Mearnsiana
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| Mearnsiana | ||||||||||||
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| Datei:Mearnsiana bullosa - pair2.jpg
Mearnsiana bullosa, links ♂, rechts ♀ | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Mearnsiana | ||||||||||||
| Rehn, J. A. G. & Rehn, J. W. H., 1939 | ||||||||||||
Mearnsiana (Syn. Hennobrimus) ist eine Gattung aus der Ordnung der Gespenstschrecken (Phasmatodea) die auf den philippinischen Inseln Mindanao, Leyte und Dinagat beheimatet ist.<ref name="Obrimini 2023"/><ref name="Phasmida Species File Online"/><ref name="Bank et al. 2021"/>
| Kladogramm von Mearnsiana und deren Schwestergattungen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Verwandtschaftsverhältnisse der zwei bisher genanalytisch untersuchten Mearnsiana-Arten und deren Schwestergattungen nach Sarah Bank et al. (2021)<ref name="Bank et al. 2021"/> |
Merkmale[Bearbeiten]
Die Gattung gilt als die farbigste der Unterfamilie Obriminae bzw. der gesamten Familie Heteropterygidae. Die Arten sind in beiden Geschlechtern flügellos. Die Männchen beider Arten haben gut körperlange Fühler. Sie erreichen 4,35 bis 5,1 cm Körperlänge, wobei Mearnsiana maranao die kleinere und stachligere Art ist. Die Grundfarbe ist olivgrün. Meso- und Metathorax sind ober- wie unterseits orangebraun gefärbt und haben zwei Paar etwas dunklere Buckel auf der Oberseite, die bei Mearnsiana maranao als längere Spitzen ausgebildet sind. Bei den Männchen von Mearnsiana bullosa ist die Abdomenoberseite auffällig gelb, rot und grün gefärbt. Die Lebendfärbung von Mearnsiana maranao ist genau wie deren Weibchen nicht bekannt. Die 8 bis 9,8 cm langen Weibchen von Mearnsiana bullosa sind oberseits kräftig grün oder etwas schlichter grünbraun gefärbt. Beine, Fühler und Legestachel sind hellbraun. Die Farbe der Unterseite variiert von Orangebraun bis leicht Lila. Das Abdomen endet in einem langen, geraden Legestachel, welcher den eigentlichen Ovipositor umgibt.<ref name="Obrimini 2023"/><ref name="Phoenix 6"/><ref name="Phasma"/>
Systematik[Bearbeiten]
Im Jahr 1939 beschrieben James Abram Garfield Rehn und sein Sohn John William Holman Rehn die Gattung anhand einer männlichen Nymphe der ebenfalls beschriebenen Mearnsiana bullosa, die damit die Typusart der Gattung darstellt. Dieser männliche Holotypus wurde am Vulkan Apo auf Mindanao gefunden und ist im National Museum of Natural History in Washington, D.C. hinterlegt. Der Name Mearnsiana ist dem US-amerikanischen Ornithologen und Naturforscher Edgar Alexander Mearns gewidmet, welcher den Holotypus am Apo gefunden hatte. Der Artzusatz bullosa bedeutet „blasig“.<ref name="Phasmida Species File Online"/><ref name="Proceedings"/> Da der juvenile Holotypus der Art sich deutlich von den adulten Tieren unterscheidet, wurde die Art in der Folge noch zweimal an adulten Tieren neubeschrieben. Einmal von Ireneo L. Lit, Jr. und Orlando L. Eusebio 2005 als Trachyaretaon manobo und ein weiteres Mal 2006 von Oskar V. Conle als Hennobrimus hennemanni. Dass beide synonym zu Mearnsiana bullosa sind, wurde bereits 2008/2009 klar, als durch die erfolgreiche Nachzucht der Art alle Stadien bekannt waren.<ref name="Phasmida Species File Online"/><ref name="Phoenix 6"/><ref name="Caresheet"/> Offiziell synonymisiert wurden sie 2016 von Frank H. Hennemann et al.<ref name="Heteropteryginae Revision"/> Sarah Bank et al. zeigen 2021 in ihren auf Genanalysen basierenden Untersuchungen, dass es neben der Typusart noch mindestens eine zweite, unbeschriebene Art in der bis dato monotypischen Gattung gibt. Das untersuchte Weibchen wurde Thomas Buckley und A. Mohagan am 22. Mai 2012 am Mount Redondo im Norden der Insel Dinagat gefunden.<ref name="Bank et al. 2021"/> Nicht von dort, sondern aus Lanao del Norte auf Mindanao stammt die 2023 von Hennemann beschriebene zweite Art der Gattung. Sie wurde als Mearnsiana maranao anhand eines einzelnen Männchens beschrieben, welches im Museum für Naturwissenschaften in Brüssel hinterlegt ist. Der Artzusatz ist dem Maranao-Volk gewidmet, einer überwiegend muslimische philippinische Volksgruppe, die in der Region um den Lanao-See beheimatet ist.<ref name="Obrimini 2023"/>
Die bisher beschrieben Arten sind:<ref name="Phasmida Species File Online"/><ref name="Obrimini 2023"/>
- Mearnsiana bullosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rehn, J.A.G. & Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rehn, J.W.H., 1939
Syn. = Trachyaretaon manobo Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lit & Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Eusebio, 2005
Syn. = Hennobrimus hennemanni Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Conle, 2006 - Mearnsiana maranao Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hennemann, 2023
Rehn und Rehn beschrieben die Gattung in der Tribus Obrimini,<ref name="Proceedings"/> welche Oliver Zompro 2004 in den Rang einer Unterfamilie erhob. Innerhalb dieser Unterfamilie stellte er die Gattung Mearnsiana in die neubeschriebene Tribus Miroceramiini.<ref name="Zompro 2004"/> Diese wurde 2016 von Hennemann et al. wieder eingezogen und Mearnsiana wurde wieder in die Tribus Obrimini überführt.<ref name="Heteropteryginae Revision"/> Diese Zuordnung wurde durch Bank et al. 2021 bestätigt. Die Schwestergattung von Mearnsiana ist demnach Aretaon.<ref name="Bank et al. 2021"/>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references>
<ref name="Bank et al. 2021">Sarah Bank, Thomas R. Buckley, Thies H. Büscher, Joachim Bresseel, Jérôme Constant, Mayk de Haan, Daniel Dittmar, Holger Dräger, Rafhia S. Kahar, Albert Kang, Bruno Kneubühler, Shelley Langton-Myers & Sven Bradler: Reconstructing the nonadaptive radiation of an ancient lineage of ground-dwelling stick insects (Phasmatodea: Heteropterygidae), Systematic Entomology (2021), DOI:10.1111/syen.12472</ref>
<ref name="Phoenix 6">Holger Dräger: Gespenstschrecken der Familie Heteropterygidae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kirby, 1896 (Phasmatodea) – ein Überblick über bisher gehaltene Arten, Teil 3: Die Unterfamilie Obriminae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Brunner von Wattenwyl , 1893, Triben Miroceramiini und Eubulidini Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Zompro , 2004, ZAG Phoenix, Nr. 6. Juni 2012 Jahrgang 3(2), S. 2–21, ISSN 2190-3476</ref>
<ref name="Phasma">Ringo Sijbrants: Speciesreport 40: Mearnsiana bullosa (Rehn & Rehn, 1939), Phasma Werkgroep, Nr. 81 Juni 2011, Jahrgang 21, S. 3–5, ISSN 1381-3420</ref>
<ref name="Caresheet">Zuchtanleitung für Mearnsiana bullosa auf phasmatodea.com von Bruno Kneubühler</ref>
<ref name="Proceedings">James Abram Garfield Rehn & John W. H. Rehn: Proceedings of The Academy of Natural Sciences (Vol. 90, 1938), Philadelphia 1939, S. 458–460.</ref>
<ref name="Phasmida Species File Online">Paul D. Brock, Thies H. Büscher & E. Baker: Phasmida Species File Online (abgerufen am 10. Februar 2024)</ref>
<ref name="Heteropteryginae Revision">Frank H. Hennemann, Oskar V. Conle, Paul D. Brock & Francis Seow-Choen: Zootaxa 4159 (1): Revision of the Oriental subfamiliy Heteropteryginae Kirby, 1896, with a re-arrangement of the family Heteropterygidae and the descriptions of five new species of Haaniella Kirby, 1904. (Phasmatodea: Areolatae: Heteropterygidae), Magnolia Press, Auckland, New Zealand 2016, ISSN 1175-5326</ref>
<ref name="Obrimini 2023">Frank H. Hennemann: A taxonomic review, including new species and new records of Philippine Obrimini stick insects (Insecta: Phasmatodea: Heteropterygidae: Obriminae), Faunitaxys, 2023, 11 (71), S. 67–72.</ref>
<ref name="Zompro 2004">Oliver Zompro: Revision of the genera of the Areolatae, including the status of Timema and Agathemera (Insecta, Phasmatodea), Goecke & Evers, Keltern-Weiler 2004, S. 191–240, ISBN 978-3-931374-39-6</ref>
</references>