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Teufelskrallen

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Teufelskrallen

Halbkugelige Teufelskralle (Phyteuma hemisphaericum)

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Glockenblumengewächse (Campanulaceae)
Unterfamilie: Campanuloideae
Glockenblumengewächse
Gattung: Teufelskrallen
Wissenschaftlicher Name
Phyteuma
L.

Teufelskrallen (Phyteuma) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae). Der deutschsprachige Trivialname Teufelskralle bezieht sich auf die Form der Einzelblüten.

Beschreibung[Bearbeiten]

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Illustration der Ährigen Teufelskralle (Phyteuma spicatum)
Datei:1024 in der Ragga-Schlucht-2860.jpg
Blütenstand der Steirischen Teufelskralle (Phyteuma persicifolium)

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Phyteuma-Arten wachsen als ausdauernde krautige Pflanzen. Ihre rübenartig verdickte Hauptwurzel<ref name="FloraSchweiz2013" /> ist fleischig.<ref name="FloraEuropaea1976" /> Die kahle Stängel sind unverzweigt und beblättert.<ref name="FloraSchweiz2013" /><ref name="FloraEuropaea1976" />

Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind ungeteilt. Nebenblätter fehlen.<ref name="FloraEuropaea1976" />

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die sitzenden oder fast sitzenden Blüten der Phyteuma-Arten sind in endständigen, dichtem, kopfigen oder ährigen Blütenständen angeordnet und von Hüllblättern umgeben.<ref name="FloraSchweiz2013" /><ref name="FloraEuropaea1976" /> Die Blüten stehen einzeln in der Achsel von Deckblättern.<ref name="FloraEuropaea1976" />

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und selten vier- oder meist fünfzählig mit doppelter Blütenhülle.<ref name="FloraEuropaea1976" /> Die meist fünf Kelchblätter sind schmal lanzettlich.<ref name="FloraSchweiz2013" /> Die meist fünf Kronblätter sind nur kurz verwachsen. Die Kronröhre ist schmal.<ref name="FloraEuropaea1976" /> Die Kronzipfel sind schmal linealisch und anfangs im oberen Drittel zusammenhängend, später getrennt.<ref name="FloraEuropaea1976" /> Es ist ein Kreis mit meist fünf freien Staubblättern vorhanden.<ref name="FloraSchweiz2013" /> Die Staubfäden sind an ihrer Basis stark verbreitert.<ref name="FloraEuropaea1976" /> Der unterständige Fruchtknoten ist zwei- oder dreikammerig.<ref name="FloraSchweiz2013" /> Der behaarte Griffel endet in meist zwei oder drei, selten vier spreizenden, zuletzt zurückgerollten, fadenförmigen Narben.<ref name="FloraEuropaea1976" /><ref name="FloraSchweiz2013" />

Die kugelförmigen Kapselfrüchte öffnen sich mit zwei oder drei Poren nahe der Mitte.<ref name="FloraEuropaea1976" />

Die Chromosomengrundzahlen betragen n = 11, 12, 13 oder 14.<ref name="FloraSchweiz2013" />

Ökologie[Bearbeiten]

Die kleinen Einzelblüten sind zu einem auffälligen Blütenstand vereinigt, um die Schauwirkung auf Insekten zu verstärken, ein blütenbiologischer Effekt.

Vorkommen[Bearbeiten]

Die Gattung Phyteuma ist auf Europa beschränkt und hauptsächlich in Gebirgen in Höhenlagen oberhalb von 600 Metern anzutreffen. Nur Phyteuma charmelii kommt auch außerhalb Europas in Marokko vor.<ref name="WCSP" />

Datei:Phyteuma x adulterinum 100507.jpg
Phyteuma ×adulterinum, Naturhybride von Phyteuma nigrum und Phyteuma spicatum
Datei:Phyteuma confusum.jpg
Zwerg-Teufelskralle (Phyteuma confusum)
Datei:Phyteuma michelii001.jpg
Phyteuma michelii
Datei:Phyteuma scorzonerifolium003.jpg
Schwarzwurzelblättrige Teufelskralle (Phyteuma scorzonerifolium)

Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung Phyteuma wurde durch Carl von Linné aufgestellt. Der botanische Gattungsname Phyteuma stammt vom griechischen Wort Phyteuo für Pflanze. Ein Synonym für Phyteuma Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. ist Rapunculus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Mill.<ref name="WCSP" />

Einige Arten wie die Ährige Teufelskralle (Phyteuma spicatum) zerfallen bei einigen Autoren in viele Unterarten. Bei allen blau- (bzw. schwarzviolett-)kronigen Arten kommen gelegentlich auch Individuen mit weißer Krone vor.

Es gibt in der Gattung Phyteuma etwa 26 Arten und Naturhybriden:<ref name="WCSP" />

Nicht mehr zur Gattung Phyteuma gehört die Schopfige Teufelskralle (Phyteuma comosum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.), jetzt die einzige Art der Gattung Physoplexis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Schur, Physoplexis comosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Schur.

Überhaupt nicht nahe verwandt ist die Afrikanische Teufelskralle (Harpagophytum procumbens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.DC. ex Meisn.); sie gehört zu den Sesamgewächsen (Pedaliaceae). Auch die Gattungen Proboscidea sowie Ibicella bzw. die Art Ibicella lutea innerhalb der Familie Gemsenhorngewächse (Martyniaceae) werden als „Teufelskralle“ bezeichnet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="FloraEuropaea1976"> A. Fedorov, M. Kovanda: Campanulaceae. J. Damboldt: Phyteuma L. In: T. G. Tutin, V. H. Heywood, N. A. Burges, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. Walters, D. A. Webb (Hrsg.): Flora Europaea. Plantaginaceae to Compositae (and Rubiaceae). Band 4. Cambridge University Press, Cambridge 1976, ISBN 0-521-08717-1, S. 100–102 (Phyteuma L. auf S. 95–98 in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="FloraSchweiz2013"> Hans Ernst Heß, Elias Landolt, Rosmarie Hirzel: Phyteuma L. - Rapunzel. In: Hans Ernst Heß, Elias Landolt, Rosmarie Hirzel (Hrsg.): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Plumbaginaceae bis Compositae. Band 3. Springer, Cambridge 2013, ISBN 978-3-0348-5382-8, S. 368–378 (Phyteuma L. auf S. 368–378 in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> </references>

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Teufelskrallen (Phyteuma) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

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