Max Schammler
Ernst Friedrich Max Schammler (* 11. Januar 1868 in Sachsendorf (Lindendorf);<ref>Standesamt Friedrichsfelde: Heiratsregister. Nr. 50/1892.</ref> † im 20. Jahrhundert) war ein deutscher<ref name="Kubanda fragen!">Roland Kubanda (Hrsg.): Stadtflucht 10 m/sec. / Innsbruck und die Nordkettenbahn / Beiträge zum 75-Jahr-Jubiläum / Stadtarchiv / Stadtmuseum Innsbruck (= Veröffentlichungen des Innsbrucker Stadtarchivs, Neue Folge, Band 29). Studien-Verlag, Innsbruck / Wien / München / Bozen 2001, ISBN 3-7065-1890-2, S. 190, 192, 203 u.ö.; eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref> Maler, Plakatkünstler, Unternehmer und Mitbegründer der Graphischen Kunstanstalt Innsbruck.<ref>Nicola Bröcker, Celina Kress: Südwestlich siedeln. Kleinmachnow bei Berlin – von der Villenkolonie zur Bürgerhaussiedlung. Erstausgabe, 1. Auflage. Lukas-Verlag, Berlin 2004, Umschlag-Titelbild und S. 4 eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref>
Leben und Werk[Bearbeiten]

Max Schammler wurde beruflich zunächst bei Carl Lampe in Innsbruck tätig.<ref name="Kubanda fragen!" /> 1904 kam ein von ihm illustriertes Buch über das Ötztal heraus; aus der gleichen Zeit dürfte die Plastische Karte von Landeck, Tirol stammen.<ref>Bibliotheca geographica, XIII, Jahrgang 1904, Berlin 1908, S. 209 und 217; Textarchiv – Internet Archive.</ref>
1904 gründete Schammler gemeinsam mit Valentin Fuchs<ref name="DNB">Vergleiche die Angaben im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek</ref> die Firma Fuchs & Schammler, „Graphische Kunstanstalt Innsbruck“.<ref name="DNB" /> Zu den frühen Publikationen aus diesem Unternehmen gehört Alpen Vereins Fest der Sektion Innsbruck am 4. Febr. 1905 in den Stadtsaal-Räumen. Den Text schrieb Anton Renk, die Illustrationen stammen von Max Schammler.<ref>Anton Renk auf archive.li</ref>
1909 wurde dort z. B. Johann Wunibald Deiningers Werk Tiroler Volkskunst verlegt, das 60 chromolithographierte Tafeln enthält.
Aus der Werkstatt der beiden Deutschen gingen Anfang des 20. Jahrhunderts beispielhafte Plakate hervor, beispielsweise die vom Jugendstil beeinflusste Großgrafik für die Hungerburgbahn aus dem Jahr 1906. Ein Exemplar befindet sich in der Sammlung des Stadtarchivs Innsbruck.<ref>Abbildung des Hungerburgbahnplakats auf www.sagen.at</ref> Schammler und Fuchs bemühten sich darüber hinaus darum, dass auch andere namhafte Künstler in Tirol mit dem Medium Gebrauchs- und Werbegrafik beschäftigten.<ref name="Kubanda fragen!" />
Ab 1910 führte Schammler die Innsbrucker Kunstanstalt alleine weiter.<ref name="Kubanda fragen!" /> 1911 meldete er offenbar Konkurs an,<ref>1911-08-12 auf www.tirolensien.at</ref> bevor er 1915 das Unternehmen aufgab.<ref name="DNB" />
In jenen Jahren produzierte Schammler beispielsweise um 1913 eine Farblithographie mit dem Titel „Gruss aus der Unterwelt“ mit der Künstlersignatur von Franz John für die Innsbrucker Liedertafel.<ref>Peter Weiss. Karl Stehle: Reklamepostkarten. Birkhäuser, Basel / Boston / Berlin 1988, ISBN 3-7643-1937-2, S. 122; Vorschau über Google-Bücher</ref> Schammler hatte schon 1910 ein Plakat gedruckt, das zur Faschingsunterhaltung der Innsbrucker Liedertafel einlud, damals nach einer Vorlage von Paul E. Tautenhahn. Es zeigte ein Paar, das Sang und Klang zum Nordpol trug.<ref>1910-02-07 auf tirolensien.at</ref>
Im November 1915 brachte die Daimler-Motoren-Gesellschaft anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens eine Festschrift heraus, die von Hans Rudolf Schulze, Schammler und dem Kunstmaler Richter illustriert worden war.
Eine Werbegrafik Schammlers für die Mannesmannröhren-Lager GmbH in Frankfurt am Main wurde 1916 in der Zeitschrift Motor veröffentlicht,<ref>Los 114 auf Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.tschoepe.de ( des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive; PDF) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> in der im Januar/Februar 1918 auch eine Werbeanzeige von Lanz erschien, die Schammler illustriert hatte.<ref>Motor, Januar/Februar 1918, S. 12, Abbildung auf theprintscollector.com</ref> Für Hugo Heines Propellerfabrik schuf er 1916 ein Werbeplakat.<ref>Werbeplakat für Heine-Propeller auf Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.service.bez-berlin.de ( des Vorlage:IconExternal vom 29. Dezember 2017 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Ein Werbebild für die Mauretania nach einer Vorlage von E. Rossner wurde im frühen 20. Jahrhundert bei Schammler gedruckt.<ref>Cunard Line R.M.S. Mauretania auf christies.com</ref>
Die Sophienruhe, eine Aussichtsstätte in Innsbruck, die 1913 nach Plänen Schammlers gestaltet wurde, wurde im Jahr 2008 nach Neugestaltung wieder eröffnet.<ref>Neugestaltung der Sophienruhe. In: Innsbrucker Verschönerungsverein, Mitteilungsblatt, 4, 2008, S. 2; soho.immo (PDF)</ref>
Nach dem Ersten Weltkrieg, in den frühen 1920er Jahren, verlieren sich die Spuren von Max Schammler in Tirol.<ref name="Kubanda fragen!" />
Von 1915 bis 1931 sind Einträge im Berliner Telefonbuch nachweisbar. Er gründete die „Kunst-Werkstätten für moderne Propaganda Max Schammler, Berlin-Friedenau“ (1918–1925)<ref>HRA Nr. 47748, Einträge im Berliner Handelsregister am 6. September 1918 und 26. Juni 1925</ref> mit der Adresse Rheinstraße 60.<ref>Kunst-Werkstätten. In: Berliner Adreßbuch, 1924, Teil 1, S. 1657.</ref> 1927 veröffentlichte er in der Berliner Illustrirten Zeitung einen Entwurf zu einem Hochhaus, das am Askanischen Platz gebaut werden und als Zentralbahnhof dienen sollte. Das Bauwerk sollte den Anhalter Bahnhof ersetzen, ein neues Wahrzeichen Berlins werden und nicht nur Läden, Cafés in 160 Metern Höhe und Ausstellungsräume, sondern auch Konsulate fast aller Länder enthalten.<ref>Max Schammler, Berlin auf dem Wege zur Weltstadt. In: Berliner Illustrirte Zeitung, 8, 1927, S. 285, zitiert nach: Ariane Leutloff: Turmhaus, Großhaus, Wolkenschaber. Eine Studie zu Berliner Hochhausentwürfen der 1920er Jahre. Kiel 2011, ISBN 978-3-86935-042-4, S. 204 f.</ref>
In der Ernst-Thälmann-Straße 85 in Kleinmachnow steht noch ein Wohnhaus, das für Max Schammler gebaut wurde,<ref>Kleinmanchnow 13, S. 36 f. (Digitalisat (PDF; 3,9 MB) )</ref> und auch ein Entwurf eines Werbeplakats für Kleinmachnow aus der Zeit um 1931 stammt von Max Schammler.<ref>Plakatwerbung für Kleinmachnow auf Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.www.wsa-b.de ( des Vorlage:IconExternal vom 12. Mai 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF)</ref>
Max Schammler war Mitglied in der Reichskulturkammer.<ref>Akte Nr. R 9361-V/34395, Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde</ref>
Aus der Ehe mit Marie Emilie Ernestine Bach (1870–1928) hatte er drei Töchter, Alice Ella Wally (geb. 1893),<ref>Landesarchiv Berlin, Geburtsregister Standesamt Berlin VI, Nr. 1340/1893</ref> Lucie Elise Ella (geb. 1896)<ref>Landesarchiv Berlin, Geburtsregister Standesamt Berlin-Lichtenberg I, Nr. 174/1896</ref> und Irma Alice (geb. 1899)<ref>Landesarchiv Berlin, Geburtsregister Standesamt Berlin VIIa, Nr. 1969/1899</ref>.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schammler, Max |
| ALTERNATIVNAMEN | Schammler, Ernst Friedrich Max |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler und Plakatkünstler sowie österreichischer Unternehmer |
| GEBURTSDATUM | 11. Januar 1868 |
| GEBURTSORT | Sachsendorf (Lindendorf) |
| STERBEDATUM | 20. Jahrhundert |
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