Mezobromelia
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| Mezobromelia | ||||||||||||
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| Datei:Mezobromelia capituligera (TS) 2-02968.jpg
Zusammengesetzter Blütenstand von Mezobromelia capituligera mit roten Hochblättern | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Mezobromelia | ||||||||||||
| L.B.Sm. |
Mezobromelia ist eine Pflanzengattung aus der Unterfamilie der Tillandsioideae innerhalb der Familie der Bromeliengewächse (Bromeliaceae). Die seit 2021 etwa sechs Arten sind im nördlichen Südamerika, Costa Rica und auf einigen karibischen Inseln verbreitet.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" />
Beschreibung[Bearbeiten]
Vegetative Merkmale[Bearbeiten]
Mezobromelia-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen und wachsen meist als Epiphyten. Sie erreichen meist Wuchshöhen von 2 bis 3 Metern, selten nur 0,5 Meter.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" /> Alle Arten sind Trichterbromelien; ihre Sprossachse ist gestaucht und die Laubblätter stehen dicht in Rosetten zusammen. Die Laubblätter überdecken sich in der Weise, dass ein Trichter zum Sammeln von Wasser entsteht. Die einfachen, parallelnervigen Laubblätter sind meist schwertförmig.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" />
Generative Merkmale[Bearbeiten]
Es ist ein kurzer bis mittellanger Blütenstandsschaft vorhanden. Die oft leuchtend bunten Blütenstände sind bei vielen Arten lange haltbar und zusammengesetzt.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" /> Die Blüten sind sitzend oder gestielt.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" />
Die zwittrigen Blüten sind dreizählig mit doppelter Blütenhülle. Die drei Kelchblätter sind symmetrisch und fast frei oder verwachsen.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" /> Die drei Kronblätter sind bis etwa zwei Drittel ihrer Länge miteinander verwachsenen. Die Farbe der Kronblätter ist meist weiß oder gelb. An der Basis der Kronblätter sind innen zwei Schüppchen an ihrer Basis (Ligulae = Nektarschuppen) vorhanden.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" /> Es sind zwei Kreise mit je drei fertilen Staubblättern vorhanden. Die Staubfäden haften an den Kronblättern.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" /> Drei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" />
Es werden Kapselfrüchte gebildet. Die Samen haben einen „Fallschirm“ ähnlich wie bei der Pusteblume. Die nur an der Basis des Samens vorhandenen Flughaare sind in der Kapselfrucht gerade und ungefaltet.
Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]
Taxonomie und botanische Geschichte[Bearbeiten]
Die Gattung Mezobromelia wurde 1935 durch Lyman Bradford Smith in Proceedings of the American Academy of Arts and Sciences, Volume 70, Seite 151 mit nur einer Art aufgestellt.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" /> Der Gattungsname Mezobromelia ehrt den deutschen Botaniker Carl Christian Mez (1866–1944), der wohl am meisten für die Systematik der Bromeliaceae getan hat.<ref>Jason R. Grant: An Annotated Catalogue of the Generic Names of the Bromeliaceae, Onlineversion aus Selbyana, 1998, Volume 19, 1, S. 91–121.</ref> Erst 1948 kam eine weitere Art hinzu und in den 1990er Jahren kamen durch Neukombinationen Arten hinzu, bis es etwa neun waren.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" />
Seit 2016 gehören vier Arten in die neue Gattung Gregbrownia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.W.Till & Barfuss:
- Mezobromelia brownii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.H.Luther → Gregbrownia brownii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(H.Luther) W.Till & Barfuss: Dieser Endemit gedeiht in Höhenlagen von etwa 2700 Metern in Ecuador nur in der Provinz Morona Santiago.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" />
- Mezobromelia fulgens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.B.Sm. → Gregbrownia fulgens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.B.Sm.) W.Till & Barfuss: Sie gedeiht terrestrisch im Paramo und epiphytisch in Höhenlagen von etwa 2800 Metern in Ecuador.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" />
- Mezobromelia hutchisonii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.B.Sm.) W.Weber & L.B.Sm. (Syn.: Mezobromelia trollii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rauh) → Gregbrownia hutchisonii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.B.Sm.) W.Till & Barfuss: Sie gedeiht in Höhenlagen von etwa 2000 Metern in Peru nur in der Region Amazonas.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" />
- Mezobromelia lyman-smithii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rauh & Barthlott → Gregbrownia lyman-smithii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Rauh & Barthlott) W.Till & Barfuss: Sie gedeiht epiphytisch in Nebelwäldern in Höhenlagen von 1800 bis 2000 Metern in Ecuador.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" />
Äußere Systematik[Bearbeiten]
Die Gattung Mezobromelia gehört zur Cipuropsidinae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.W.Till & Barfuss der Tribus Vrieseeae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.W.Till & Barfuss in der Unterfamilie der Tillandsioideae innerhalb der Familie der Bromeliaceae.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" /><ref name="Barfuss2016" />
Arten und ihre Verbreitung[Bearbeiten]
Das Verbreitungsgebiet der Gattung Mezobromelia reicht von Costa Rica bis Brasilien und Peru. Die meisten Mezobromelia-Arten sind im westlichen Südamerika in den Anden von Kolumbien bis Peru verbreitet. Zwei Arten kommen auch auf karibischen Inseln vor.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" /> Sie gedeihen meist in Nebelwäldern in Höhenlagen von 2000 bis 3000 Metern.
