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Max Krenkel

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Datei:MKrenkel-ARehm-Kleinplastik.jpg
Max Krenkel in einer Kleinplastik von Adolf Rehm, vor 1928, im Stadtmuseum Dresden<ref name="Müller" /><ref>Nach Auskunft des Stadtmuseums Dresden vom 13. Juli 2014 existiert diese Kleinplastik dort nicht mehr. Dieter Garte</ref>

Max Krenkel (vollständiger Name Peter Maximilian Krenkel; * 9. März 1839 in Chemnitz; † 10. Februar 1901 in Dresden<ref>Stadtarchiv Dresden, Standesamt Dresden I, Sterbe-Nebenregister 1901, Nr. 261.</ref>) war ein deutscher Privatgelehrter und Stifter vorrangig in Dresden.<ref name="Müller" /><ref name="Schmiedel" /><ref name="DNB-Eintrag" /><ref name="Krenkel-Stiftung" /><ref name="Mieterzeitung" />

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Max Krenkel schrieb sich 1857 an der Universität Leipzig ein und wurde dort im Corps Thuringia aktiv.<ref>Michael Schlicht: in: Festschrift Rink. S. 188.</ref> Als studierter Theologe vertrat eine wissenschaftlich-kritische Behandlung des Neuen Testaments. Auch beschäftigte er sich mit dem sächsischen protestantischen Religionseid.<ref name="Religionseid" /> Er beherrschte das Griechische und Hebräische ebenso wie das Spanische. Hier veröffentlichte er Übersetzungen spanischer Dramen, unter voller Anerkennung von Seiten der Fachgelehrten.<ref name="klassische Bühnendichtung" /> Am 12. Dezember 1898 verlieh ihm die Theologische Fakultät der Universität Zürich die Würde eines Ehrendoktors (Dr. theol. h. c.).

Datei:Erlwein-loebtau.jpg
Teil der Wohnbebauung der Krenkelhäuser in Dresden-Löbtau (November 2005), Klingestraße; entworfen und erbaut unter Leitung des Dresdner Stadtbaurates Hans Erlwein, 1910–1911

Krenkel erbte durch den Tod seines Vaters ein beträchtliches Vermögen, weshalb er keinen Beruf ausüben musste. Insgesamt gab er fast eine Million Mark für wohltätige und gemeinnützige Zwecke aus. Er spendete zu Lebzeiten und vermachte einen Großteil seines Vermögens nach seinem Tod an seine Heimatstadt Chemnitz und an die Stadt Dresden. Beide erhielten jeweils 300.000 Mark für eine Stiftung, die jeweils den Namen „Krenkel-Stiftung“ trugen. Weiterhin erhielt die Universität Zürich eine Stiftung von ihm, mit dem Namen Providentiae memor (dt. „Der Vorsehung eingedenk“). In Dresden-Löbtau erinnern die „Krenkelhäuser“<ref>Krenkelhäuser im Stadtwiki Dresden. Abgerufen am 19. Februar 2014.</ref> an seine Stiftung.

Er zog 1872 von Chemnitz nach Dresden-Altstadt, Bergstraße 45, wo er bis zu seinem Tode 1901 wohnte.<ref name="Müller" /> Er verstarb im Viktoriahaus und wurde auf dem Alten Annenfriedhof<ref>Alter Annenfriedhof im Stadtwiki Dresden. Abgerufen am 5. März 2014.</ref> beigesetzt.

Seinen Nachlass stiftete er der damaligen königlich öffentlichen Bibliothek (der späteren Sächsischen Landesbibliothek und heutigen Landesbibliothek und Universitätsbibliothek Dresden).<ref name="Müller" /><ref>Nachlass von Max Krenkel im Bestand der SLUB. (SLUB Online [abgerufen am 7. März 2014]).</ref> Einige seiner Werke werden von verschiedenen Verlagen auch nach 2000 noch verlegt.

