 2021 vom Österreichischen Roten Kreuz der Humanitätspreis der Heinrich-Treichl-Stiftung verliehen.<ref name=":0">Rotes Kreuz verleiht Preis für herausragendes humanitäres Engagement. Abgerufen am 25. September 2021.</ref>
2021 wurde Moder in Göttingen mit dem erstmals verliehenen LifeScienceXplained Preis für neue Kommunikation ausgezeichnet.<ref>YouTuber erhält ersten LifeScienceXplained-Preis. Abgerufen am 15. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
2023 übernahm Moder die Ehrenpatenschaft des Pazifischen Trompetenfisches im Haus des Meeres und begründete dies mit der Aussage: „Als ich die Kopfform des Fisches sah, konnte ich mich sofort mit ihm identifizieren und gab ihm den Spitznamen ‚Nasi‘.“<ref>Treffen sich ein Science Buster und ein Trompetenfisch… Abgerufen am 12. Mai 2023.</ref>
2025 fand er in der Datenbank des österreichischen Arbeitsmarktservice einen Kurs in Quantenheilung, an dem er teilnahm. Dabei erwarb er ein Zertifikat als Quantenheiler. Seine Erfahrungen und Erkenntnisse stellt er in einem Beitrag auf seinem Youtube-Kanal Mega dar.<ref>Karin Krichmayr: Mit Nullpunktenergie zu reinem Bewusstsein: Martin Moder wird "Quantenheiler". In: Der Standard. 13. August 2025, abgerufen am 13. August 2025.</ref>
2025 wurde Moder vom Magazin Österreichs Journalist:in in der Kategorie Wissenschaftsjournalismus auf Platz 2 gereiht.<ref>Österreichs Journalist:in 2025#06. Abgerufen am 21. Dezember 2025.</ref>
Auszeichnungen[Bearbeiten]
- Verleihung des Titels Science-Slam Europameister (2014)<ref>STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H.: Im Fruchtfliegen-Kostüm zum Sieg im Science-Slam-Europafinale. In: derStandard.at. (derstandard.at [abgerufen am 19. Juni 2017]).</ref>
- Als Mitglied der Science Busters:
- Kleinkunstpreis Salzburger Stier (2018)<ref>Preisverleihung 2018. Abgerufen am 22. Juli 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Publikumspreis beim Österreichischen Kabarettpreis (2018)<ref>Österreichischer Kabarettpreis: Publikumspreis an "Science Busters" - derStandard.at. Abgerufen am 22. Juli 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Publikumspreis beim Österreichischen Kabarettpreis (2022)<ref>Österreichischer Kabarettpreis: "Science Busters" mit Publikumspreis ausgezeichnet. Abgerufen am 23. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Fernsehpreis beim Österreichischen Kabarettpreis (2025)<ref>Österreichischer Kabarettpreis 2025: Fernsehpreis geht an die „Science Busters“. Abgerufen am 26. November 2025.</ref>
- Humanitätspreis der Heinrich-Treichl-Stiftung für herausragendes humanitäres Engagement im Laufe der Corona-Pandemie. Verliehen vom Österreichischen Roten Kreuz (2021)<ref name=":0" />
- Als Teil der Initiative #EuropaGegenCovid19:
- Kaiser-Maximilian-Preis für Europäische Verdienste (2021)<ref>Kaiser Maximilian Preis verliehen an #EUROPAgegenCovid19. Abgerufen am 19. Oktober 2021.</ref>
- Europa-Staatspreis 2023 – Kategorie: Grenzenloses Europa (2023)<ref>Bundeskanzleramt Österreich: Europa-Staatspreis 2023. Abgerufen am 11. Mai 2023.</ref>
- LifeScienceXplained Preis für neue Kommunikation (2021)<ref>YouTuber erhält ersten LifeScienceXplained-Preis. Abgerufen am 15. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Schweizer Freidenkerpreis für aufklärerisches Engagement in der Corona-Pandemie (2021)<ref>Mai Thi Nguyen-Kim und Martin Moder erhalten Freidenkerpreis für Corona-Berichterstattung. Abgerufen am 31. Oktober 2022.</ref>
- Kardinal-Innitzer-Würdigungspreis für wissenschaftlich fundierte Publizistik (2023)<ref>Innitzer-Preise an Theologen Zulehner und Physiker Binder verliehen. In: kathpress.at. Katholische Presseagentur Österreich, 11. November 2023, abgerufen am 11. November 2023.</ref>
- ÖPGK-Ehrenpreis für Gesundheitskompetenz in der Kategorie Medien (2025) für M.E.G.A.<ref>Österreichischer Ehrenpreis für Gesundheitskompetenz 2025. In: ÖPGK. Abgerufen am 15. Oktober 2025.</ref>
Bücher[Bearbeiten]
- Science Busters: Aus! Die Wissenschaft vom Ende. Warum manche Dinge krachen gehen und andere einfach nicht aufhören wollen. Carl Hanser Verlag, München 2025, ISBN 978-3-446-28442-5.
- Science Busters: Wissenschaft ist das, was auch dann gilt, wenn man nicht dran glaubt. Carl Hanser Verlag, München 2022, ISBN 978-3-446-27418-1.
- Global Warming Party (Co-Autor). Carl Hanser Verlag, München 2020, ISBN 978-3-446-26839-5.
- Genpoolparty. Wie die Wissenschaft uns stärker, schlauer und weniger unausstehlich macht. Carl Hanser Verlag, München 2019, ISBN 978-3-446-26190-7.
- Treffen sich zwei Moleküle im Labor. Ecowin, Salzburg 2016, ISBN 978-3-7110-0093-4.
Hörbücher[Bearbeiten]
- Genpoolparty. Wie uns die Wissenschaft stärker, schlauer und weniger unausstehlich macht (Autor, Sprecher: Thomas Nicolai). Argon Verlag (Argon Digital), 2019, ISBN 978-3-7324-5278-1.
- Winter is coming. Die Wissenschaft von Game of Thrones (Co-Autor, Co-Sprecher). Der Hörverlag, München 2019, ISBN 978-3-844-53645-4.
- Global Warming Party. Wie wir uns das Klima schönsaufen können und andere wissenschaftlich überprüfte Anregungen zur Rettung der Menschheit (Co-Autor, Co-Sprecher). Der Hörverlag, München 2020, ISBN 978-3-8445-3614-0.
- Wissenschaft ist das, was auch dann gilt, wenn man nicht dran glaubt (Co-Autor, Sprecher: Thomas Loibl). Der Hörverlag, München 2022, ISBN 978-3-8445-4746-7.
- Aus! Die Wissenschaft vom Ende. Warum manche Dinge krachen gehen und andere einfach nicht aufhören wollen (Co-Autor, Sprecher: Ralph Caspers). Der Hörverlag, München 2025, ISBN 978-3-8445-5560-8.
Weblinks[Bearbeiten]
- Offizielle Website
- MEGA auf YouTube
- Interview mit derStandard.at
- Eine Stunde Talk mit Science-Slam Europameister Martin Moder (Podcast)
- Nachgefragt Podcast zum Thema Gentechnik, Dezember 2018
- Vorlage:IMDb/1
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Moder, Martin |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Molekularbiologe und Wissenschaftsvermittler |
| GEBURTSDATUM | 10. Januar 1988 |
| GEBURTSORT | Wien |
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
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- Kabarettist (Österreich)
- Absolvent der Universität Wien
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- Österreicher
- Geboren 1988
- Mann