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Mathisleweiher

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Mathisleweiher
Mathislesweiher
Datei:Mathisleweiher 01.jpg
Mathisleweiher im Naturschutzgebiet Eschengrundmoos
Geographische Lage Hochschwarzwald<ref name="BfL-185" />

Baden-Württemberg

Zuflüsse Zartenbach
Abfluss Zartenbach → Rotbach → Dreisam → Elz → Rhein → Nordsee
Ufernaher Ort Freiburg
Daten
Koordinaten 47° 53′ 5,6″ N, 8° 5′ 5,3″ OKoordinaten: 47° 53′ 5,6″ N, 8° 5′ 5,3″ O
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Mathisleweiher (Baden-Württemberg)
Mathisleweiher (Baden-Württemberg)
Höhe über Meeresspiegel 999 m ü. NN<ref name="LUBW-TK-Schwarz-Höhe" group="LUBW"/><ref name="DTK10" />
Fläche 1,8 ha<ref name="LUBW-SG-Seefläche" group="LUBW"/>
Länge 140 m<ref name="LUBW-TK-abgemessen-Dimensionen" group="LUBW"/>
Breite 200 m<ref name="LUBW-TK-abgemessen-Dimensionen" group="LUBW"/>
Volumen 43.200 m³<ref name="Elster_1961">Hans-Joachim Elster: Untersuchungen über den limnochemischen Stoffwechsel der Hochschwarzwaldseen. In: Berichte der Naturforschenden Gesellschaft zu Freiburg im Breisgau. Band 51, 1961, S. 149–208, hier: S. 151, 202 (Vorlage:ZOBODAT [PDF]).</ref>
Maximale Tiefe 3,6 m<ref name="Elster_1961" />
Mittlere Tiefe 2,3 m<ref name="Elster_1961" />
pH-Wert 5,6–6,15<ref name="Elster_1961" />
Einzugsgebiet 1 km²<ref name="LUBW-TK-abgemessen-EZG" group="LUBW"/>

Besonderheiten

Moorsee

Der Mathisleweiher ist ein knapp 2 ha großer Moorsee im Schwarzwald. Er liegt im Hochschwarzwald zwischen Feldberg im Westen und dem Titisee im Osten im Gebiet der Gemeinde Hinterzarten auf etwa 999 m ü. NN südwestlich des Hauptortes im Naturschutzgebiet Eschengrundmoos.<ref name="VO-NSG" /> Der Weiher wird von Westsüdwest nach Ostnordost vom Zartenbach durchflossen, der am Osthang der Ramselehöhe (1112 m ü. NN<ref name="LUBW-TK-Schwarz-Höhe" group="LUBW"/>) auf etwa 1055 m ü. NN<ref name="LUBW-TK-HLB-Höhe" group="LUBW"/> entspringt, von rechts aus dem geschützten Moor den Eschengrundmoosbach aufnimmt und bei seinem gleich folgenden Eintritt in den See erst etwas unter einen Kilometer lang ist. Ein kürzerer Bach läuft von Norden aus dem Stuckwald zu. Zum Fischbestand des Mathisleweihers gehören Döbel, Karpfen, Forellen, Hechte, Rotaugen, Schleie und die selten gewordenen Elritzen.<ref>Anke Simon, Albert Reif: Der Mathislewald in Hinterzarten: Stiftungswald der Universität Freiburg; Bericht über wissenschaftliche Untersuchungen. In: Berichte Freiburger forstliche Forschung. Forstwiss. Fak. Freiburg, Waldbau-Inst., Freiburg 1998, OCLC 313039905, S. 56 f.</ref>

Der See ist von Hinterzarten her nur zu Fuß erreichbar. Ein von dort her jeweils etwas nördlich und etwas südlich den See passierender Wanderweg sind über eine Spange verbunden, die das Ostufer berührt. Vor allem im Sommer wird der Mathisleweiher von zahlreichen Besuchern aufgesucht. Im 2020 veröffentlichten Managementplan für das FFH-Gebiet „Hochschwarzwald um Hinterzarten“ wird deshalb festgestellt, dass Maßnahmen zur Besucherlenkung am See getroffen werden sollten. Vorgesehen ist die Erstellung eines Konzepts zur Bündelung des Besucherdrucks auf das Ostufer. Dazu sollen Maßnahmen wie Absperrungen etc. geprüft werden. Zusätzliche Beschilderungen und die Information der Öffentlichkeit werden als erforderlich gesehen.<ref>Regierungspräsidium Freiburg (Hrsg.): Managementplan für das FFH-Gebiet 8114-341 „Hochschwarzwald um Hinterzarten“. Freiburg 1. Februar 2020, S. 109 f. (online [PDF]).</ref> Im Winter kommen manchmal Menschen zum Eisschwimmen an den zugefrorenen See.<ref>Kristin Haub: Eisschwimmen bei Hinterzarten. Fernsehbeitrag der Serie "Wintermenschen". In: SWR Landesschau. Südwestrundfunk, 18. Februar 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 24. Februar 2021; abgerufen am 5. Januar 2022.</ref>

Zusammen mit Mathislehof, Mathislemühle und Mathislewald gehört der Weiher der Müller-Fahnenberg-Stiftung der Universität Freiburg.<ref name="Fahnenberg-Stiftung" /> Die Flächen um den Mathislehof werden seit Jahrhunderten landwirtschaftlich genutzt; seit 2001 werden die Wiesen und Weiden von der Wälder GbR biodynamisch bewirtschaftet.<ref name="Bause_2017"/>

Entstehung des Namens[Bearbeiten]

Der Mathisleweiher ist nach dem nahegelegenen Mathislehof benannt, dieser wiederum nach Mathias Benitz, der den Hof von 1702–1742 besessen hat (auch sein Großvater Mathis Benitz war bereits von 1615 bis 1624 dort Bauer gewesen).<ref name="Mathislehof" />

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

LUBW[Bearbeiten]

Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Karte von Mathisleweiher und Umgebung
Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: <ref name="DE-BW_LUBW">Daten- und Kartendienst der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise)</ref> <references group="LUBW"> Seefläche:

   <ref name="LUBW-SG-Seefläche">Seefläche nach dem Layer Stehende Gewässer.</ref>

Dimensionen:

   <ref name="LUBW-TK-abgemessen-Dimensionen">Länge und Breite abgemessen auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref>

Höhe:

   <ref name="LUBW-TK-Schwarz-Höhe">Höhe nach schwarzer Beschriftung auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref>
   <ref name="LUBW-TK-HLB-Höhe">Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref>

EZG:

   <ref name="LUBW-TK-abgemessen-EZG">Einzugsgebiet abgemessen auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref>

</references>

Sonstige Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references>

   <ref name="VO-NSG">Verordnung des Regierungspräsidiums Freiburg als höhere Naturschutzbehörde über das Naturschutzgebiet »Eschengrundmoos« vom 4. Dezember 1984 (GBl. vom 28. Dezember 1984, S. 705). Online: https://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/3/3140.htm</ref>
  <ref name="DTK10">Digitale Topographische Karte 1:10000 (DTK 10), Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg. URL: https://www.geoportal-bw.de/</ref>
   <ref name="Fahnenberg-Stiftung">Müller-Fahnenberg-Stiftung. In: Stifter und Stiftungen der Albert-Ludwigs-Universität. Universität Freiburg, abgerufen am 16. September 2026.</ref>
   <ref name="Mathislehof">Ekkehard Liehl: Geschichte der Hinterzartener Hofgüter (= Hinterzartener Schriften. Band 2,1). Stadler, Konstanz 1997, ISBN 3-7977-0394-5, S. 315, 318 f.</ref>
   <ref name="BfL-185">Günther Reichelt: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 185 Freiburg i. Br. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1964. → Online-Karte (PDF; 3,7 MB)</ref>
   <ref name="Bause_2017">Till Bause, Albert Reif: Das biologisch bewirtschaftete Grünland des Mathislehofs bei Hinterzarten, Südschwarzwald: Vegetation, Bewirtschaftungsintensität und monetäre Bewertung. In: Mitteilungen des Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz, N.F. Band 22, Nr. 2, 11. November 2017, ISSN 0067-2858, S. 167–211, hier S. 173f., doi:10.6094/UNIFR/174594.</ref> 

</references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Mathisleweiher – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien