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Medizin transparent

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Vorlage:Medienbox/Kopf
Sprachen Deutsch
Redaktion Universität für Weiterbildung Krems, Cochrane Österreich
Online seit 2011
https://medizin-transparent.at/

Die Webseite Medizin-transparent.at überprüft medizinische Behauptungen aus Werbung, Print- und Online-Medien sowie gängige Gesundheitsmythen auf ihre wissenschaftliche Haltbarkeit. Die Ergebnisse veröffentlicht sie in für Laien leicht verständlichen Beiträgen. Ein Großteil der Beiträge basiert auf Leser-Anfragen. Betrieben wird die nicht-kommerzielle Webseite von Cochrane Österreich und der Donau-Universität Krems.

Konzeption[Bearbeiten]

Das Ziel von Medizin transparent ist es, kostenlos leicht verständliche Gesundheitsinformationen zur Verfügung zu stellen, die einzig auf wissenschaftlichen Fakten basieren. Dies soll Patienten und interessierten Lesern das Treffen von Entscheidungen zu ihrer Gesundheit aufgrund objektiver Informationen ermöglichen.

Inhaltlich konzentriert sich Medizin transparent vor allem auf Anfragen von Lesern. Diese können kostenlos Themen und Behauptungen zur Überprüfung an das wissenschaftliche Redaktionsteam schicken, die Ergebnisse macht die Webseite im Anschluss öffentlich.

Hintergrund des Projekts ist das Prinzip der Evidenzbasierten Medizin. Das bedeutet, dass alle veröffentlichten Gesundheitsinformationen einzig auf der aktuellen wissenschaftlichen Studienlage basieren. Zurzeit arbeiten für das Projekt zwei fest angestellte wissenschaftlich und journalistisch ausgebildete Redakteure sowie freie Gesundheitsjournalisten und Mediziner.<ref name="Personal">Unser Team</ref>

Medizin transparent ist ein nicht-kommerzielles Projekt und frei von Werbung oder kommerziellen Interessenskonflikten. Die Finanzierung erfolgt durch Förderungen der Österreichischen Bundesgesundheitsagentur und des Niederösterreichischen Gesundheits- und Sozialfonds NÖGUS.

Wissenschaftlicher Hintergrund und Qualitätssicherung[Bearbeiten]

Grundlage für einen Beitrag auf Medizin transparent bildet eine umfassende Suche in wissenschaftlichen Literaturdatenbanken wie PubMed, der Cochrane Library oder Embase. Gesucht werden alle wissenschaftlichen Studien, die die jeweilige Fragestellung behandeln, unabhängig davon, wie die Ergebnisse dieser Studien ausfallen. Die im Zuge dieser Literatursuche gefundenen Studien werden eingehend auf ihre wissenschaftliche Güte hin beurteilt. Anschließend erfolgt die Bewertung der wissenschaftlichen Beweislage der insgesamt vorliegenden Studiendaten nach objektiven Kriterien.<ref name="PPANOe">Niederösterr. Patientenanwaltschaft Expertenletter zu Medizin-Transparent.at (abgerufen am 5. Mai 2015)</ref>

Demnach wird die Beweislage für die aufgestellte Gesundheitsbehauptung auf einer 4-stufigen Skala von unklar (0 von 3 Punkten) bis hoch (3 von 3 Punkten) beurteilt.<ref name="bewertung">medizin-transparent.at Bewertungskriterien für die wissenschaftliche Beweislage (abgerufen am 5. Mai 2015)</ref> Um die Objektivität zu gewährleisten, wird diese Bewertung immer von einem weiteren wissenschaftlichen Redakteur sowie einem ausgebildeten Mediziner gegengeprüft.<ref name="PPANOe" />

Medizin transparent befolgt den HONcode (Health On the Net Foundation)-Standard für transparente Gesundheitsinformationen im Internet.<ref>Health on the Net Foundation@1@2Vorlage:Toter Link/www.healthonnet.org (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2026. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.), HON Code Medizin-transparent.at</ref> Seit 2021 beteiligt sich Medizin transparent am Programm Verlässliches Gesundheitswissen des Deutschen Netzwerks Gesundheitskompetenz.<ref>Partner und Kooperationen - Deutsches Netzwerk Gesundheitskompetenz DNGK. 21. März 2022, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. März 2022; abgerufen am 25. März 2022.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/dngk.de</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Die ursprüngliche Idee für Medizin transparent geht auf das Projekt Behind the Headlines des britischen National Health Service zurück,<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.NHS Behind the Headlines (Memento des Vorlage:IconExternal vom 30. Dezember 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nhs.uk</ref> das bereits seit 2001 die wissenschaftlichen Studien hinter medizinischen Zeitungsmeldungen eingehend beleuchtet. Zu Beginn war Medizin transparent als Medien-Watchblog für Gesundheitsinhalte in österreichischen Medien konzipiert. Seit Oktober 2014 überprüft die Seite jedoch auch Gesundheitsbehauptungen aus nicht-österreichischen Medien, aus der Werbung, aus anderen Quellen im Internet sowie populäre Gesundheitsmythen.

Seit September 2013 druckt der Verein für Konsumenteninformation (VKI) in seinem monatlich erscheinenden Magazin Konsument ausgewählte Medizin transparent - Beiträge ab.<ref>Konsument.at, Serie Faktencheck Medizin.</ref> Im Oktober 2014 veröffentlichte Medizin transparent in Kooperation mit dem VKI das Buch 100 Medizin-Mythen.<ref name="buch">Matuschak, Kerschner, Wipplinger: 100 Medizin-Mythen. Hrsg. Verein für Konsumenteninformation, Wien 2014, ISBN 978-3-99013-039-1.</ref>

Finanzierung[Bearbeiten]

Medizin transparent gibt auf ihrer eigenen Internetpräsenz folgende Förderer und Geldgeber an:<ref>Partner & Fördergeber. In: Medizin transparent. 7. Juni 2016, abgerufen am 13. Dezember 2020.</ref>

  • Bundesgesundheitsagentur
  • Niederösterreichischer Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS)

Zusätzlich sind weitere Partner angegeben:

  • das öffentliche Gesundheitsportal Gesundheit.gv.at
  • Patientenanwaltschaft Wien
  • Patientenanwaltschaft Niederösterreich
  • Patientenanwaltschaft Vorarlberg
  • Cochrane-Blog Wissen Was Wirkt
  • Verein für Konsumenteninformation

Medienecho[Bearbeiten]

In den österreichischen Medien wird seit dem Start im Juni 2011 immer wieder über Medizin transparent berichtet. Bis Mai 2015 wurde das Projekt in österreichischen Tageszeitungen, Wochenzeitschriften, Onlinemedien, TV und Radio sowie in Fachzeitschriften über einhundertmal erwähnt (Beispiele im Pressespiegel<ref name="medienecho">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Pressespiegel Medizin-transparent.at (Memento des Vorlage:IconExternal vom 13. Mai 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.medizin-transparent.at (abgerufen am 5. Mai 2015)</ref>). Seit Mai 2015 werden ausgewählte Beiträge auf Kurier.at veröffentlicht.<ref name="kurier">Kurier.at Medizinmythen Serie</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />