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Menap-Kaltzeit

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Die Menap-Kaltzeit (auch Menapium genannt)<ref>Zagwijn, W.H. (1957): Vegetation, climate and time-correlations in the Early Pleistocene of Europe. Geologie en Mijnbouw 19: 233–244.</ref> war eine Kaltzeit im nördlichen Europa, die von vor etwa 990.000 Jahren bis vor 800.000 Jahren andauerte.<ref name=":0">Ernst Probst: Deutschland im Eiszeitalter: Klima, Landschaft, Pflanzen und Tiere vor 2,6 Millionen bis 11.700 Jahren. Diplomica Verlag, 2014, ISBN 978-3-8428-7305-6, S. 28 (google.de [abgerufen am 8. Februar 2022]).</ref> Damit liegt sie komplett im Altpleistozän und ist Teil des Quartären Eiszeitalters.

Der Name geht auf Waldo H. Zagwijn zurück, der die Kaltzeit 1957 nach dem Volk der Menapier im Bereich der Niederlande benannte.<ref name=":1">Menap-Kaltzeit. In: Lexikon der Geowissenschaften. Spektrum, abgerufen am 8. Februar 2022.</ref>

Trotz zeitlicher Diskrepanzen wird die Menap-Kaltzeit mit der Günz-Kaltzeit in den Alpen, der Kansan Stage in Nordamerika und der Baventian Stage in Großbritannien korreliert.<ref>Menapian. In: Encyclopedia.com. Oxford University Press, abgerufen am 10. Februar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>John P. Rafferty: Menapian Glacial Stage. In: Britannica. Abgerufen am 10. Februar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ausdehnung[Bearbeiten]

Da die Hattem-Schicht des Menap in den Niederlanden skandinavische Gerölle führt, wird teilweise eine Vereisung in Norddeutschland diskutiert, welche die älteste norddeutsche Vereisung im känozoischen Eiszeitalter darstellen würde.<ref name=":1" /> Allerdings liegen keine direkten Spuren von Gletschervorstößen aus Norddeutschland vor<ref name=":0" /> und der Eintrag von Geröllen in die Hattem-Schichten wird sich vorwiegend durch Transport über Treibeis erklärt (Ice-Rafted Debris).<ref name=":2">Emil Hoffmann: Lexikon der Steinzeit. BoD – Books on Demand, 2012, ISBN 978-3-8448-8898-0, S. 98 (google.de [abgerufen am 8. Februar 2022]).</ref>

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Während der Menap-Kaltzeit fielen die Temperaturen nicht so extrem wie in den darauffolgenden Eiszeiten. Die Laubwälder verschwanden und es bildeten sich steppen- und tundraähnliche Landschaften.<ref name=":2" />

Nördlich der Alpen verschwanden allmählich die letzten Vertreter der wärmeorientierten Tertiärflora. Aufgrund der vergletscherten Gebirge (Alpen, Pyrenäen, Karpaten) und Trockengebiete in Spanien wurde ein Rückzug der Flora in den wärmeren Süden verhindert, so dass die Pflanzenarten nach der Wiedererwärmung auch keinen neuen Vorstoß nach Norden unternehmen konnten.<ref name=":0" />

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references/>Vorlage:Klappleiste/Anfang

Alpenraum Norddeutschland Zeitraum (Tsd. Jahre v.Chr)
Würm-Kaltzeit Weichsel-Kaltzeit ≈8–115
Riß-Kaltzeit Saale-Kaltzeit ≈130–230
Mindel-Kaltzeit Elster-Kaltzeit ≈370–475
Günz-Kaltzeit
Donau-Kaltzeit
Biber-Kaltzeit

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Prätiglium | Tiglium | Eburonium | Waalium | Menapium | Bavelium | Elster | Saale | Weichsel
Cromer | Holstein | Eem

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