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Methopren

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Strukturformel von Methopren
Strukturformel ohne Stereochemie – komplexes Stereoisomerengemisch
Allgemeines
Freiname Methopren<ref name="inn-list">INN Recommended List 29, World Health Organisation (WHO), 9. Oktober 1978.</ref>
Andere Namen

11-Methoxy-3,7,11-trimethyl-2,4-dodecadiensäure-1-methylethylester

Summenformel C19H34O3
Kurzbeschreibung

bernsteinfarbene Flüssigkeit<ref name="vetpharm">Eintrag zu Methopren bei VetpharmVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 254-993-2
ECHA-InfoCard 100.049.977
PubChem 5366546
ChemSpider 4518347
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Arzneistoffangaben
ATC-Code

QP53AX28

Eigenschaften
Molare Masse 310,48 g·mol−1
Dampfdruck

3,16 mPa (25 °C)<ref name=ppdb>Eintrag zu Methoprene in der Pesticide Properties DataBase (PPDB) der University of HertfordshireVorlage:Abrufdatum</ref>

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (1,39 mg·l−1)<ref name="vetpharm"/>

Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Methoprene bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335​‐​411
P: 261​‐​273​‐​305+351+338<ref name="Sigma" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Methopren ist ein Analogon des Juvenilhormons von Insekten, das 1974 von der Zoecon Corporation eingeführt wurde.<ref name=roempp />

Wirkung[Bearbeiten]

Methopren ist als Larvizid breit wirksam und wird gegen Pflanzen-, Hygiene- und Vorratsschädlinge eingesetzt. Das Insektizid wird im Gesundheitsbereich, in der Lagerhaltung, in der Tierhaltung gegen Parasiten (z. B. Hunde- und Katzenflöhe) sowie in Gewächshäusern verwendet.<ref name="roempp">Eintrag zu Methopren. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Der Wirkstoff stört das Gleichgewicht zwischen Juvenilhormon und dem Häutungshormon Ecdyson, wodurch Häutung und Verpuppung behindert werden und der Tod im Puppenstadium des Insekts eintritt. Gegen adulte Insekten ist Methopren nicht wirksam.

Methopren wirkt des Weiteren als Teratogen, da es sich durch die Einwirkung von UV-Licht in einen Retinsäuren-ähnlichen Stoff umwandelt. Dies wird vor allem mit Fehlbildungen von Amphibien in der Natur in Verbindung gebracht.<ref name="DOI10.1021/es971024h">James J. La Clair, John A. Bantle, James Dumont: Photoproducts and Metabolites of a Common Insect Growth Regulator Produce Developmental Deformities in Xenopus. In: Environmental Science & Technology. 32, 1998, S. 1453, doi:10.1021/es971024h.</ref>

Zulassung[Bearbeiten]

In den Staaten der EU und in der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.<ref>Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Methoprene in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und DeutschlandsVorlage:Abrufdatum</ref>

Handelsnamen[Bearbeiten]

Kombinationspräparate

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references/>

Vorlage:Hinweisbaustein