Meinrad Eugster
Meinrad Eugster OSB (* 23. August 1848 als Josef Gebhard Eugster in Gätziberg bei Altstätten; † 14. Juni 1925 in Einsiedeln), auch Bruder Meinrad genannt, war ein Schweizer Laienbruder, für den seit 1939 ein Seligsprechungsprozess betrieben wird.
Als gelernter Schneider entschloss sich Eugster, das jüngste von sieben Kindern, 1873 Benediktiner im Kloster Einsiedeln zu werden. Zunächst nur als Hilfsschneider angestellt, wurde er schließlich 1874 mit dem Ordensnamen Meinrad in das Noviziat aufgenommen. Am 5. September 1875 legte er die zeitliche Profess, 1878 die feierliche Profess ab. Im Kloster übte Eugster sein gelerntes Handwerk weiter aus und avancierte zum Leiter der Klosterschneiderei (1880 bis 1916). Zeitgenossen beschreiben ihn als besonders religiös inspiriert und von schwächlicher Gesundheit geprägt.<ref>Bruder Meinrad Eugster. In: Kloster Einsiedeln. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. Oktober 2020; abgerufen am 24. September 2020. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Eugster starb infolge eines Magenleidens am 14. Juni 1925. Sein Seligsprechungsprozess wurde 1939 eröffnet. 1941 wurden seine Gebeine am Patroziniumsaltar nahe der Gnadenkapelle des Klosters umgebettet. Papst Johannes XXIII. attestierte am 23. Oktober 1960 den heroischen Tugendgrad des Laienbruders, weshalb Eugster der Ehrentitel ehrwürdiger Diener Gottes zukommt.<ref>Leo Ettlin: Meinrad Eugster. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 20. März 2003, abgerufen am 24. September 2020.</ref> Seit 1940 zählt sein Grab zu den Schweizer Pilgerzielen.<ref>Geschichte der Wallfahrt. In: Kloster Einsiedeln. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Januar 2024; abgerufen am 24. September 2020. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Die Erinnerung an das Lebenszeugnis von Meinrad Eugster wird von der „Einsiedler Gebetsgemeinschaft“ gepflegt.<ref>Einsiedler Gebetsgemeinschaft. In: Kloster Einsiedeln. Abgerufen am 24. September 2020.</ref> Zum 100. Todesjahr 2025 sind vom Kloster Einsiedeln verschiedene Anlässe geplant, die auf einer eigenen Website gesammelt sind.<ref>Website über Bruder Meinrad. Abgerufen am 7. Dezember 2024.</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Leo Ettlin: Meinrad Eugster. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 20. März 2003.
- Philipp Steiner OSB, Meinrad M. Hötzel OSB: Bruder Meinrad Eugster. Ein Leben für die Ewigkeit. Fink, Lindenberg im Allgäu 2026 (184 S.).
- Der ehrwürdige Diener Gottes Bruder Meinrad Eugster. Benediktiner von Einsiedeln. Verlag des Vizepostulators, Einsiedeln 1993 (39 S.).
- Thomas Jüngt: Leben des Dieners Gottes Bruder Meinrad Eugster. Benediktiner aus dem Stifte Maria-Einsiedeln. 3. Auflage. Benziger, Einsiedeln 1955.
Weblinks[Bearbeiten]
- Neue Website zum 100. Todestag von Bruder Meinrad Eugster
- Meinrad Eugster auf der Website des Klosters Einsiedeln
- Eintrag zu Meinrad Eugster auf Orden online
- Meinrad Eugster auf Biographia Benedictina
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Eugster, Meinrad |
| ALTERNATIVNAMEN | Eugster, Josef Gebhard; Bruder Meinrad |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Mönch |
| GEBURTSDATUM | 23. August 1848 |
| GEBURTSORT | Gätziberg bei Altstätten |
| STERBEDATUM | 14. Juni 1925 |
| STERBEORT | Einsiedeln |