Krenkel-Stiftung Chemnitz[Bearbeiten]

Datei:Altchemnitzer Straße 66, 68, 70, 72, 74.JPG
Eines der Wohngebäude in Chemnitz-Altchemnitz, das einst aus der Zuwendung Krenkels errichtet wurde (2014)

Krenkel vermachte der Stadt Chemnitz 300.000 Mark, damit diese auf städtischen Bauplätzen Häuser mit preiswerten Wohnungen für einkommensschwache Bevölkerungsgruppen errichten könne. Die Stadt brachte das Bauland bei und übernahm unter Leitung des Stadtbaurats Richard Möbius auch die Errichtung von drei Häusergruppen an der (heutigen) Ecke Altchemnitzer Straße / Wilhelm-Raabe-Straße. Möbius lehnte sich architektonisch an die Ideale der Heimatschutzbewegung an, die sich für bodenständige Bauweisen und Materialien einsetzte. Fenstereinfassungen und Gesimse wurden aus Hilbersdorfer Porphyr geschaffen, die Obergeschosse sind teilweise durch vorgeblendetes Fachwerk aufgelockert. Nicht zuletzt dank Vorgärten fiel der Wohnstandard höher ausfiel als bei üblichen Mietskasernen.<ref>Jörn Richter (Hrsg.): Von der Wolfsjägersiedlung zum Hightech Standort. Eine Chemnitzer Stadtteilgeschichte zu Altchemnitz und Umgebung. Verlag Heimatland Sachsen, Chemnitz 2001, ISBN 3-910186-32-7, Wohnungsbau, S. 159 f.</ref> Nach 1990 dem Verfall preisgegeben, wurde dieses denkmalgeschützte Wohnkarree vor dem Abriss bewahrt und im Zeitraum 2007–2008 vollständig saniert.<ref>Liste der Kulturdenkmale in Chemnitz-Altchemnitz, abgerufen am 15. Mai 2016.</ref>

Ehrungen[Bearbeiten]

In Dresden-Striesen wurde eine Straße nach ihm benannt,<ref>Krenkelstraße im Stadtwiki Dresden. Abgerufen am 4. März 2014.</ref> ebenso in Chemnitz-Altchemnitz.

Werke und Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Paulus, der Apostel der Heiden. 1869.<ref name="Verlust">SLUB meldet dafür Kriegsverlust; an der Deutschen Nationalbibliothek nicht vorhanden per 7. März 2014.</ref>
  • Der Apostel Johannes. 1871.<ref name="Verlust" />
  • Religionseid und Bekenntnisverpflichtung. Bassermann, Heidelberg 1869 (SLUB).
  • Beiträge zur Aufhellung der Geschichte und Briefe des Apostels Paulus. Schmetschke, Braunschweig 1890 (SLUB).
  • Josephus und Lukas. Haessel, Leipzig 1894.

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Schlicht: Dr. Maximilian Krenkel Thuringiae Leipzig. Ein vielseitiger Gelehrter und städtischer Mäzen, in: Studentengeschichte aus drei Jahrhunderten, Festschrift für Hermann Rink. Hrsg. Verband Alter Corpsstudenten (2026), S. 187ff.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references responsive> <ref name="Schmiedel"> Schmiedel: D. Dr. Max Krenkel. (maschinegeschriebener undatierter Lebenslauf im Archiv der Universität Zürich). </ref> <ref name="Müller"> Georg Müller, Leipzig: Dr. Krenkel. In: Dresdner Geschichtsblätter. Nr. 3 und 4, 1928, S. 27–28 (SLUB [abgerufen am 7. März 2014]). </ref> <ref name="DNB-Eintrag"> Max Krenkel in Deutsche Nationalbibliothek, letzter Zugriff 4. März 2014 </ref> <ref name="Krenkel-Stiftung"> Nietz, Magda: Die „Krenkel-Stiftung“ – Die Einmaligkeit ihrer Entstehung und ihr heutiger Wert für Chemnitz. Eigenverlag, 2008. </ref> <ref name="Religionseid"> Krenkel, Max: Der sächsische Religionseid. Förster und Findel, Leipzig 1867. </ref> <ref name="klassische Bühnendichtung"> Max Krenkel: Klassische Bühnendichtungen der Spanier. Barth, Leipzig 1888. </ref> <ref name="Mieterzeitung"> Die Krenkel-Stiftung. In: Dresdner Mieter-Zeitung. Band 19, 1907, S. 27–29. </ref> </references>

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