Zum Inhalt springen

Martin Rackwitz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Martin Rackwitz (Kiel 2015).JPG
Martin Rackwitz (2015)

Martin Rackwitz (* 18. April 1970 in Münster) ist ein deutscher Historiker und Publizist.

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Abitur am Gymnasium Paulinum in Münster studierte Martin Rackwitz Geschichte und Anglistik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). 1991 wurde er im Corps Holsatia aktiv.<ref name="KCL">Kösener Corpslisten 1996, 78/806.</ref> Nach zwei Auslandssemestern 1993/94 an der University of Stirling schloss er das Studium 1998 mit dem Ersten Staatsexamen für das gymnasiale Lehramt und dem Magister Artium ab.<ref name="DDG">Deutsch-Dänische Gesellschaft. Deutsch-Dänische Gesellschaft, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. Dezember 2014; abgerufen am 21. Dezember 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ddg-kiel.de</ref><ref>Magisterarbeit: Das Bild der schottischen Highlands und der Hebriden in den Reiseberichten seit Ende des 17. Jahrhunderts bis etwa 1860.</ref> Unterstützt mit einem Promotionsstipendium der CAU und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes forschte er von 1999 bis 2003 in Edinburgh. Für seine Doktorarbeit untersuchte er die Reiseberichte aus den schottischen Highlands und Hebriden in der frühen Neuzeit.<ref>Rackwitz, Martin. Waxmann Verlag, abgerufen am 29. September 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Kurz-CV).</ref> 2004 wurde er an der CAU zum Dr. phil. promoviert.<ref></ref>

Als Historiker widmet er sich seither der Geschichte Kiels und Schleswig-Holsteins im 19. und 20. Jahrhundert. Ein Schwerpunkt ist die Schleswig-Holsteinische Erhebung, in der sein Corps eine große Rolle spielte.<ref name="DDG" /><ref>Kieler Tagebücher aus dem Vormärz und der schleswig-holsteinischen Erhebung (2008).</ref> Weitere Forschungsschwerpunkte sind das Leben der Kieler Zivilbevölkerung im Ersten Weltkrieg und der Kieler Matrosenaufstand im November 1918.<ref></ref><ref>Vortragsabend zum Matrosenaufstand 1918 im Rathaus. Landeshauptstadt Kiel, 28. Oktober 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. Juni 2016; abgerufen am 7. Juni 2016 (Pressemitteilung).</ref> Zugleich beteiligt Rackwitz sich im Kieler Stadtarchiv an der Digitalisierung und Erschließung des Bildernachlasses des Kieler Pressefotografen Friedrich Magnussen (1914–1987).

Rackwitz war Mitkurator der Ausstellung „Aufbruch & Bürgerkrieg: Schleswig-Holstein 1848–1851“ (Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek, 2012)<ref>Veranstaltungen. In: Kieler Woche 2012 – Veranstaltungen. Webmaster Eckart Droste, abgerufen am 29. September 2020 (siehe „AufBruch und BürgerKrieg: Schleswig-Holstein 1848-1851 – Begleitvorträge“: „Dr. Martin Rackwitz: Vom Hörsaal ins Gefecht: Die Kieler Studenten und Turner in der Schleswig-Holsteinischen Erhebung 1848“ sowie „Dr. Martin Rackwitz: Die Schleswig-Holsteinische Erhebung in der Karikatur“).</ref><ref>Jens Rönnau: Als die Schleswig-Holsteiner den Aufstand wagten. In: Shz.de. 25. Mai 2012, abgerufen am 29. September 2020 (Über die kriegerischen Auseinandersetzungen mit Dänemark 1848–1851).</ref> sowie der Ausstellung 350 Jahre Christiana Albertina – Die Universität Kiel im Wandel (Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek, 2015).<ref>Ausstellungen. In: 350 Jahre CAU zu Kiel. Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, 2015, abgerufen am 29. September 2020 (siehe „350 Jahre Christiana Albertina - Die Universität Kiel im Wandel“).</ref><ref>Martina Drexler: Schätze aus den Archiven. In: Kieler Nachrichten. 1. Juli 2015, abgerufen am 29. September 2020.</ref> Die Wanderausstellung des Landes Schleswig-Holstein zum 100. Jahrestag des Kieler Matrosenaufstands hat er wissenschaftlich ausgearbeitet.<ref>Wanderausstellung „Revolution 1918 – Aufbruch in Schleswig-Holstein“ startet am 6. Mai 2018 in Kiel. Land Schleswig Holstein, 4. Mai 2018, abgerufen am 28. Juli 2023 (Pressemitteilung).</ref> Rackwitz ist Kurator der Ausstellung „1773. schleswig.holstein.dänemark – Gemeinsam in die neue Zeit“, die am 6. Juni 2023 im Landesarchiv Schleswig-Holstein eröffnet wurde und die Geschichte des Dänischen Gesamtstaates von seiner Gründung durch die Tauschverträge von Zarskoje Selo im Jahr 1773 bis zu seinem Untergang im Deutsch-Dänischen Krieg 1864 behandelt.<ref>1773 schleswig.holstein.dänemark – Gemeinsam in die neue Zeit. Abgerufen am 28. Juli 2023 (Pressemitteilung).</ref><ref>Kulturministerin Karin Prien eröffnet Ausstellung zum Dänischen Gesamtstaat im Landesarchiv in Schleswig. Land Schleswig-Holstein, abgerufen am 13. August 2023 (Pressemitteilung).</ref><ref>Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte: 1773.Schleswig.Holstein.Dänemark. Abgerufen am 28. Juli 2023 (Pressemitteilung).</ref>

Auch an dem NDR/Arte Dokudrama „1918 Aufstand der Matrosen“<ref>1918 Aufstand der Matrosen. In: ARD.de. 28. Mai 2020, abgerufen am 29. September 2020.</ref> arbeitete Rackwitz als Fachberater mit.<ref>Das Team. RIVA Filmproduktion, abgerufen am 29. September 2020 (Rackwitz Mitarbeit im Film „1918 Aufstand der Matrosen“): „Fachberatung: Dr. Martin Rackwitz“</ref>

Schriften[Bearbeiten]

  • Travels to Terra Incognita. The Scottish Highlands and Hebrides in Early Modern Travellers' Accounts c. 1600 to 1800. Waxmann Verlag, Münster u. a. 2007, ISBN 978-3-8309-1699-4.
  • Märzrevolution in Kiel 1848. Erhebung gegen Dänemark und Aufbruch zur Demokratie. Boyens, Heide 2011, ISBN 978-3-8042-1342-5.
  • Kriegszeiten in Kiel. Alltag und Politik an der Heimatfront 1914–1918. Ludwig, Kiel 2013, ISBN 978-3-86935-214-5.
  • Kiel 1918. Revolution – Aufbruch zu Demokratie und Republik. Wachholtz – Murmann Publishers, Kiel/Hamburg 2018, ISBN 978-3-529-05174-6.
  • Identität, Austausch, Bildung. 100 Jahre Deutscher Grenzverein. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 2020, ISBN 978-3-96717-000-9.
  • 125. Von Archiv bis Zukunft. 125 Jahre Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek in 125 Stichworten. Wachholtz Verlag, Kiel / Hamburg 2020, ISBN 978-3-529-05052-7.
  • als Herausgeber mit Frank Lubowitz: Die Schlacht von Idstedt 1850. Neue Perspektiven für die deutsch-dänische Erinnerungskultur. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 2026, ISBN 978-3-96717-197-6.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein