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McCormack-Reaktion

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Die McCormack-Reaktion, oder auch bekannt als McCormack-Cycloaddition ist eine Namensreaktion der organischen Chemie.<ref name="Wang_1477">Z. Wang (Hrsg.): Comprehensive Organic Name Reactions and Reagents, 2 Volume Set. John Wiley & Sons, Hoboken, NJ 2009, ISBN 978-0-470-28663-0, S. 1679.</ref><ref>Patent US2663737A: Substituted phosphacyclopentene oxides and process of preparing them. Angemeldet am 7. August 1951, veröffentlicht am 22. Dezember 1953, Anmelder: Du Pont, Erfinder: W. B. McCormack.‌</ref> Sie wurde nach ihrem Entdecker, dem Chemiker William B. McCormack benannt. Diese Reaktion dient der Synthese von Phospholenoxiden, also heterocyclischer Fünfringe mit einem oxidiererten Phosphoratom und einer C=C-Doppelbindung im Ring.

Übersichtsreaktion[Bearbeiten]

Bei dieser Cycloaddition entsteht aus 1,3-Butadien und Dichlorphosphan ein Phospholen:

Datei:McCormack Cycloaddition Übersichtsreaktion V5.svg

Hierbei steht der Rest R für einen Alkyl-, Alkoxy-, Aryl- oder Halogenrest.<ref name="Wang_21">Z. Wang (Hrsg.): Comprehensive Organic Name Reactions and Reagents, 2 Volume Set. John Wiley & Sons, Hoboken, NJ 2009, ISBN 978-0-470-28663-0, S. 1680.</ref>

Reaktionsmechanismus[Bearbeiten]

Der nachfolgende Reaktionsmechanismus stammt aus dem Buch „Comprehensive Organic Name Reactions and Reagents“ und ist nur ein möglicher Reaktionsmechanismus:<ref name="Wang_21">Z. Wang (Hrsg.): Comprehensive Organic Name Reactions and Reagents, 2 Volume Set. John Wiley & Sons, Hoboken, NJ 2009, ISBN 978-0-470-28663-0, S. 1680.</ref>

Datei:McCormack Cycloaddition Reaktionsmechanismus V4.svg

Durch einen suprafacialen Ringschluss zwischen dem 1,3-Butadien 1 und Dichlorphosphan entsteht ein Dichlorphosphol 2. Das Dichlorphosphol 2 bildet ein Gleichgewicht aus, in dem es ein Chloridanion abgibt und selbst zu einem Phosphorkation wird. Durch Aufbereitung mit Wasser bildet sich Salzsäure und eine Hydroxygruppe am Phosphor 3. Durch eine intramolekulare Reaktion, wird Chlorwasserstoff abgespalten und es entsteht das Phospholenoxid 4.

„Alternativen“ zu 1,3-Butadien[Bearbeiten]

Darüber hinaus können verschiedene Reste in Position 2,3 des 1,3-Butadiens gebunden sein. So werden im Wang<ref name="Wang_1">Z. Wang (Hrsg.): Comprehensive Organic Name Reactions and Reagents, 2 Volume Set. John Wiley & Sons, Hoboken, NJ 2009, ISBN 978-0-470-28663-0, S. 1680–1681.</ref> mehrere realisierte Beispiele referiert, z. B. ausgehend von 1,2-Dimethylencyclohexan. W. B. McCormack zeigte, dass anstelle von 1,3-Butadien auch Isopren als Edukt dienen kann.<ref name="McCormack">W. B. McCormack: 3-Methyl-1-Phenylphospholene oxide In: Organic Syntheses. 43, 1963, S. 73, doi:10.15227/orgsyn.043.0073; Coll. Vol. 5, 1973, S. 787 (PDF).</ref>

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />