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Martinair

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Martinair Holland N.V.
Logo der Martinair
Boeing 747-400BCF der Martinair
IATA-Code: MP
ICAO-Code: MPH
Rufzeichen: MARTINAIR
Gründung: 1958
Sitz: Haarlemmermeer, Niederlande Niederlande
Heimatflughafen: Flughafen Amsterdam Schiphol
Unternehmensform: N.V.
IATA-Prefixcode: 129
Leitung: Diederik Pen (CEO)<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.martinair.com – Change in Management Board, 8. November 2012 (englisch) (Memento vom 4. April 2015 im Internet Archive)</ref>
Mitarbeiterzahl: 2.670 (2016)
Fluggastaufkommen: ca. 850.000<ref name="report2008">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.martinair.com – Annual report (Memento vom 25. November 2010 im Internet Archive) (englisch)</ref> (2008)
305.563 t<ref name="report2008" /> (2008)
Flottenstärke: 4 (+ 4 Bestellungen)
Ziele: international
Website: www.martinair.com

Martinair ist eine niederländische Frachtfluggesellschaft mit Sitz in Amsterdam und Basis auf dem Flughafen Amsterdam Schiphol. Sie ist eine Tochtergesellschaft der Air France-KLM und führte bis Oktober 2011 auch Passagierflüge durch.

Geschichte[Bearbeiten]

Datei:Martin's Air Charter De Havilland DH-104 Dove 1B Groningen Airport.jpg
de Havilland Dove der Martin’s Air Charter Anfang der 1960er-Jahre
Douglas DC-9-30 der Martinair im Jahr 1973

Eigenständige Entwicklung von 1958 bis 2008[Bearbeiten]

Die heutige Martinair wurde 1958 vom ehemaligen niederländischen Luftwaffenpiloten Martin Schröder unter dem Namen Martin’s Air Charter, kurz MAC, gegründet. Seit den ersten Flügen mit Douglas DC-3 wurden Passagiere und Fracht befördert.

1966 wurde der Firmenname in Martinair Holland geändert, zwei Jahre später wurde mit einer Douglas DC-9 das erste Strahlflugzeug in die Flotte aufgenommen. Die McDonnell Douglas DC-10 ergänzte als erstes Großraumflugzeug ab 1973 die Flotte mit vier Exemplaren in der CF-Version, die sich kurzfristig vom Passagier- zum Frachtflugzeug umrüsten ließ.

Jüngere Geschichte seit der Übernahme durch KLM[Bearbeiten]

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Boeing 767-300ER der Martinair bei der letzten Landung am 31. Oktober 2011
Datei:PH-MCW (22271082053).jpg
McDonnell Douglas MD-11F der Martinair Cargo im Jahr 2011

Am 17. Dezember 2008 stimmte die Europäische Kommission nach Einleitung einer Untersuchung im September 2008 einer vollständigen Übernahme durch KLM zu, die 1999 bereits einmal an Kartellauflagen gescheitert war. Eigentümer der Anteile des Unternehmens waren zuvor Air France und KLM mit zusammen 50 % sowie die dänische Unternehmensgruppe A. P. Møller-Mærsk mit ebenfalls 50 %.

Martinair selbst hielt eine Mehrheitsbeteiligung (58 %) an der kolumbianischen Tampa Cargo, welche 2008 an Avianca verkauft wurde. Der Flugzeugessen-Caterer Marfo (von Martinair Food) wurde ebenfalls 2008 veräußert.<ref name="report2008"/> Heute gehört noch die Flugschule Martinair Vliegschool zum Unternehmen.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Webpräsenz der Martinair Vliegschool (Memento des Vorlage:IconExternal vom 8. April 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.martinairvliegschool.nl (niederländisch), abgerufen am 13. Februar 2011</ref>

Ebenfalls 2008 feierte Martinair ihr fünfzigjähriges Bestehen unter anderem mit der Retrobemalung einer Boeing 767-300ER (Luftfahrzeugkennzeichen PH-MCL).

Im September 2010 wurde bekannt gegeben, dass Martinair zum Beginn des Winterflugplans 2011/2012 ab dem 1. November 2011 keine Passagierflüge mehr durchführen und sich auf das Frachtgeschäft konzentrieren sollte.<ref>Webpräsenz der Martinair. Abgerufen am 17. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Ziele der Passagierflüge wurden teilweise durch die Muttergesellschaft KLM übernommen.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.airliners.de – Martinair stellt Passagiergeschäft ein, 29. September 2010 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 1. Oktober 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.airliners.de</ref>

Im November 2010 wurde Martinair zusammen mit zehn weiteren Fluggesellschaften wegen illegaler Preisabsprachen im Frachtgeschäft durch die Europäische Kommission zu einer Strafzahlung von 29,5 Millionen US-Dollar verurteilt.<ref>The New York Times – E.U. Fines 11 Airlines Over $1 Billion in Cargo Cartel (englisch), abgerufen am 10. November 2010.</ref>

Am 31. Oktober 2011 wurde mit einem Rundflug über die Niederlande der Passagierbetrieb eingestellt. Die genutzte Boeing 767-300ER, die seit 2008 eine Retrobemalung trug, wurde hierfür mit den Schriftzügen „Bedankt!“ und „Thank You!“ versehen. Anschließend wurden die drei bisher für Passagierflüge eingesetzten 767-300ER ausgeflottet.

Im Zuge einer Restrukturierung durch Air France-KLM wurden alle McDonnell Douglas MD-11F bis Juli 2016 ersatzlos ausgeflottet, dabei fielen etwa 330 Stellen weg.<ref>ch-aviation – Martinair to phase out MD-11(F)s by June 2016; 330 jobs at stake (englisch), abgerufen am 19. März 2015</ref>

Flugziele[Bearbeiten]

Die Flugziele waren bis 2008 je nach Saison besonders die Karibik bzw. Asien.

Heute führt Martinair Frachtflüge zu zahlreichen Zielen in Afrika, Mittel- und Südamerika sowie Europa durch.<ref name="Cargo">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.martinair.com – Martinair Cargo (Memento des Vorlage:IconExternal vom 13. Januar 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.martinair.com (englisch), abgerufen am 21. Juni 2017</ref>

Flotte[Bearbeiten]

Aktuelle Flotte[Bearbeiten]

Mit Stand November 2025 besteht die Flotte der Martinair aus vier Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 25,7 Jahren:<ref>Air France-KLM Fleet Details and History. 23. November 2025, abgerufen am 24. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Flugzeugtyp Anzahl bestellt<ref>Martinair erhält Airbus A350F. 9. März 2023, abgerufen am 10. März 2023.</ref> Anmerkungen Kapazität<ref name="Cargo" />
(in t)
Durchschnittsalter
Airbus A350-1000F 4 ersetzen die 747-400F 109<ref>A350F - SHAPING THE FUTURE OF AIR FREIGHT. In: airbus.com. März 2022, abgerufen am 27. Januar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Boeing 747-400BCF 1 113,5 25,7 Jahre
Boeing 747-400ERF 3 betrieben unter der Marke KLM Cargo
Gesamt 4 4 25,7 Jahre

Zuvor eingesetzte Flugzeugtypen[Bearbeiten]

Datei:Douglas C-47B PH-MAA Martins AC RWY 19.03.61 edited-2.jpg
Douglas DC-3 der Martin’s Air Charter, 1961
Datei:Martinair Convair CV-640 Volpati-1.jpg
Convair CV-640 der Martinair, 1968
Datei:Airbus A310-203(F), Martinair Holland JP9375.jpg
Airbus A310-200 der Martinair, 1991

In der Vergangenheit setzte Martin’s Air Charter/Martinair unter anderem folgende Flugzeugtypen ein:<ref>Ulrich Klee, Frank Bucher et al.: jp airline-fleets international. Zürich-Airport 1967 bis 2007.</ref><ref>Ulrich Klee, Frank Bucher et al.: jp airline-fleets international. Sutton, UK, 2008 bis 2013.</ref><ref>planespotters.net – Martinair Holland Fleet Details and History (englisch), abgerufen am 21. Juni 2017</ref>

Zwischenfälle[Bearbeiten]

Martinair verzeichnet in ihrer Geschichte zwei Unfälle mit Todesopfern:<ref>Daten über die Fluggesellschaft Martinair im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Martinair – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Die Seite Vorlage:Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css hat keinen Inhalt.Vorlage:Klappleiste/Anfang

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