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Gemsenhorngewächse

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Gemsenhorngewächse

Einjährige Martynie (Martynia annua), unreife Kapselfrüchte und die Samenkapseln (Diasporen) ohne das abgefallene Exokarp mit Hörnern zur epizoochoren Ausbreitung

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Gemsenhorngewächse
Wissenschaftlicher Name
Martyniaceae
Horan.

Die Gemsenhorngewächse (Martyniaceae) sind eine Pflanzenfamilie in der Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales). Die etwa fünf Gattungen mit etwa 14 Arten haben ihre Areale in der Neuen Welt.

Die Gemsenhorngewächse werden auch als „Teufelskrallen“ bezeichnet. Sie sind jedoch nicht verwandt mit der Gattung der Teufelskrallen aus der Familie der Glockenblumengewächse oder mit der Afrikanischen Teufelskralle (Harpagophytum procumbens) aus der Familie der Sesamgewächse (Pedaliaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Martynia annua.jpg
Illustration von Martynia annua
Datei:Vinchu (Marathi- विंचू) (4001320842).jpg
Blüten von Martynia annua
Datei:Ibicella lutea1.JPG
Kapselfrucht von Ibicella lutea mit Haken
Datei:Ibicella lutea seeds-2.jpg
Samen von Ibicella lutea

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Es handelt sich um einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen, die an der Basis manchmal leicht verholzen. Sie bilden oft Wurzelknollen als Überdauerungsorgane. Alle oberirdischen Pflanzenteile sind mit klebrigen Drüsenhaaren bedeckt.<ref name="DELTA" />

Die wechselständig oder gegenständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert.<ref name="DELTA" /> Die einfach Blattspreiten sind behaart mit gezähnten Blatträndern.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Sie bilden traubige Blütenstände.<ref name="DELTA" />

Die zwittrigen Blüten sind zygomorph, fünfzählig und tetrazyklisch mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind frei. Die fünf Kronblätter sind verwachsen, oft sind sie zweilippig. Es sind oft Saftmale in Form von Punkten und Strichen vorhanden. Es ist nur ein Staubblattkreis vorhanden mit meist nur zwei, manchmal vier Staubblättern. Es sind entweder ein oder drei Staminodien vorhanden. Zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen.<ref name="DELTA" />

Sie bilden Kapselfrüchte (nach anderer Auffassung sind es sich öffnende Steinfrüchte) mit Hörnern, die wie Gemsenhörner gebogen sind (daher der deutsche Trivialname Gemsenhorngewächse).

Ökologie[Bearbeiten]

Bei einigen Arten der Gattungen Proboscidea und Ibicella wird ein Status als fleischfressende Pflanze diskutiert.

Die Ausbreitung der Früchte erfolgt epizoochor, die Diasporen bleiben an Tieren hängen, welche diese dann zertreten (Trampelkletten)<ref name="Ulbrich1928" /> und so die einzelnen Samen freisetzen.

Systematik[Bearbeiten]

Botanische Geschichte[Bearbeiten]

Die Familie Martyniaceae wurde 1847 durch Paul Fedorowitsch Horaninow in Characteres Essentiales Familiarum, Seite 130 aufgestellt. Typusgattung ist Martynia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L..<ref name="Tropicos" /> Die Gattung Martynia ist nach dem englischen Botaniker John Martyn (1699–1768) benannt.<ref name="Genaust1976" />

Die in der Familie Martyniaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Horan. nom cons. enthalten Gattungen werden gelegentlich auch den Pedaliaceae zugeordnet.

Gattungen und ihre Verbreitung[Bearbeiten]

In der Familie der Gemsenhorngewächse (Martyniaceae) gibt es etwa fünf Gattungen, davon sind zwei monotypisch, enthalten insgesamt 13 bis 16 Arten:<ref name="GRIN" />

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="Tropicos"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="DELTA">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Die Familie der Martyniaceae (Memento des Vorlage:IconExternal vom 10. Oktober 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/delta-intkey.com bei Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.DELTA. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 3. Januar 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/delta-intkey.com</ref> <ref name="Ulbrich1928"> E. Ulbrich: Biologie der Früchte und Samen ‹Karpobiologie›. Springer, 1928, ISBN 978-3-642-51789-1 (Reprint), S. 130.</ref> <ref name="Genaust1976">Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. Birkhäuser, Basel/Stuttgart 1976, ISBN 3-7643-0755-2.</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Gemsenhorngewächse (Martyniaceae) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien