Mesh-WLAN
Ein Mesh-WLAN ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) ‚ineinandergreifen‘, ‚vermaschen‘) ist ein drahtloses lokales Netzwerk aus mehreren WLAN-Komponenten, das durch Verbindung und gemeinsame Steuerung der Komponenten (Basis und Satelliten) von den im „Mesh-Bereich“ befindlichen Endgeräten als ein einheitliches WLAN gesehen wird und einen möglichst flächendeckenden Empfang bei gleichbleibender Übertragungsgeschwindigkeit gewährleisten soll.<ref name="Skoruppa2018-05-12" /> Diese Komponenten können z. B. ein Router mit Access Point und weitere WLAN-Geräte wie Repeater oder Powerline-Adapter sein.
Motivation[Bearbeiten]
Der Wechsel eines Endgeräts von einer WLAN-Komponente (WLAN-Funkzelle) zu einer anderen ist in einfachen WLAN-Netzwerken Aufgabe des Endgeräts. Insbesondere bei mobilen Endgeräten ist dieses Roaming ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) ‚herumwandern‘, ‚streunen‘, ‚umherschweifen‘) zwischen mehreren WLAN-Stationen oft eine Schwachstelle. Ein Mesh-WLAN-System soll das Roaming verbessern: Die Komponenten eines Mesh-WLANs greifen aktiv ein und unterstützen die Endgeräte beim Übergang zu einer anderen WLAN-Station oder einem anderen Frequenzband mit der leistungsfähigsten Verbindung an ihrem jeweiligen Standort.
Auch Controller-basierte WLAN-Access-Points, die kein Meshing anbieten, unterstützen unter Umständen Mechanismen, um ein besseres Roaming zu ermöglichen. Roamingfunktionen basieren größtenteils auf einem zentralen Management, was bei Geräten, die echtes Meshing anbieten, obligatorisch, aber nicht ausschließlich dort zu finden ist.
Merkmale[Bearbeiten]
Einheitliche herstellerübergreifende Merkmale, die den seit 2016 vermehrt im Marketing für Heimnetzwerke verwendeten Begriff Mesh definieren, sind nicht festgelegt. Als Grundmerkmale werden aber für den Verbund der aktiven WLAN-Mesh-Komponenten folgende Eigenschaften gesehen:<ref name="Skoruppa2018-05-12" />
- automatische Verbindung der Mesh-Komponenten untereinander und Synchronisation aller Einstellungen und Firmware-Updates
- automatischer unterbrechungsfreier Übergang eines WLAN-Endgeräts von einer Mesh-Komponente zu einer anderen (Access-Point-Steering): das Mesh entscheidet von sich aus, welche Station gerade für ein Endgerät die beste Leistung liefert – insbesondere auch für mobile Endgeräte im Mesh-Bereich
- automatische Zuweisung des am Standort des Endgeräts leistungsfähigsten Frequenzbandes (Band Steering, z. B. Zuweisung des 2,4- und des 5-GHz-WLAN-Bands)
Vorteile[Bearbeiten]
- Hohe bis komplett flächendeckende Empfangsabdeckung
- wenig Verlust bei der Übertragungsrate
- gleicher (Funk-)Netzwerkname (SSID) aller Komponenten für die Endgeräte
Nachteile[Bearbeiten]
- höhere Anschaffungskosten im Vergleich zu einem einfachen Access Point (kaum noch bedeutend)
- höherer Energieverbrauch, weil die Mesh-Komponenten möglichst ständig eingeschaltet bleiben sollten, um die Funktionalität zu gewährleisten
- Bindung an einen Hersteller, da in der Regel nur Komponenten eines Herstellers ein Mesh bilden (obwohl mit IEEE 802.11s ein herstellerunabhängiger Standard existiert)
Weblinks[Bearbeiten]
- Matthias Rudert: Heimnetzwerk Lexikon – Mesh-WLAN. In: DasHeimnetzwerk. Rudert Netzwerktechnik, 2019.
- Techtest.org Michael Barton: WLAN Mesh Systeme, wirklich empfehlenswert? 14. April 2018
- Mesh-Wlan: Die Router-Revolution | STERN.de
- IFA 2017: Mesh-Netze verbessern das Heim-WLAN - RP Online
- WLAN-Router mit Mesh-Netzwerk: Was ist das, welche gibt es? | t3n
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="Skoruppa2018-05-12"> Patrick Skoruppa: Das neue WLAN-Wunder - 5 Mesh-Systeme im Test. In: Computer Bild. Nr. 11/2018. Computer Bild Digital GmbH, Hamburg 12. Mai 2018, S. 68. </ref> </references>