Seit 2016 gibt es nur noch etwa fünf und seit 2021 sechs Mezobromelia-Arten:<ref name="BromeliadTaxonListOnline" /><ref name="BromeliadEncyclopaedia" />
- Mezobromelia bicolor Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.B.Sm.: Sie gedeiht epiphytisch in Höhenlagen von 2100 bis 2400 Metern nur im kolumbianischen Departamento del Valle del Cauca.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" />
- Mezobromelia capituligera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Griseb.) J.R.Grant: Sie gedeiht epiphytisch in Wäldern in Höhenlagen von 750 bis 3100 Metern auf den Großen Antillen, auf der Insel Trinidad, in Kolumbien, Ecuador und Peru.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" />
- Mezobromelia hospitalis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.B.Sm.) J.R.Grant: Sie gedeiht terrestrisch in voller Sonne im Paramo und auf offenen Gipfelbereichen in Höhenlagen von 2250 bis 2400 Metern nur im kolumbianischen Departamento del Magdalena.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" />
- Mezobromelia magdalenae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.B.Sm.) J.R.Grant: Sie gedeiht epiphytisch in Höhenlagen von etwa 2400 Metern nur im kolumbianischen Departamento del Magdalena.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" />
- Mezobromelia pleiosticha Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Griseb.) J.Utley & H.Luther: Sie gedeiht epiphytisch in Wäldern in Höhenlagen von 65 bis 2438 Metern. Sie ist von Costa Rica über die Guyanas sowie Brasilien bis Peru verbreitet und kommt auf den Inseln Trinidad sowie Tobago vor.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" />
- Mezobromelia verecunda Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.B.Sm.) Gouda (Syn.: Guzmania verecunda Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.B.Sm.): Diese Neukombination erfolgte 2021. Sie gedeiht epiphytisch nur im tieferen tropischen Bergwald in Höhenlagen von etwa 1500 Metern Ecuador im kolumbianischen Departamento Valle.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" />
Quellen[Bearbeiten]
- David H. Benzing: Bromeliaceae: Profile of an Adaptive Radiation., Cambridge University Press, 2000, ISBN 0-521-43031-3: Google-Books - Online.
- Michael H. J. Barfuss, Rosabelle Samuel, Walter Till, Tod F. Stuessy: Phylogenetic relationships in subfamily Tillandsioideae (Bromeliaceae) based on DNA sequence data from seven plastid regions. In: American Journal of Botany, 92, 2005, S. 337–351: online.
- Werner Rauh: Bromelien - Tillandsien und andere kulturwürdige Bromelien. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1990, ISBN 3-8001-6371-3.
- Lyman Bradford Smith, Robert Jack Downs: Tillandsioideae. In: Flora Neotropica, Band 14, Teil 2, 1977, S. 1364–1365.
- Eric J. Gouda, J. Kent: The History of the Genus Mezobromelia and a New Combination for this Genus. In: Journal of the Bromeliad Society, Volume 71, Issue 2, 2021, S. 92–98. PDF.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="BromeliadTaxonListOnline"> Eric Gouda, Derek Butcher: The new Bromeliad Taxon list online. </ref> <ref name="BromeliadEncyclopaedia"> Eric J. Gouda, Derek Butcher, Leo Dijkgraaf: Encyclopaedia of Bromeliads. Version 5, 2023. In „Species Index“ oder „synonyms“ auf Mezobromelia, anschließend auf die Art klicken, zuletzt eingesehen am 3. Januar 2024. </ref> <ref name="Barfuss2016"> Michael H. J. Barfuss, Walter Till, Elton J. C. Leme, Juan P. Pinzón, José M. Manzanares, Heidemarie Halbritter, Rosabelle Samuel, Gregory K. Brown: Taxonomic revision of Bromeliaceae subfam. Tillandsioideae based on a multi-locus DNA sequence phylogeny and morphology. In: Phytotaxa, Volume 279, Issue 1, 2016, S. 001–097. doi:10.11646/phytotaxa.279.1.1 </ref> </references>