Metal Sword
| Metal Sword | |
|---|---|
| Allgemeine Informationen | |
| Herkunft | Duisburg, Deutschland |
| Genre(s) | Heavy Metal |
| Gründung | 1982 |
| Auflösung | 1986 |
| Gründungsmitglieder | |
| Jürgen „Jay Jay the Fist“ van de Wetering | |
| Rainer „Rick“ Schaffranietz | |
Gitarre |
Manfred Link |
| Frank „Rank Frank“ Kleiber | |
| Thomas „T. A.“ Alkämper | |
| Letzte Besetzung | |
Gesang |
Jürgen „Jay Jay the Fist“ van de Wetering |
Gitarre |
Rainer „Rick“ Schaffranietz |
Gitarre |
Stefan „Steve Thomaszorro“ Broedner |
Bass |
T. G. Cunning |
Schlagzeug |
Jörg Michael |
| Ehemalige Mitglieder | |
Schlagzeug |
Randy Tomlin |
Metal Sword war Mitte der 1980er Jahre eine Heavy-Metal-Band aus Duisburg.
Geschichte[Bearbeiten]
Im Sommer 1981 gründeten der Gitarrist Rainer Schaffranietz, der sich schlicht „Rick“ nannte, und der Schlagzeuger Thomas Alkämper, der mit seinen Initialen „T. A.“ auftrat, in Duisburg die Heavy-Metal-Band Metal Sword.<ref name="MH4/85">David Klammer: Metal Sword. In: Metal Hammer. Hard Rock & Heavy Metal Poster Magazin! April 1985, S. 62.</ref> In einem Proberaum in der Duisburger Innenstadt stießen der Sänger Jürgen van de Wetering alias „Jay Jay the Fist“ und der Bassist Frank „Rank Frank“ Kleiber hinzu.<ref name="IP">Otger Jeske: Metal Sword. In: Matthias Mader, Otger Jeske, Arno Hofmann et al. (Hrsg.): Heavy Metal Made in Germany. 1. Auflage. I.P. Verlag Jeske/Mader GbR, Berlin 1998, ISBN 3-931624-08-0, S. 124 f.</ref><ref name="MH3/86">Metal Sword. In: Metal Hammer. Hard Rock & Heavy Metal Poster Magazin! März 1986, German Metal Attack, S. 34.</ref> Auch die Suche nach einem Leadgitarristen war erfolgreich, und kurze Zeit später stieß Manfred Link zur Band. Im Jahr 1982 stand ein 90-minütiges Programm, das live präsentiert wurde.<ref name="MH3/86" /> Von Publikum<ref name="MH3/86" /> und Lokalpresse<ref name="MH4/85" /> beachtet, setzte sich die Band einen Plattenvertrag zum Ziel und nahm deshalb in Leverkusen ein Demoband auf.<ref name="IP" /><ref name="MH3/86" /> Dieses missriet den Musikern allerdings, sodass aus dem Plattenvertrag erst einmal nichts wurde.<ref name="IP" /><ref name="MH3/86" /> Als sie sich von Manfred Link trennten und auf den klassisch ausgebildeten Gitarristen<ref name="MH4/85" /> Stefan Broedner (Künstlername Steve Thomaszorro) trafen und ihn in die Band integrierten, ging es kompositorisch und klangtechnisch aufwärts.<ref name="IP" /><ref name="MH3/86" /> Das zweite Demo, das 1984 fertiggestellt war, fand dann auch Anklang beim Label Wishbone Records, das ihnen im Frühjahr 1985 einen Vertrag vorlegte.<ref name="IP" /> Live waren die miteinander harmonierenden Musiker zuvor intensiv und erfolgreich unterwegs gewesen – zum Beispiel gab es einen Auftritt mit dem Bonfire-Vorläufer Cacumen in Dinslaken –,<ref name="MH3/86" /> was den Zeitpunkt für eine erste Plattenveröffentlichung günstig erscheinen ließ. Wishbone wollte zunächst eine EP mit der Band produzieren, mit einer weiteren Option auf eine LP hinterher. Die EP Harder Than Steel mit sechs Stücken war schon für März 1985 avisiert,<ref>David Klammer: Wishbone Records. In: Metal Hammer. Hard Rock & Heavy Metal Poster Magazin! März 1985, S. 64.</ref> wurde auf Ende Mai verschoben<ref name="MH4/85" /> und ist dann, da die Produktion erst im Sommer 1985 im Bochumer Wahn-Studio unter der Leitung von Ferdinand Köther (dem Inhaber von Wishbone) und Ralph Hubert (dessen eigenes Projekt Mekong Delta sehr erfolgreich war) hatte beginnen können, tatsächlich noch später im Jahr erschienen.<ref name="IP" /> Es wird von positiven Reaktionen seitens der Metal-Anhängerschaft berichtet,<ref name="MH3/86" /> aber auch von spärlicher Resonanz seitens der Metal-Magazine.<ref name="IP" />
Zur verzögerten Veröffentlichung und der mageren Presseberichterstattung kamen nun interne Probleme. Man trennte sich von „T. A.“, der von Produzent Ralf Hubert als nicht tauglich befunden wurde, und auf der EP durch Leihschlagzeuger Jörg Michael<ref>Full Discography. In: jorgmichael.com. Jörg Michael, abgerufen am 22. November 2016.</ref> ersetzt wurde. Der Gruppe war bewusst, dass das Einarbeiten eines neuen Schlagzeugers viel Zeit kosten würde, deswegen entschied sich „Rank Frank“ aus beruflichen Gründen und der Fairness halber, die Band ebenfalls zu verlassen. Dadurch konnte die Band zwei neue Leute gleichzeitig einspielen, was einen enormen Zeitgewinn bedeutete. Mit den Ersatzleuten Randy Tomlin, der ein Gastspiel bei Warrant gegeben hatte, und T. G. Cunning wurden Schlagzeug und Bass neu besetzt und 1986 die selbstbetitelte LP angegangen.<ref name="IP" /> Wie auch immer, es wurden letztlich keine Handelsexemplare gepresst, weshalb es offenbar nur Weißpressungen davon gibt.<ref>Metal Sword. In: rateyourmusic.com. Hossein Sharifi, abgerufen am 22. November 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Bandauflösung vollzog sich zur selben Zeit. Thomas Alkämper („T. A.“) spielte einige Jahre bei Airwolf, auf deren 1988er LP er mitwirkte.<ref>Thomas Alkämper. In: discogs.com. Abgerufen am 22. November 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Rainer Schaffranietz („Rick“) tauchte erst viele Jahre nach dem Split bei Sacred Gate kurz wieder auf.<ref>Biography. In: sacredgate.net. Sacred Gate, abgerufen am 22. November 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Heute spielt er bei der AC/DC-Coverband Power Up. Stefan Broedner („Steve Thomaszorro“) ist seit 1995 Musikberater („Music Consultant“) bei Filmproduktionen.<ref>Stefan Broedner: Stefan Broedner. In: mediabiz.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. November 2016; abgerufen am 22. November 2016. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Randy Tomlin spielt in der Düsseldorfer Band Manticore.<ref>Randy Tomlin. Schlagzeuger aus Düsseldorf. In: backstagepro.de. Leitmotiv Online Medien GmbH & Co. KG, abgerufen am 22. November 2016.</ref> „Rank Frank“ und „Jay Jay the Fist“ haben musikalisch aufgehört und gehen ihren bürgerlichen Berufen nach.
Stil[Bearbeiten]
Uwe Lerch zeigte sich im Metal-Magazin Crash wegen der Masse an Konkurrenten besorgt und meinte, der gelbe Aufkleber, der den Titel Disco is Fuck herausstellt, könne Neugier erregen, allerdings enttäusche die musikalische Qualität der sechs stilistisch nicht weiter beschriebenen Lieder.<ref>Uwe Lerch: Metal Sword. In: Crash. Februar 1986, LP Review, S. 16.</ref> Den Aufkleber und auch das Coverartwork findet Stefan Wille auf dem Internetportal metalpage.de kultig. Am musikalischen Inhalt könne man seine Freude haben, auch ohne wirklich Großartiges vorzufinden. „Geboten wird“, schreibt er, „denn auch recht typischer, deutscher Metal, der mal speeding, mal stampfend aus den Boxen wabert und das Herz aufblühen lässt. Gute Songs, die im Ohr hängen bleiben und nicht langweilen, ein leider nicht ganz so guter Sänger, eine dünne, aber annehmbare Produktion und natürlich der Anti-Disco Hit runden diese schöne Scheibe ab.“<ref>Stefan Wille: Metal Sword: Harder than Steel. In: metalpage.de. 16. März 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. November 2016; abgerufen am 22. November 2016. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Im Metal Hammer wurde der Stil als Heavy Metal der Marke „High Speed“ angegeben.<ref name="MH4/85" /> In seiner Bandbiografie für das Lexikon Heavy Metal made in Germany schrieb Otger Jeske, insbesondere die Lieder auf der A-Seite „variierten gekonnt zwischen verschiedenen Spielarten des HM“. Disco is Fuck sei eine „Speed-Granate“, werde von einem „herrlichen Intro“ eingeleitet und habe „dem ehrlichen Fan damals voll aus der Seele“ gesprochen.<ref name="IP" /> In seinem Buch The Collector’s Guide of Heavy Metal Volume 2: The Eighties fasste Martin Popoff die Musik auf Harder Than Steel unter dem Begriff „Biker Rock“ zusammen. Die Gruppe gebe sich „hart wie Stahl“, wobei er sich an Iron Angel, die selbstbetitelte EP der schwedischen Band Parasite, frühe Running Wild, Blackout und Samain erinnert fühlte.<ref>Martin Popoff: The Collector’s Guide of Heavy Metal Volume 2: The Eighties. Collectors Guide Ltd, Burlington, Ontario, Kanada 2005, ISBN 978-1-894959-31-5, S. 224.</ref>
Diskografie[Bearbeiten]
- 1983: Demo (Eigenveröffentlichung)
- 1984: Demo 1984 (Eigenveröffentlichung)
- 1985: Harder Than Steel (Mini-Album, Wishbone Records)
- 1986: Metal Sword (Album, unveröffentlicht)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Weblinks[Bearbeiten]
- Metal Sword bei Discogs